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Einmal Nachschlag, bitte!

Telefonnummern und Firmen finden

03.12.2009 Telefonnummern und Adressen finden Sie im Internet oder in dicken Büchern. Mit einem Linux-Programm von der Post schlagen Sie am PC oder Notebook nach – auch ohne Internetzugang. Neben dem Telefonbuch und den Gelben Seiten gibt es noch einen Routenplaner dazu.

Das gedruckte Telefonbuch und das Branchenbuch "Gelbe Seiten" der Deutschen Post sind hilfreiche Nachschlagewerke, doch die dicken Bücher brauchen Sie nicht täglich, und sie nehmen viel Platz weg. Hinzu kommt, dass die Wälzer schnell veralten. Eine DVD vom TVG-Verlag [1] verspricht Abhilfe: Sie vereint ein Telefonbuch, die Gelben Seiten und einen praktischen Routenplaner in einem einfach zu bedienenden Programm.

Schnell einsatzbereit

Die Software erhalten Sie in verschiedenen Varianten. Die Gelben Seiten gibt es als Einzelprodukt für 20 Euro. Wollen Sie nur das Telefonbuch erwerben, zahlen Sie rund 15 Euro. Das Komplettpaket, das neben beiden Werken einen Routenplaner integriert, kostet 25 Euro.

Ein Installer bringt das Programm auf die Festplatte. Dazu rufen Sie das Skript install_linux auf, das Sie im Hauptverzeichnis der DVD finden und das nur wenige Daten auf der Festplatte ablegt. Die eigentlichen Informationen bleiben auf dem Medium, daher muss sich die DVD beim Nachschlagen immer im Laufwerk befinden.

Die Bedienung ist sehr leicht: Über Register wählen Sie die gewünschte Komponente des Programms aus. Im Telefonbuch gibt es drei Eingabefelder, über die Sie nach Namen, Telefonnummern oder Orten suchen (Abbildung 1). Auch eine Fahndung nach Stichworten ist möglich. Das ist praktisch, um Adressen oder Telefonnummern bestimmter Firmen oder Dienstleister nachzuschlagen. Blenden Sie die Felder der erweiterten Suche ein, zeigt die Software auch Treffer in einem bestimmten Umkreis an. Sie beziehen dann Straßen, Vorwahlen und Postleitzahlen in die Suche ein.

Abbildung 1: Das Telefonbuch ist leicht zu bedienen. Nach der Eingabe eines Namens, eines Stichworts oder einer Rufnummer sowie einem Klick auf "Finden" erscheinen die Treffer.

Die Bedienung der Gelben Seiten entspricht der des Telefonbuches. Hinzu kommt ein Eingabefeld für die Suche nach bestimmten Branchen. Über eine Symbolleiste am unteren Rand des Dialogfenster zeigt die Software eine gefundene Adresse auf der Karte an oder fügt sie als Punkt zum Routenplaner hinzu.

Die Funktion Vorlesen gibt die Telefonnummer in einer gut verständlichen Sprache aus. Ein kleines Knacken verrät, dass jede Ziffer als eigene Audiodatei vorliegt und die Software die Daten entsprechend zusammensetzt. Die Anruffunktion sucht nach einem Modem und meldet einen Fehler bei der Initialisierung der seriellen Schnittstelle. Für den Export der Daten bietet sich das CSV-Format an. Wählen Sie es, können Sie die Daten in OpenOffice Calc weiterverarbeiten.

Entscheiden Sie sich für Editor, öffnen Sie die Daten in einem Texteditor. Dorthin gelangen Sie auch, wenn Sie System-Adressbuch wählen, einen Punkt, der die Daten normalerweise in das Windows-Adressbuch schiebt.

Mit Map&Route integriert das Komplettpaket praktische Straßenkarten (Abbildung 2). Sie zoomen über die Symbolleiste, legen verschiedene Stationen fest oder übernehmen Adressdaten aus dem Telefonbuch oder den Gelben Seiten. Danach legen Sie die Abfahrtzeit fest und lassen das Programm den Weg berechnen – das Ergebnis erscheint als Liste. Für eine Autofahrt von A nach B genügt das als Wegbeschreibung; die Route können Sie auch auf einer Karte betrachten. Allerdings gerät die Karte beim Nachladen schnell aus dem Blickfeld, wird zu groß angezeigt, oder die Ansicht befindet sich außerhalb der gesuchten Strecke. Die Verknüpfung zu Google Earth funktioniert unter Linux leider nicht.

Abbildung 2: Das Komplettpaket bietet zusätzlich Stadtpläne und einen Routenplaner.

Unter den Extrasfinden Sie noch eine Postleitzahlenkarte, Verzeichnisse mit nationalen und internationalen Vorwahlen, aktuelle Messetermine, die wichtigsten Bankleitzahlen und ein Verzeichnis mit den deutschen Kfz-Kennzeichen.

Fazit

Telefonbuch und Gelbe Seiten lassen sich sehr leicht bedienen, und das Programm findet schnell gesuchte Einträge. Der Routenplaner überzeugt weniger – Google Maps bietet hier bessere Möglichkeiten. Dennoch erspart Ihnen das Programm dicke Nachschlagewerke und ein mühseliges Herumblättern bei der Suche nach Adressen, Telefonnummern und Dienstleistern. Der große Vorteil der Lösung im Vergleich zu Webangeboten wie Telefonbuch [2] und Gelben Seiten [3] ist, dass Sie mit der Software auch dann auf Suche gehen können, wenn gerade keine Internetverbindung verfügbar ist – leider nur bei eingelegter Programm-DVD.

Infos

[1] Telefonbuch und Gelbe Seiten, TVG Verlag: http://www.telefoncd.de/

[2] Telefonbuch online: http://www.telefonbuch.de/

[3] Gelbe Seiten online: http://www.gelbeseiten.de/

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Kommentare
Neue Version nicht Linux-kompatibel
Hans-Georg Eßer, Donnerstag, 20. Mai 2010 19:27:15
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Ein kleiner Nachtrag zum Artikel:

Ein Leser hat uns darauf hingewiesen, dass die zwischenzeitlich erschienene Neuauflage dieser DVD nicht mehr Linux-kompatibel ist. Laut Anbieter TVG ist auch die alte Version nicht mehr erhältlich.


Bewertung: 55 Punkte bei 2 Stimmen.
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... und was ist mit NETBOOKS?
tuxboy (unangemeldet), Donnerstag, 03. Dezember 2009 12:57:28
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... dafür würde ich auch etwas Geld opfern, aber gibt es das auch (zum übertragen) auf einer SD-Karte? NetBooks habe ja bekanntlich keine optischen Laufwerke mehr und ich komme damit auch mit anderen Applikationen, sogar lifesystemen gut klar.
Hier wird aber ein Kopierschutz die Übertragung verhindern.
Eventuell gibt es dies aber auch bald auf kopiergeschützten SD-Medien?

gelbe Weihnacht!


Bewertung: 130 Punkte bei 6 Stimmen.
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Gelbe Seiten von der Post?
Sag ich nischt (unangemeldet), Donnerstag, 03. Dezember 2009 12:53:27
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Den Artikel möchte ich gar nicht lesen, wenn die Deutsche Post die Gelben Seiten rausbringt :-)


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