Linux als Client

Um Windows-Freigaben unter Linux zu verwenden, benötigen Sie einen Dateimanager, der diese sucht und ins Dateisystem Ihres Systems einbindet. Der bekannteste Vertreter dieser Art für KDE ist Smb4K. KDE selbst bringt zwar auch einen Netzwerkbrowser für Windows-Freigaben mit, der jedoch nicht so benutzerfreundlich arbeitet. Da Smb4K nicht zu den Standardinstallationen von OpenSuse und Kubuntu zählt, gilt es, das Programm über den Paketmanager nachzuinstallieren. Eine besondere Konfiguration ist nicht notwendig. Um das Programm zu starten, tippen Sie im Schnellstartfenster ([Alt]+[F2]) smb4k. Alternativ erreichen Sie es im K-Menü von OpenSuse unter System / Netzwerk.

Um Windows-Freigaben auf Ihrem System einzuhängen, legen Sie zunächst fest, dass dies mit den Rechten des Systemadministrators geschieht:

  1. Klicken Sie auf das Symbol Smb4K einrichten und dann auf Administrator.
  2. Aktivieren Sie die Checkbox Benutze Administratorenrechte, um Freigaben ein- und auszuhängen.

Smb4K fragt Sie beim nächsten Zugriffsversuch nach dem Administratorpasswort, das Sie eingeben. Eine Windows-Freigabe binden Sie wie folgt ein:

  1. Öffnen Sie den Reiter Netzwerkumgebung und klicken Sie doppelt auf den Namen des Netzwerks, in dem sich der PC mit der gewünschten Freigabe befindet. Smb4K (Abbildung 4) zeigt Ihnen übrigens in der Übersicht alle Netzwerke an und unterscheidet sich damit von der Netzwerkumgebung in Windows.

    Abbildung 4: Smb4K dient als Dateimanager für SMB-Freigaben und erleichter den Zugriff darauf erheblich.
  2. Klicken Sie doppelt auf den Namen des Rechners mit der Freigabe. Danach erscheint eine Liste aller verfügbaren Verzeichnisse. Öffnen Sie mit der rechten Maustaste das Kontextmenü und wählen Sie daraus den Eintrag Authentifizieren. Geben Sie Ihren (Windows-)Benutzernamen sowie Ihr Passwort ein, um auf die Freigabe zuzugreifen. Ein Doppelklick darauf hängt sie danach in Ihrem Home-Verzeichnis unter smb4K/Servername/Name der Freigabe ein.

Um eine eingehängte Freigabe wieder aus dem Dateisystem zu entfernen, wechseln Sie in den Reiter Eingehängte Freigaben. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die gewünschte Freigabe und wählen Sie aus dem Kontextmenü Aushängen.

Smb4K dockt in der KDE-Dockleiste mit einem eigenen Symbol in Form eines Globus an, der auf einem Netzwerkkabel steht. Ein Rechtsklick auf das Icon ermöglicht Ihnen den direkten Zugriff auf viele Funktionen des Programms sowie die mit Smb4K eingehängten Freigaben. Bei Bedarf starten Sie hier einen Dateibrowser in einer dieser Freigaben. Des weiteren erreichen Sie hier auch angelegte Lesezeichen.

Smb4K erlaubt es, Freigaben, die beim letzten Beenden in Ihrem System aktiviert waren, beim nächsten Programmstart wieder ohne weitere Rückfrage einzuhängen. Die Funktion aktivieren Sie so:

  1. Rufen Sie in Smb4K den Menüpunkt Einstellungen / Smb4K einrichten auf.
  2. Wählen Sie links den Eintrag Freigaben aus und setzen Sie im rechten Teil des Fensters einen Haken vor Hänge vormals benutzte Freigaben beim Programmstart ein. Ein Klick auf Ok übernimmt die Änderung. (tle)

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