Editorial

Tastaturlose Zukunft?

Liebe Leserinnen und Leser,

künftig können Sie sich den Kauf eines PCs sparen, alles Wichtige erledigen Sie auf einem kleinen Tablet-Computer, der via WLAN oder Handynetz auf Ihre Dateien in der "Cloud" zugreift. Wenn Sie sich die taschenbuchgroße Maschine auch an den Kopf halten mögen (oder ein Headset anschließen), brauchen Sie kein Mobiltelefon mehr. Sind Sie zu Hause, telefonieren Sie natürlich nicht über die Handy-Verbindung, sondern nutzen das Gerät wahlweise als DECT-Telefon im Festnetz oder übers Internet als Video-Telefon.

Klingt gut? Geschmacksache. Klingt realistisch? Da habe ich meine Zweifel. Nachdem die ersten und wenig erfolgreichen MP3-Player dank Apples iPod als brauchbare Geräte fest im Gimmick-Markt etabliert wurden, kamen erst die Netbooks (anfangs sogar überwiegend Linux-basiert) in den Rucksack, und jetzt wollen die Tablets als Mischwesen aus Handy und Netbook Ihnen das Tippen auf Tastaturen abgewöhnen: "Wischen" ist in. Das ist ambitioniert, und Apple hat mit dem iPad gezeigt, dass die Technik funktioniert. Aber die Tippgeschwindigkeit, die mit einer auf dem Touchscreen angezeigten Tastatur erreichbar ist, kommt gegen klassische Keyboards nicht an. Mit solchen Geräten eine Office-Anwendung zu nutzen, macht wenig Spaß und ist nicht besonders produktiv. Gute Spracherkennung gibt es auch bis heute nicht, obwohl seit Jahrzehnten daran geforscht wird. Vorerst werden wir also wohl weiter mit PCs arbeiten. Und darauf Linux-Anwendungen öffnen und Shell-Befehle eingeben, wenn es richtig schnell gehen soll. Wir zeigen in dieser Ausgabe aber schon einmal, was mobil möglich ist und was Sie als Linux-Anwender mit Smart Phones, iPads & Co. anfangen können.

Neue Services

EasyLinux führt mit dieser Ausgabe ein paar neue Services ein:

  • Short URL Service: EasyLinux-Artikel enthalten oft am Ende einen Info-Kasten mit einigen Links. Diese sind teilweise so lang, dass es aufwendig und fehlerträchtig ist, sie aus dem Heft abzutippen. Darum haben wir einen eigenen Short-URL-Service (vergleichbar mit bit.ly) gestartet, den Sie unter der Domain ezlx.de erreichen. Adressen im Info-Kasten finden Sie weiterhin in voller Länge (um erkennen zu können, wohin die Reise geht), aber dahinter steht in Klammern stets eine Adresse im Format http://ezlx.de/a4a3. Dabei sind die kurzen URLs nicht zufällig (wie bei anderen Short-URL-Anbietern), sondern haben eine Bedeutung: Im Beispiel steht a4 für Ausgabe 04/2010 (dieses Heft; die nächste Nummer 01/2011 bekommt das Kürzel b1), das folgende a kennzeichnet den ersten Artikel im Heft (dieses Editorial), und danach folgt eine Nummer für einen der Links aus diesem Artikel. Suchen Sie eine Übersicht aller Links aus einem Heft, können Sie auch (noch kürzer) http://ezlx.de/a4 eingeben. Ein gutes Beispiel für die Nützlichkeit finden Sie im Link zum Artikelarchiv der letzten Ausgabe [1].
  • Facebook-Seite: Auf Facebook sind wir nun auch präsent [2]. Hier pflegen wir u. a. ein Fotoalbum, über das Sie einen Blick auf die Redaktionsarbeit werfen können. Schauen Sie doch mal vorbei, die Seite können Sie auch ohne eigenen Facebook-Account betrachten.
  • Redaktions-Blog: Die Redaktion hat nun ein eigenes Blog [3]. Erfahren Sie mehr über die Menschen, die das Heft für Sie gestalten: Redakteure, freie Autoren und Layouter wollen wir in Interviews vorstellen und über Spannendes aus dem Redaktionsalltag berichten (Abbildung 1).

Wir hoffen, dass Sie die neuen Angebote nützlich finden.

Abbildung 1: Im neuen EasyLinux-Blog erfahren Sie mehr über die EasyLinux-Mitarbeiter.

Leserumfrage

Die Ergebnisse unserer im letzten Heft gestarteten Leserumfrage finden Sie auf Seite 8. Wir danken allen, die mitgemacht haben und uns damit unterstützen.

Hans-Georg Eßer

Chefredakteur EasyLinux

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