Installation in Suse-Grün
Die Installation von OpenSuse 11.3
Partitionen anlegen
Installieren Sie Linux neben Windows und möchten die Größe der Partitionen ändern, wählen Sie Partitionsaufbau bearbeiten (Abbildung 5). Sind Sie sich nicht sicher, wie es weitergehen soll, wählen Sie ebenfalls diesen Menüpunkt. In beiden Fällen landen Sie beim Dialog Benutzerdefinierte Partitionierung. Der Artikel beschreibt im Folgenden, welche Partitionen Sie für eine erfolgreiche Installation von OpenSuse benötigen und wie Sie diese anlegen. Bei Auflösungen unter 1280 x 1024 Pixeln zeigt der Dialog den Text der meisten Buttons vermutlich nur teilweise an. Mehr Platz schaffen Sie, indem Sie die linke Spalte über die drei grauen Punkte mit der Maus einfach ausblenden.
- Um eine neue Partition anzulegen, klicken Sie in der Systemansicht auf das Pluszeichen vor der gewünschten Festplatte, bis unter dem Festplattensymbol die Gerätebezeichnung erscheint (in der Regel
/dev/sdafür die erste Festplatte). In der rechten Fensterhälfte zeigt das Partitionierungsmodul nun die drei Reiter Überblick, Partitionen und Benutzte Geräte an. - Wechseln Sie auf den Reiter Partitionen und wählen Sie Hinzufügen.
- Wählen Sie als Typ Erweiterte Partition und teilen Sie der neuen Partition sämtlichen freien Speicher zu (Maximale Größe). Die Übersicht zeigt jetzt einen neuen Eintrag vom Typ Extended an.
- Klicken Sie erneut auf Hinzufügen, um innerhalb der erweiterten Partition eine logische Partition zu erstellen. Richten Sie zunächst eine Partition für den virtuellen Speicher (Swap) ein. Auf diese Partition schreibt das System, wenn im Hauptspeicher (RAM) kein freier Platz mehr ist. Wählen Sie dazu als Benutzerdefinierte Größe rund 1 GByte und klicken Sie auf Weiter
- Markieren Sie den Punkt Partition formatieren und wählen Sie unter Dateisystem den Eintrag Swap aus. Ein Klick auf Beenden legt den Swapbereich an.
- Klicken Sie auf Hinzufügen und markieren Sie die Checkbox Maximale Größe (falls Sie keine separate
/home-Partition anlegen möchten, sonst zwischen 10 und 20 GByte). Nach einem Klick auf Weiter markieren Sie die Checkbox Partition formatieren, wählen als DateisystemExt4und markieren die Checkbox Partition einhängen. Als Einhängepunkt wählen Sie den Schrägstrich aus (Abbildung 6).
Nach einem Klick auf Beenden sollten Sie jetzt mindestens drei Einträge sehen: Extended, Swap und Linux native. Haben Sie vor der Installation bereits unter Windows eine Partition für OpenSuse angelegt, dann markieren Sie diese, wählen Löschen und legen dann wie oben beschrieben die benötigten zwei Partitionen an. Beachten Sie, dass beim Löschen von Partitionen sämtliche Daten darauf verloren gehen. Sind Sie mit der Partitionierung fertig, führt Sie ein Klick auf Übernehmen wieder zum Dialog Vorschlag für Partitionierung zurück. Hier setzen Sie die Installation mit einem Klick auf Weiter fort.
Letzte Schritte
Im Dialog Neuen Benutzer erstellen geben Sie Ihren Namen, einen Login-Namen (Benutzername) und ein Passwort an. In der Grundeinstellung benutzt OpenSuse das angegebene Passwort auch für den Systemadministrator Root, möchten Sie für Root ein anderes Passwort vergeben, müssen Sie die Markierung vor der Checkbox Benutze das Passwort für den Systemadministrator entfernen.
Es folgt der Dialog Installationseinstellungen (Abbildung 7): Er listet nochmals sämtliche Punkte auf, die YaST nach einem Klick auf Installieren durchführen wird. Per Mausklick auf eine der grünen Überschriften oder über die Dropdown-Liste Ändern können Sie die Einstellungen nochmals anpassen. Wählen Sie in diesem Dialog Abbrechen, startet YaST den Rechner nach einer kurzen Rückfrage neu, ohne am System etwas zu ändern. Per Klick auf Installation richtet YaST die ausgewählten Partitionen ein und überträgt die Software von der DVD auf die Festplatte. Der Vorgang dauert je nach verfügbarem Hauptspeicher und CPU-Geschwindigkeit zwischen 15 und 30 Minuten. Sie sehen dabei eine kleine Diashow.
Nachdem YaST die ausgewählten Pakete installiert hat, bootet das System. Da sich die DVD noch im Laufwerk befindet, sehen Sie nun wieder den Startbildschirm der OpenSuse-DVD. Drücken Sie hier einfach [Eingabe], um von der Festplatte zu booten. Haben Sie an den Einstellungen zur automatischen Konfiguration nichts geändert, richtet YaST nun die zentralen Hardwarekomponenten wie Netzwerk-, Grafik- und Soundkarte ohne Zutun ein. Nach Klicks auf Weiter und Beenden startet OpenSuse die grafische Oberfläche KDE.



