Tipp: Vorhandene "alias"-Einträge anzeigen
Mit einem Alias für die Bash definieren Sie praktische Kurzbefehle und Abkürzungen für Kommandos, die Sie sich nicht merken können oder wollen. Auf den meisten Distributionen ist beispielsweise die Abkürzung ll definiert. Was sich dahinter verbirgt, erfahren Sie mit dem Befehl alias und dem Namen des Kurzbefehls:
$ alias ll alias ll="ls -l"
Alle Alias-Definitionen zeigen Sie an, indem Sie den Befehl alias ohne weitere Argumente eingeben (Listing 1).
Listing 1
Aliase
$ alias alias ..='cd ..' alias …='cd ../..' alias ll='ls -l' alias la='ls -la' alias ltr='ls -ltr' alias rd='rmdir' alias md='mkdir' alias grep='grep --color' alias asteroid='ssh huhn@asteroid.huhnix.org' alias xterm='xterm -bg black -fg white &' alias go='cd ~/easy/2010/02/' …
Tipp: Eigene Alias-Definitionen erstellen
Mit dem Kommando alias können Sie auch eigene Abkürzungen erstellen. Geben Sie dazu nach alias und dem neuen Kurzbefehl ein Gleichheitszeichen und dahinter (in Hochkommata eingeschlossen) die Langform ein. Um beispielsweise den grep-Alias zu erweitern und neben dem Parameter zur Einfärbung der Fundstellen (--color) standardmäßig das Ignorieren von Groß-/Kleinschreibung (-i) zu setzen, geben Sie das folgende Kommando ein:
alias grep="grep -i --color"
Beachten Sie, dass der neue Alias nur in der aktuellen Shell gültig ist. Um ihn dauerhaft verfügbar zu machen, tragen Sie ihn in die Bash-Einrichtungsdatei ein. Dazu bearbeiten Sie die Datei .bashrc aus Ihrem Home-Verzeichnis im Texteditor Ihrer Wahl. Die veränderte Konfiguration ist in neuen Shell-Sitzungen aktiv; in laufenden Shells erwecken Sie sie über das Kommando source ~/.bashrc zum Leben.



