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10-Zoll Netbook von Dell mit Ubuntu 10.04

Ubuntu-Netbook

Auch wenn Dell die meisten Rechner mit Windows anbietet, gibt es viele Angebote auf Anfrage auch mit vorinstalliertem Ubuntu. Eines dieser Angebote ist das Netbook Inspiron Mini 1018, das die Redaktion getestet hat.

Nach einem anfänglich sehr breiten Spektrum an Linux-Rechnern hat Dell sein Linux-Angebot für Privatkunden in letzter Zeit wieder etwas zurückgefahren. Wer einen PC mit Linux und ohne Windows möchte, kommt in vielen Fällen nicht darum herum, sein Gerät per Telefon zu bestellen und mit Nachdruck auf Linux zu beharren. Dies gilt auch für das von der Redaktion getestete Inspiron Mini 1018 mit einem Atom-N455-Prozessor von Intel, 1 GByte Arbeitsspeicher und einer wahlweise 160 oder 250 GByte großen Festplatte: Möchten Sie das System online bestellen, stehen nur Geräte mit Windows 7 Starter Edition zur Auswahl, per Telefon klappt es auch mit Linux.

Die Hardware

Das Inspiron Mini 1018 [1] macht einen soliden und gut verarbeiteten Eindruck. Es liegt sehr gut in der Hand und lässt sich dank des etwas herausragenden Akkus (bzw. des vorgezogenen Displays) auch in aufgeklapptem Zustand gut tragen. Auf der gut angeordneten und über sämtliche Tasten verfügenden Tastatur lässt es sich angenehm und schnell tippen. Auch das Touchpad hat eine gute Haptik, einzig die zwei separaten Maustasten sind den Dell-Ingenieuren nicht besonders gut gelungen: Sie sinken beim Tastendruck über 2 mm tief gegenüber dem Touchpad ab. Der Druckpunkt ist hingegen angenehm, und es ist kein lautes Klicken zu hören.

Das spiegelnde Display stellt die für Netbooks üblichen 1024 x 600 Pixel dar. Die Helligkeit lässt sich über die Hotkeys in sechs Stufen regeln, und der Bildschirminhalt ist (außer bei direktem Sonnenlicht) eigentlich in jeder Umgebung gut zu erkennen. Apropos Hotkeys: Dell hat bei den Funktionstasten die Anordnung der Sondertasten mit den [Fn]-Tasten vertauscht. Um die Helligkeit zu ändern oder die Lautstärke zu regeln, müssen Sie somit keine Kombination mit [Fn] drücken, sondern nur die jeweilige Taste betätigen. Möchten Sie hingegen [Alt]+[F2] aufrufen, müssen Sie dazu [Alt]+[Fn]+[F2] drücken. Je nach Nutzungsart des Netbooks kann dies von Vorteil sein oder stören, im Test empfanden wir es als Vorteil, da man bei einem Notebook die Tasten für Lautstärke- und Helligkeitsregelung öfter als die eigentlichen Funktionstasten benötigt.

Dell verspricht für das Inspiron Mini 1018 mit 6-Zellen-Akku eine Laufzeit von bis zu sieben Stunden. In den Tests konnten wir die gute Laufzeit des Netbooks bestätigen: Über sechs Stunden ließ sich damit bei komplett beleuchtetem Display aber ohne WLAN arbeiten; setzt man die Helligkeit herunter, dann sind durchaus auch sieben Stunden drin. Bei einer intensiven Nutzung mit WLAN und Audio-/Video-Wiedergabe liegt die Akkulaufzeit bei fünf bis sechs Stunden.

Ubuntu Netbook Remix

Bei der vorinstallierten Linux-Version hat sich Dell für die Ubuntu-Variante Netbook Remix in der Version 10.04 entschieden. Dabei handelt es sich um eine speziell für Netbooks angepasste Ubuntu-Version. Sie basiert zwar technisch auf den gleichen Komponenten wie Ubuntu 10.04 (Kernel, Software-Auswahl und andere Komponenten), setzt aber eine auf kleine Bildschirme optimierte grafische Oberfläche ein (Abbildung 1).

Abbildung 1: Die speziell auf kleine Bildschirme angepasste Netbook-Oberfläche von Ubuntu 10.04.

Beim ersten Start des Ubuntu-Systems wählen Sie die Sprache aus und legen ein Benutzerkonto an. Dabei können Sie auch eine Sicherheitskopie des Standardsystems auf einen USB-Stick vornehmen (Abbildung 2). Abgesehen davon unterscheidet sich die grafische Oberfläche nicht von der Ubuntu-Netbook-Version, die es bei Canonical frei zum Download gibt [2].

Abbildung 2: Bei der ersten Inbetriebnahme bietet Ihnen Dell an, ein Backup-Medium zu erstellen.

Das Powermanagement funktionierte in den Test ausgezeichnet: Beim Zuklappen des Displays versetzt sich der Rechner automatisch in den Schlafzustand, aus dem er beim Aufklappen innerhalb Sekundenfrist wieder aufwacht.

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