AA_produktphoto.png

Tastatur mit Maus

Bluetooth-Tastatur mit Touchpad von KeySonic

15.10.2010
Auf den ersten Blick ist das kompakte Keyboard 540 BT von Keysonic eine gewöhnliche drahtlose Tastatur. Doch mit Bluetooth und einem Touchpad verfügt es über gleich zwei Spezialitäten.

Drahtlose Geräte sorgen für mehr Ordnung auf dem Schreibtisch und machen auch in der Handhabung Spaß. Eine besonders kompakte Lösung für eine schnurlose Tastatur und Maus kommt von Keysonic und trägt die Typenbezeichnung ACK-540 BT. Das Keysonic-Gerät kostet rund 50 Euro im Internethandel und arbeitet problemlos mit aktuellen Linux-Distributionen zusammen.

Die Einrichtung der Bluetooth-Tastatur unterscheidet sich je nach Distribution und grafischer Arbeitsumgebung. Der Artikel beschreibt im Folgenden das Setup unter KDE mit OpenSuse 11.3 und unter Gnome mit Ubuntu 10.04. Einige generelle Informationen zu Bluetooth unter Linux finden Sie im Kasten Bluetooth-Grundlagen.

Bluetooth-Grundlagen

Bei Bluetooth handelt es sich um eine Funktechnologie, die sehr wenig Strom verbraucht und deshalb nur auf Reichweiten von rund zehn Metern ausgelegt ist. In vielen Notebooks befindet sich ein eingebauter Bluetooth-Adapter, Keysonic hat dem Keyboard aber auch einen winzigen Bluetooth-Dongle beigelegt. Die Tastatur können Sie somit nach dem Kauf auch an einem Rechner betreiben, der über keinen eingebauten Bluetooth-Adapter verfügt. Im Unterschied zu anderen Funkgeräten läuft Bluetooth-Hardware aber mit jedem beliebigen Dongle, Sie können das Keyboard somit auch mit einem anderen PC oder einem Mobiltelefon benutzen (falls dieses Bluetooth unterstützt).

Um zu überprüfen, ob Ihr Rechner einen Bluetooth-Adapter besitzt bzw. der angeschlossene Adapter korrekt erkannt wurde, öffnen Sie über [Alt]+[F2] und den Befehl konsole ein Terminalfenster und geben hier den Befehl

hcitool dev

ein (Abbildung 1). Nach vorhandenen Bluetooth-Geräten in der Umgebung sucht der Befehl hcitool scan (Abbildung 1, zweiter Befehl). Damit Bluetooth-Hardware über diesen Befehl gefunden wird, muss diese im so genannten Sichtbar-Modus sein. Beim Keysonic-Keyboard drücken Sie dazu den Pairing-Button an der Geräterückseite.

Abbildung 1: Mit diesen zwei Befehlen überprüfen Sie die grundlegende Hardware-Funktionalität von Bluetooth-Geräten.

Setup unter KDE

KDE zeigt in der Regel bei Rechnern mit einem Bluetooth-Adapter im Panel ein passendes Symbol für den KDE-Bluetooth-Dienst an. Falls Sie dieses nicht sehen sollten, müssen Sie zunächst diesen Dienst über den Befehl kbluetooth starten. Klicken Sie anschließend im Panel auf das Bluetooth-Symbol und wählen Sie den Eintrag Geräteverwaltung aus (Abbildung 2). Folgen Sie nun den Schritten des Assistenten:

Abbildung 2: Unter KDE starten Sie die Geräteverwaltung über einen Klick auf das KBluetooth-Symbol.
  1. Schalten Sie die Keysonic-Tastatur ein und klicken Sie auf den Pairing-Button an der Geräterückseite.
  2. Im ersten Dialog klicken Sie auf Neu, um die Tastatur hinzuzufügen. Nach einem Klick auf Next sucht der Assistent nach Bluetooth-Geräten.
  3. Markieren Sie den Eintrag BTKB-3E4D und klicken Sie auf Next (Abbildung 3). Zeigt das Tool die Tastatur nicht an, haben Sie eventuell den Pairing-Modus nicht aktiviert. Achten Sie darauf, dass die linke blaue LED mit den zwei Steckern blinkt.
  4. Es folgt das so genannte Pairing, bei dem sich der Computer mit dem Keyboard vertraut macht. Dazu müssen Sie zunächst mit einem traditionellen Keyboard einen PIN-Code eintippen und auf OK klicken (Abbildung 4). Sie können dazu eine beliebige Zahlenkombination wählen.
  5. Wiederholen Sie diesen Code auf der Bluetooth-Tastatur und drücken Sie [Eingabe]. Die linke blaue LED sollte nun aufhören zu blinken, so dass alle drei LEDs aus sind. Sie können das drahtlose Keyboard und das Touchpad nun benutzen.

    Abbildung 3: Das KDE-Tool hat eine neue Tastatur gefunden.
    Abbildung 4: Für die PIN-Eingabe benötigen Sie unter KDE noch eine traditionelle Tastatur.

Wenn Sie das Keyboard über längere Zeit nicht benutzen, versetzt es sich in einen Stromsparmodus. Die Kontaktaufnahme dauert dann in der Regel rund ein Sekunde lang. Bei Problemen schalten Sie das Keyboard aus und wieder ein. Beim ersten solchen Vorgang zeigt KDE eine Meldung an und will wissen, ob sich das Bluetooth-Gerät mit dem Rechner verbinden darf (Abbildung 5). Wählen Sie hier Immer vertrauen, damit der Stromsparmodus möglichst wenig Probleme verursacht. Das Ein- und Ausschalten des Keyboards sollte sich so komplett vermeiden lassen.

Abbildung 5: Wenn dieser Dialog erscheint, wählen Sie am besten "Immer vertrauen", um keine Warnmeldungen mehr zu erhalten.

Bereitet Ihnen die Einrichtung mit dem KDE-eigenen Tool Probleme, können Sie das Setup auch über das entsprechende Gnome-Werkzeug vornehmen, wie im folgenden Abschnitt beschrieben. Es löst die PIN-Eingabe eleganter, da Sie lediglich einen vorgegebenen Code auf der Bluetooth-Tastatur eintippen müssen. Sie starten den Bluetooth-Assistenten von Gnome über [Alt]+[F2] und den Befehl bluetooth-wizard. Dazu muss das Paket gnome-bluetooth installiert sein.

Setup unter Gnome

Die Einrichtung des Bluetooth-Keyboard ist unter Gnome ebenso einfach. Hier benötigen Sie zudem kein zusätzliches Keyboard für die PIN-Eingabe, eine Maus reicht für das Setup:

  1. Klicken Sie im Gnome-Panel auf das Bluetooth-Symbol und wählen Sie den Eintrag Neues Gerät konfigurieren (Abbildung 6).

    Abbildung 6: Das Setup unter Gnome bereitet ebenfalls keinerlei Probleme.
  2. Schalten Sie das Keyboard ein und drücken Sie die Pairing-Taste an der Geräterückseite. Achten Sie darauf, dass die blaue LED neben dem Symbol mit den zwei Steckern blinkt.
  3. Klicken Sie auf Vor und warten Sie bis das Gnome-Tool die Bluetooth-Tastatur erkannt hat (Abbildung 7). Markieren Sie den Eintrag BTKB-3E4D und wählen Sie Vor.

    Abbildung 7: Der Gnome-Assistent hat die neue Tastatur erkannt.
  4. Im letzten Schritt zeigt das Gnome-Tool einen sechstelligen PIN-Code an (Abbildung 8) (unter KDE müssen Sie selbst einen Code eingeben, was eine zusätzliche Tastatur voraussetzt). Geben Sie den angezeigten Code auf der Bluetooth-Tastatur ein und bestätigen Sie mit [Eingabe].

    Abbildung 8: Das Gnome-Programm schickt automatisch einen sechsstelligen Code an die Tastatur.

Die Keysonic-Tastatur ist nach diesen Schritten einsatzbereit.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 

Related content

Kommentare

Infos zur Publikation

title_2014_03

Digitale Ausgabe: Preis € 9,80
(inkl. 19% MwSt.)

EasyLinux erscheint vierteljährlich und kostet EUR 9,80. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der EasyLinux-Homepage.

Das EasyLinux-Jahresabo mit Prämie kostet ab EUR 33,30. Details zum EasyLinux-Jahresabo finden Sie im Medialinx-Shop.

NEU: DIGITALE AUSGABEN FÜR TABLET & SMARTPHONE

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist auch ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!      

Tipp der Woche

Schnell Multi-Boot-Medien mit MultiCD erstellen
Schnell Multi-Boot-Medien mit MultiCD erstellen
Tim Schürmann, 24.06.2014 12:40, 0 Kommentare

Wer mehrere nützliche Live-Systeme auf eine DVD brennen möchte, kommt mit den Startmedienerstellern der Distributionen nicht besonders weit: Diese ...

Aktuelle Fragen

Server antwortet mit falschem Namen
oin notna, 21.07.2014 19:13, 0 Antworten
Hallo liebe Community, Ich habe mit Apache einen Server aufgesetzt. Soweit, so gut. Im Heimnet...
o2 surfstick software für ubuntu?
daniel soltek, 15.07.2014 18:27, 1 Antworten
hallo zusammen, habe mir einen o2 surfstick huawei bestellt und gerade festgestellt, das der nic...
Öhm - wozu Benutzername, wenn man dann hier mit Klarnamen angezeigt wird?
Thomas Kallay, 03.07.2014 20:30, 1 Antworten
Hallo Team von Linux-Community, kleine Zwischenfrage: warum muß man beim Registrieren einen Us...
openSUSE 13.1 - Login-Problem wg. Fehler im Intel-Grafiktreiber?
Thomas Kallay, 03.07.2014 20:26, 8 Antworten
Hallo Linux-Community, habe hier ein sogenanntes Hybrid-Notebook laufen, mit einer Intel-HD460...
Fernwartung für Linux?
Alfred Böllmann, 20.06.2014 15:30, 7 Antworten
Hi liebe Linux-Freunde, bin beim klassischen Probleme googeln auf www.expertiger.de gestoßen, ei...