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Installation in Suse-Grün

Die Installation von OpenSuse 11.3

USB-Stick erstellen

Ebenfalls die Live-CD benötigen Sie, wenn Sie OpenSuse über einen USB-Stick installieren möchten. Sie benötigen dazu einen mindestens 1 GByte großen USB-Stick und die KDE- oder Gnome-Version der Live-CD. Anschließend gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Laden Sie die gewünschte Live-CD herunter und schließen Sie den USB-Stick an den Rechner an.
  2. Öffnen Sie über [Alt]+[F2] und den Befehl kdesu konsole ein Terminalfenster mit Administratorrechten.
  3. Geben Sie den Befehl fdisk -l ein und suchen Sie nach Einträgen, die mit Platte /dev/sd beginnen (Abbildung 2). Bei /dev/sdX handelt es sich um die Gerätebezeichnung unter Linux.
  4. Notieren Sie sich, welche Gerätebezeichnung der USB-Stick bekommen hat (sollte aus der Größe in MByte ersichtlich sein). In den meisten Fällen dürfte das /dev/sdb sein, überprüfen Sie aber zur Sicherheit immer die Ausgabe von fdisk -l. Sind Sie sich nicht sicher, entfernen Sie den Stick, schauen sich die Informationen von fdisk -l an, schließen den Stick wieder an und vergleichen die zwei Ausgaben.
  5. Übertragen Sie nun das ISO-Abbilddatei der Live-CD mit folgendem Befehl (dieser Schritt löscht ohne Nachfrage sämtliche Dateien auf dem USB-Stick bzw. der angegebenen Gerätedatei!!!)

    dd if=opensuse.iso of=Gerätedatei

Den Platzhalter opensuse.iso müssen Sie dabei durch den Dateinamen des heruntergeladenen ISOs ersetzten, Gerätedatei durch den passenden Eintrag. Ein korrekter Befehl wäre zum Beispiel dd if=/home/marcel/Downloads/openSUSE-11.3-KDE4-LiveCD-x86_64.iso of=/dev/sdb. Je nach Geschwindigkeit und Größe des Sticks dauert das Kopieren rund zwei bis fünf Minuten. Sie sehen dann im Terminal eine Angabe, wie viele Bytes der Befehl dd gelesen und geschrieben hat. Danach können Sie den USB-Stick vom Rechner entfernen oder durch einen Neustart zur Installation benutzen.

Abbildung 2: Achten Sie beim Übertragen der ISO-Abbilddatei unbedingt darauf, die richtige Gerätedatei für den USB-Stick zu wählen und nicht etwa die eigene Festplatte zu formatieren.

Falls Sie bereits einen Rechner mit der Version 11.3 installiert haben, dann gibt es auch einen einfacheren Weg, den USB-Stick zu erstellen. Installieren Sie dazu über YaST das Tool imagewriter und starten Sie es anschließend über den Befehl

kdesu imagewriter

Hier wählen Sie in der Dropdown-Liste den gewünschten USB-Stick aus (bei einem Stick sollte die Auswahl bereits stimmen) und ziehen danach aus dem Dateimanager die Abbilddatei ins vorgesehene Feld (Abbildung 3). Ein Klick auf Write überträgt das Image auf den Stick.

Abbildung 3: Mit dem neuen Imagewriter erstellen Sie mit wenigen Mausklicks einen USB-Stick mit OpenSuse 11.3.

Der klassische Weg

Die Installation über die Live-CD oder den USB-Stick unterscheidet sich in ein paar Details von der Standardinstallation, die meisten Dialoge sind jedoch identisch. Der folgende Artikel beschreibt deshalb die Standardinstallation von DVD. Befindet sich auf Ihrem PC bereits eine ältere Version von OpenSuse, dann müssen Sie das System nicht neu installieren, sondern können ein Update durchführen. Details dazu lesen Sie im Kasten "Fliegender Wechsel".

Legen Sie die Heft-DVD mit der gewünschten Seite nach oben ins Laufwerk ein und starten Sie den Rechner neu. Sie sehen jetzt den OpenSuse-Bootbildschirm (Abbildung 4). Lädt bei einem Neustart nicht automatisch die DVD, müssen Sie zunächst einige Einstellungen im BIOS Ihres Rechners ändern. Drücken Sie dazu beim Start des Rechners die Taste [Entf] oder [F1], damit sich das BIOS öffnet. Dann ändern Sie unter Advanced BIOS Options oder Boot die Reihenfolge der Laufwerke so, dass das CD-/DVD-Laufwerk an erster Stelle steht (First Boot Device).

Abbildung 4: Hier drücken Sie [F2], um die Sprache auf Deutsch umzustellen.

Neben der Installation befinden sich im Bootmenü noch weitere Einträge, um den Rechner auf Hardware-Probleme zu überprüfen (Speichertest und Firmware-Test), beziehungsweise um bei Problemen über die DVD ein Linuxsystem zu starten. Haben Sie den Verdacht, die DVD sei beschädigt, nehmen Sie bitte Kontakt mit der Redaktion auf. Defekte DVDs ersetzen wir Ihnen kostenlos.

Wählen Sie keinen Eintrag aus, startet OpenSuse automatisch das auf der Festplatte installierte System, möchten Sie OpenSuse installieren, dann wählen Sie über die Pfeiltasten den Eintrag Installation aus.

Fliegender Wechsel

Mit der Version 11.1 hat OpenSuse erstmals die Möglichkeit eines offiziellen Distributionssprungs über das Kommandozeilentool zypper in die Distribution integriert. Da die Lösung über zypper bei vielen Nutzern problemlos funktioniert, gilt dieser Weg nun als offiziell. Möchten Sie die Version 11.2 auf 11.3 auffrischen, ohne dazu über die DVD installieren zu müssen, starten Sie zunächst YaST und ändern über Software / Repositories verwalten bei sämtlichen Paketquellen den Pfad von 11.2 zu 11.3. Erfahrene Nutzer können diesen Schritt auch auf der Kommandozeile vornehmen. Achten Sie darauf, mindestens die Software-Verzeichnisse oss und update aktiviert zu haben. Falls Sie Packman oder andere zusätzliche Repositories nutzen, dann sollten Sie diese auch auf Version 11.3 umstellen. Besondere Vorsicht ist bei Nutzern geboten, die proprietäre 3D-Treiber von ATI oder Nvidia einsetzen: Hier sollten Sie warten, bis ATI und Nvidia passende Repos zur Verfügung stellen, da YaST sonst die verfügbaren freien Treiber installiert, die je nach Karte keine 3D-Beschleunigung anbieten.

Haben Sie die Repositories auf Version 11.3 angepasst, öffnen Sie ein Terminalfenster und geben hier folgende Befehle ein:

sudo zypper refresh
sudo zypper dup -d
sudo zypper dup

Der erste Befehl frischt die Liste der verfügbaren Pakete auf, der zweite lädt sämtliche Updates herunter und der dritte installiert dann die Pakete. Nach einem Neustart sollte Ihr System auf dem aktuellsten Stand sein. Alternativ zu diesem Update auf der Kommandozeile, können Sie Ihr System auch ganz normal über YaST aktualisieren, wie im Abschnitt "Willkommen bei YaST" beschrieben.

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Infos zum Autor

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

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