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Billig oder preiswert?

Android-Smartphone T-Mobile Pulse im Test

27.09.2010
T-Mobile bietet für weniger als 200 Euro ein vertragsfreies Andoid-Smartphone an. Was es für dieses Budget bietet, zeigt der Test.

Im Oktober letzten Jahres brachte T-Mobile das von der chinesischen Firma Huawei gefertigte Smartphone Pulse (Abbildung 1) auf den Markt. Der Einstandspreis ohne Vertrag belief sich damals auf 290 Euro, seitdem rutschten die Preise aber gewaltig und erreichten ihren Tiefststand von etwa 150 Euro im August [1].

Abbildung 1: Das T-Mobile Pulse produziert der chinesische Hersteller Huawei. Es basiert im Auslieferungszustand auf Android 1.5 und bringt ein 3,5-Zoll-Display mit.

Die rege Nachfrage nach Android-basierten Smartphones führte jedoch dazu, dass die Preise derzeit extrem schwanken: So war es während des Tests bei Amazon teilweise nur für 280 Euro zu haben, einen Tag danach aber schon schon wieder für 147 Euro.

Allerdings verwundert das angesichts des Gebotenen nicht, da das Pulse in der Tat mit Qualitäten aufwartet, die selbst erheblich teurere Geräte dieser Klasse nicht bieten.

Innere Werte

Zum Lieferumfang gehören neben dem Handy ein zweiter, weißer Akkudeckel, eine 2 GByte große Micro-SD-Karte, ein USB-Ladekabel samt Netzadapter, ein Stereo-Headset, ein 3,5-mm-Klinkenadapter sowie eine Handytasche. Als Prozessor kommt ein 528-MHz-ARM-Chip von Qualcomm zum Einsatz. Das ist angesichts der 1-GHz-Prozessoren neuerer Geräte vergleichsweise schwach und macht sich auch in der Praxis entsprechend bemerkbar. So dauert das Umschalten der virtuellen Tastatur vom Hoch- aufs Querformat beim Kippen des Smartphones drei bis vier Sekunden, während die schnelleren Geräte praktisch sofort umschwenken. Auch der Aufruf rechenintensiver Programme, z. B. von Google Maps oder dem Webbrowser, geht vergleichsweise langsam vonstatten. Davon ist während des Betriebs allerdings kaum etwas zu merken: Weder die Anzeige großer Webseiten noch die Navigation bereiteten dem Gerät Probleme. Recht gemächlich lässt es das Pulse beim Booten angehen, es benötigte es im Test etwa 80 Sekunden.

Problematischer ist in der Praxis der geringe interne Speicher von 256 MByte, den zum Großteil das Betriebssystem belegt. Je nach Größe reichen bereits 20 nachinstallierte Apps, um den verbleibenden Platz zu füllen und eine Warnmeldung wegen Speichermangels auszulösen.

Zwar unterstützt das Gerät externe Micro-SD-Karten von bis zu 16 GByte (eine 2-GByte-Karte liegt dem Gerät bei), jedoch gestattet es erst Android 2.2, die Apps darin zu installieren.

Sehenswert

Im wahrsten Sinne des Wortes als Lichtblick erweist sich das 3,5-Zoll-Display mit einer Auflösung von 320 x 480 Pixeln und einer Farbtiefe von 16 Millionen Farben. Es zeigt den Desktop gestochen scharf an und lässt sich auch bei direkter Sonneneinstrahlung noch relativ gut ablesen. Selbst wesentlich teurere Konkurrenten wie das Google-Phone Nexus One halten da nicht mit. Abstriche müssen Sie jedoch beim kapazitiven Display in Kauf nehmen, das sich systembedingt ausschließlich mit dem Finger bedienen lässt. Auf eine Multitouch-Unterstützung verzichtet der Hersteller. Die erlaubt es bei anderen Geräten z. B., in eine Webseite oder ein Bild zu zoomen, indem man zwei Finger zusammenzieht.

Alternativ navigieren Sie in der Oberfläche über den eingebauten Trackball am unteren Ende des Displays, der prinzipiell wie eine Maus funktioniert und Eingaben per Druck auf den Ball entgegennimmt (Abbildung 2).

Abbildung 2: Der integrierte Trackball bietet eine Alternative zur Navigation auf dem Touchscreen.

Mit den beiden äußeren Tasten nehmen Sie Anrufe entgegen oder beenden sie. Menü zeigt kontextsensitiv Zusatzoptionen gestarteter Programme an. Die Taste mit dem Haus-Symbol arbeitet ähnlich einer Rück-Taste: Mit ihr verlassen Sie z. B. Programme oder kehren zum Default-Desktop zurück. Über den realen Knöpfen zeigt der Screen eine Leiste mit vier Buttons. Der erste von links öffnet die Kontakte, der zweite die Programmübersicht, der dritte die SMS-Funktion und der vierte zoomt aus dem Desktop heraus und zeigt die virtuellen Desktops im Überblick.

Mit dem Ausschalter an der linken Gehäuseseite schalten Sie das Gerät bei kurzem Druck in den Schlafmodus, bei längerem Drücken erscheint ein Auswahlmenü, in dem Sie das Gerät herunterfahren oder in den Flugzeugmodus schicken. Des weiteren erreichen Sie darüber die zuletzt ausgeführten Anwendungen.

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