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Funktionsmonster

Bildverwaltung

Ab dafür

Das Menü Exportieren wächst mit jeder neuen Digikam-Version. Unter Kubuntu schicken Sie die Bilder an Webdienste, deren Namen Sie womöglich noch nie gehört haben, etwa Piwigo, Shwup, Zooomr und 23. Natürlich sind auch Klassiker wie Facebook, Flickr und Picasa dabei. Digikam für KDE 3 kennt lediglich die letzten beiden als Exportoptionen, die Version 0.10.0 von OpenSuse 11.2 bringt immerhin Support für SmugMug und 23 mit.

Daneben gibt es traditionellere Exportziele: Unter OpenSuse 11.1 exportieren Sie die Bilder auf CD/DVD, wofür die Software wahlweise eine HTML-Struktur anlegt und diese mit Hilfe von K3b auf ein Medium brennt. Unter Kubuntu und OpenSuse 11.2 fehlt diese Möglichkeit. Alle Digikam-Varianten erlauben es aber, Galerien ins HTML- und Flashformat zu exportieren. Für letzteren Weg benötigen Sie noch eine zusätzliche Flash-Komponente namens SimpleViewer.

Sie verschieben Ihre Bilder in den neuen Digikam-Versionen auch auf den iPod und speichern Sie in einer KML-Datei, über die Sie die Bilder in Google Maps und Marble einbinden. Das klappt allerdings nur, wenn die Bilder geografische Koordinaten enthalten.

Fazit

Aufgrund der schieren Funktionsvielfalt von Digikam konnten wir hier nur die wichtigsten Komponenten ansprechen. Dabei zeigt sich: Die Software bietet mehr als genug Möglichkeiten, die eigenen Fotos zu verwalten. Importieren, Bearbeiten, Exportieren: Das KDE-Programm lässt kaum Wünsche offen. Dank der Alben- und einer korrespondierenden Ordnerstruktur fesselt Digikam Sie nicht dauerhaft an sich, was bei proprietären Programmen längst keine Selbstverständlichkeit ist.

Glossar

Samba

Protokoll und Software, um das Netzwerkdateisystem SMB (Server Message Block) für Windows-Netzwerke auch unter Linux/Unix zu nutzen. Per Samba kann man im LAN von Linux aus auf Windows-Ordner zugreifen und Drucker benutzen, die an Windows-Rechnern hängen.

NFS

Das Network File System ist ein Netzwerkprotokoll und die SMB-Entsprechung für Unix-/Linux-Rechner. Per NFS im LAN freigegebene Ordner lassen sich ähnlich wie externe Festplatten und USB-Sticks ins Dateisystem einhängen.

RAW-Format

Digitalkameras schreiben Bilder in diesem Format auf ihren Speicherchip, bevor sie die Fotos komprimieren und meist in das bekannte JPEG-Format umwandeln. Einige Kameras erlauben es, die Rohbilder zu speichern und später auf dem PC zu verarbeiten.

Leuchttisch

Soll dabei helfen, ähnliche Bilder miteinander zu vergleichen. So zoomen Sie etwa bei fast identischen Motiven zum Vergleich simultan an ein bestimmtes Detail heran.

Exif-Format

Im Exchangeable Image File Format speichern viele Digitalkameras Metadaten in einem Bild. Es handelt sich um technische Daten, wie die GPS-Koordinaten, die Brennweite, Datum und Uhrzeit sowie die eingestellte Lichtempfindlichkeit.

KML

Über die von Google weiterentwickelte Keyhole Markup Language verknüpfen Sie ein Objekt (etwa ein Bild) mit einem Ort auf Google Maps oder auch in Marble. Das Open Geospatial Consortium hat KML als Standard anerkannt.

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Infos zum Autor

Kristian Kißling

Kristian Kißling

Wenn Kristian Kißling nicht gerade für die LinuxCommunity schreibt, arbeitet er als Redakteur bei der Zeitschrift EasyLinux und als Chefredakteur für den Ubuntu User. Am liebsten beschäftigt er sich mit Multimedia- und Unterhaltungssoftware im weiteren Sinne und mit neuer Open-Source-Software, die überraschende Fähigkeiten zeigt.

Zum Blog von Kristian Kißling →


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