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Installation in Suse-Grün

Die Installation von OpenSuse 11.3

Willkommen bei YaST

Nach der Auswahl von Installation begrüßt Sie das OpenSuse-Installations- und Systemverwaltungsprogramm YaST. Im Willkommensdialog sehen Sie neben einer Kurzinfo zum Datenträger die Lizenzvereinbarung von Novell sowie Sprach- und Tastaturauswahl. Mit einem Klick auf Weiter landen Sie bei der Auswahl der Installationsart. Befindet sich auf dem Rechner schon ein OpenSuse-System, können Sie dieses aktualisieren. Alternativ nehmen Sie das Update direkt im alten System (idealerweise OpenSuse 11.1) vor. Über die Checkbox Reparatur eines installierten Systems landen Sie im Systemreparaturmodus. Da dieser Teil von YaST erfahrungsgemäß nicht sehr fleißig geprüft wird, sollten Sie diese Auswahl nur dann treffen, wenn Sie Ihr Linux-System zum Beispiel nicht mehr starten können. Dazu brechen Sie die Installation an einer beliebigen Stelle ab und wählen dann aus dem Textmenü Start Installaton / Boot installed system.

OpenSuse richtet die Hardware Ihres Rechners vollautomatisch ein. Sollten dabei Probleme auftreten, müssen Sie die Markierung vor der Checkbox Automatische Konfiguration verwenden entfernen. Ein Klick auf Weiter führt Sie zur Zeitzonen-Auswahl. Hier müssen Sie in der Regel bei der passenden Sprachauswahl nur auf Weiter klicken.

Desktop und Partitionierung

Mit Version 11.3 kehrt KDE als Standarddesktop von OpenSuse zurück. Sind Sie KDE-Fan beziehungsweise an KDE gewöhnt, dann bringt Sie Weiter zum nächsten Dialog. Gnome-Nutzer müssen hier explizit den Eintrag Gnome markieren. Für einen XFCE-Desktop oder spezielle Ansprüche ohne grafische Oberfläche, wählen Sie Andere. Verfügt Ihr Rechner über 512 MByte Hauptspeicher oder weniger, dann sollten Sie anstelle von KDE oder Gnome den neuen schlanken Desktop LXDE installieren. Er ist in OpenSuse 11.3 zum ersten Mal mit dabei. Markieren Sie dazu den Eintrag Andere und wählen Sie danach LXDE aus der Liste aus.

Unabhängig vom gewählten Desktop landen Sie im nächsten Schritt beim Partitionierungsdialog von YaST. Unter Linux ordnet man jeder Partition einen so genannten Einhängepunkt (mount point) zu. Das Pendant zum Windows-Verzeichnis C:\ heißt unter Linux Wurzelverzeichnis. Es hat einen Schrägstrich / als Einhängepunkt. Hier liegt das eigentliche System. Für / müssen Sie eine eigene Partition anlegen, da Sie sonst nicht installieren können. Die Größe der Partition hängt von der Festplatte ab. Mindestens 2 GByte sollten es sein, mehr als 10 GByte lohnt sich kaum. Eine weitere Partition müssen Sie für den virtuellen Speicher, den so genannten Swap-Bereich anlegen. Diese Partition sollte mindestens so groß wie der Arbeitsspeicher Ihres Rechners sein. Mit 1 bis 2 GByte sind Sie auf der sicheren Seite. Der virtuelle Speicher benötigt keinen Einhängepunkt.

Wann immer möglich, sollten Sie für das Verzeichnis /home ebenfalls eine separate Partition anlegen. Diese entspricht ungefähr dem Verzeichnis Eigene Dateien unter Windows. Linux speichert hier aber nicht nur Dokumente, sondern auch sämtliche persönlichen Einstellungen, Schriften, Symbole, Hintergrundbilder und so weiter. Je größer /home ist, desto mehr Platz haben Sie für Ihre Daten.

OpenSuse versucht, den vorhandenen Plattenplatz so optimal wie möglich aufzuteilen. In den meisten Fällen geht das durch eine Verkleinerung bestehender Partitionen und dem Anlegen von zusätzlichen. In wenigen Fällen schlägt YaST aber auch vor, Partitionen zu löschen. Dadurch gehen sämtliche Daten auf der angegebenen Partition verloren. Achten Sie deshalb besonders auf die Einträge, die YaST in Rot markiert hat.

Schauen Sie sich den Vorschlag von YaST genau an und entscheiden Sie sich dann für eine der folgenden Möglichkeiten:

  • Vorschlag annehmen -> Klick auf Weiter
  • Vorschlag teilweise annehmen -> Klick auf Partitionsaufbau bearbeiten
  • Vorschlag komplett ignorieren -> Klick auf Partitionsaufbau erstellen

Die Checkbox LVM-basiert richtet sich an erfahrene Nutzer mit speziellen Anforderungen an die Partitionierung. Steht ihnen für die Installation von OpenSuse eine zweite Festplatte zur Verfügung, dann wählen Sie den Menüpunkt Partitionsaufbau erstellen. YaST zeigt dann als Nächstes den Dialog Vorbereitung der Festplatte: Schritt 1 an. Hier markieren Sie die gewünschte Festplatte und klicken auf Weiter. Vorsicht: YaST wird sämtliche Daten auf der ausgewählten Festplatte löschen.

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Infos zum Autor

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

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