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Effizienter arbeiten mit Gimp

Anwender-Tipps und kleine Kniffe zu Gimp

14.09.2010 Die hier aufgeführten Tipps und Tricks bringen Ihnen Gimp-Funktionen und -Arbeitstechniken näher. Wir zeigen Ihnen, welche tollen Effekte sich hinter so manchem Filtermenü verstecken und wie Sie einfache Desktop-Objekte erstellen.

Tipp: Metallische Texteffekte

Gerade wenn es schnell gehen muss, greift man gern auf fertige Filterabläufe zurück. Eine Reihe von interessanten Metalleffekten befinden sich im Menüpunkt Filter / Alpha als Logo. Der Name Alpha deutet bereits an, dass die Effekte nur auf Ebenen mit einem Alphakanal funktionieren. Gibt es keinen Alphakanal, stellt Gimp den Inhalt der Filterliste als inaktiv dar. In unserem Beispiel zeigen wir Ihnen die Effekte Chrom, Glühendheiß und Kaltes Metall (Abbildung 1). In jedem Fall erstellen Sie zunächst ein neues Bild ([Strg]+[N]) in passender Größe und beliebiger Hintergrundfarbe. Aktivieren Sie das Textwerkzeug ([T]) und tragen Sie einen Text in das Bildfenster ein. Den eingegebenen Text legt Gimp automatisch auf einer neuen Ebene ab. Diese Textebene besitzt bereits einen Alphakanal. Die beschriebenen Filter wenden Sie direkt auf diese Ebene an.

Abbildung 1

Abbildung 1: Hinter dem Filterbereich "Alpha als Logo" verbergen sich viele interessante Metalleffekte wie "Glühendheiß", "Kaltes Metall" und "Chrom".

Zunächst zum Chromfilter:

  1. Zum Erstellen des Chrom-Effekts wählen Sie im Bildmenü Filter / Alpha als Logo / Chrom.
  2. Es öffnet sich das Dialogfenster Script-Fu: Chrom. Eine Anpassung bei Versatz (Pixelx2) bewirkt, dass sich der Metallschimmer auf der Oberfläche verstärkt. Der vorgegebene Wert liefert bereits ein passables Ergebnis. Die Hintergrundfarbe ändern Sie auf einen beliebigen Farbwert.
  3. Über die Schaltfläche OK starten Sie den Filterprozess. Neben der Hintergrundebene erzeugt Gimp sowohl eine Ebenenmaske als auch eine Ebene mit dem Schatteneffekt. Das Bild verkleinert sich auf die Größe der Textebene.

Interessant ist auch der Glühendheiß Effekt, welcher vor Hitze glühendes Metall imitiert.

  1. Über Filter / Alpha als Logo / Glühendheiß im Bildmenü rufen Sie das Dialogfenster des Filters auf.
  2. Je nachdem, wie stark das Metall glühen soll, erhöhen Sie hier die Effektgröße (Pixel). Je dunkler die Hintergrundfarbe ist, desto besser kommt der Effekt zur Geltung.
  3. Starten Sie über die Schaltfläche OK den Filterprozess.

Zum Schluss stellen wir Ihnen noch den Filter Kaltes Metall vor.

  1. Über Filter / Alpha als Logo / Kaltes Metall im Bildmenü öffnen Sie das Dialogfenster Skript-Fu: Kaltes Metall.
  2. Legen Sie hier die Effektgröße (Pixel) und die Hintergrundfarbe nach Bedarf fest. Zusätzlich stehen mit einem Klick auf die farbige Schaltfläche bei Farbverlauf mehrere Farbauswahlen bereit. Besonders geeignet für einen metallischen Look sind hier Brushed Aluminium, Cold Steel 2, Golden, Metallic Something und Rounded edge. Experimentieren Sie mit den verschiedenen Farbverläufen und aktivieren Sie den Filter über OK.

Tipp: Retrostrahlen schnell und einfach

Der Retrostyle war vor allem in den 70ern beliebt und erlebt gerade wieder ein Revival. In unserem Tipp zeigen wir, wie Sie mit Gimp bunte Retrostrahlen erzeugen.

Erstellen Sie dafür ein neues Bild beliebiger Größe. Wählen Sie für die Vorder- und Hintergrundfarbe jeweils zwei knallige Farbtöne aus. Füllen Sie die Hintergrund-Ebene über das Füllwerkzeug ([Umschalt]+[B]) mit der Vordergrundfarbe. Wechseln Sie anschließend über [X] zur Hintergrundfarbe. Rufen Sie über Filter / Render / Linienexplosion im Bildmenü den Filterdialog Skript-Fu: Linienexplosion auf.

Die in Abbildung 2 gezeigten Einstellungen sind ideal für relativ gleich breite Streifen, die am Bildrand enden.

Abbildung 2

Abbildung 2: Holen Sie sich den Sommer zurück auf den Bildschirm. Mit ein paar Mausklicks erzeugen Sie den angesagten Retrolook.

  • Je geringer der Wert bei Linienanzahl ist, desto schmaler werden die Streifen in der Vordergrundfarbe.
  • Falls Sie bei Schärfe (Grad) einen höheren Wert einstellen, reichen die Strahlen nicht mehr bis zum Bildrand.
  • Je kleiner der Radiusversatz ausfällt, desto enger stoßen die Enden in der Mitte zusammen.
  • Die Angabe für Zufälligkeit ist sinnvoll, wenn Sie einen hohen Wert für die Schärfe eintragen. Dann ist die ungleichmäßig lange Strahlenlänge gut erkennbar, die Sie hier durch Anpassungen erzeugen.

Experimentieren Sie ruhig ein wenig mit den Optionen in diesem Dialog, um die unterschiedliche Strahlenwirkung zu testen. Das abschließend erzeugte Bild eignet sich gut als Basis für einen neuen Desktop-Hintergrund.

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