Musikalischer Vogel
Audio-Player
So siehts aus
Werfen Sie zunächst einen Blick auf die dunkel gehaltene Oberfläche der Software, die aus mehreren Bereichen besteht. Diese lassen sich beliebig verschieben, meist über Anfasser auf den Trennlinien. Über den Menüpunkt Ansicht verlegen Sie die Bedienelemente in den unteren Bereich des Players (über Bedienelemente / Unten anzeigen) oder schrumpfen das Hauptfenster auf eine Miniaturgröße (Mini Player).
Mittig erscheinen wahlweise die Webseite des Projekts selbst oder die der integrierten Dienste (7digital Store, Last.FM und Co.) sowie Ihre Musiksammlung. Um letztere zu sehen, klicken Sie im Bereich links auf den Eintrag Mediathek. Ein Doppelklick auf einen bestimmten Song spielt diesen ab. Dabei erwachen die anderen Bereiche von Songbird zum Leben (Abbildung 4). Haben Sie mit dem Programm auch gleich die Erweiterung LyricMaster installiert, taucht auf der rechten Seite der Text des gerade abgespielten Songs auf. Das ist zumindest der Fall, wenn die dahinter stehende Internet-Datenbank diesen kennt, denn Songbird holt sich auch diese Informationen aus dem Netz. Die Frage Save these lyrics? (Diesen Text speichern?) beantworten Sie wahlweise mit einem Klick auf Yes oder ignorieren sie.
Unterhalb der Mediathek finden Sie den so genannten Mashtape-Bereich: Songbird versammelt hier in diversen Reitern Informationen zu einem Song oder einem Künstler. Dazu gehört – neben einer Kurzbiografie auf Last.FM – Material aus den Bereichen News, Photos und Video. Mitunter verschluckt sich Songbird an den Informationshäppchen: So zeigt die Software bei Jack Johnson auch Bilder des gleichnamigen amerikanischen Boxers und ersten schwarzen Weltmeisters im Schwergewicht an. Videos sucht sie hingegen lediglich auf Youtube.
Im Quadrat unten links erscheinen die Cover der Alben, die zu den gerade gespielten Songs gehören. Im Abschnitt darüber greifen Sie auf die Mediathek und die verschiedenen Dienste zu und verwalten Wiedergabelisten. Dynamische Playlists mit wechselnden Inhalten aktivieren Sie, wenn Sie zum Beispiel auf Kürzlich hinzugefügt oder Am besten bewertet klicken.
Die Liste der angebotenen Dienste verlängern Sie über Erweiterungen wie Hype Machine Search [2], über die Songbird die Hype Machine [3] durchsucht.
Im horizontalen Balken oberhalb der Wiedergabeliste wartet rechts ein Suchfeld, über das Sie die Musiksammlung durchsuchen. Die zwei Pfeile auf der entgegengesetzten Seite ändern hingegen das Aussehen der Mediathek: es erscheinen dann zusätzliche Felder, welche die Bibliothek um die Kategorien Genre, Interpret und Album erweitern – so finden Sie Titel noch schneller. Die Pfeile besitzen zugleich eine doppelte Funktion: Sobald im zentralen Bereich ein Browserfenster auftaucht, manövrieren Sie mit den Pfeilen zur nächsten und vorherigen Webseite.
Den Last.FM-Support von Songbird erreichen Sie über das Icon unten rechts, er erweist sich jedoch als recht bescheiden. Geben Sie zunächst Ihre Login-Daten an, um sich bei dem Dienst anzumelden. Anschließend ergänzt Songbird Ihr Last.FM-Profil automatisch um die Titel der von Ihnen abgespielten Songs. Klicken Sie auf Ihren Profilnamen, landen Sie auf der Webseite von Last.FM (Abbildung 5). Leider funktioniert der dort angebotene Player zur Zeit nicht, weshalb Sie auf die Radiofunktion verzichten müssen.
Bleiben noch die Bedienelemente für den Audio-Player, die Sie direkt unterhalb der Menüleiste finden. Während Sie die Elemente auf der linken Seite von jedem CD-Player kennen, ändern Sie über die Pfeile ganz rechts die Abspielreihenfolge für Titel. Standardmäßig spielt Songbird Stücke zufällig ab und wiederholt sie nicht.
Hand anlegen
Wiedergabelisten bringen Ordnung in Musiksammlungen. Um sie anzulegen, klicken Sie auf Neue Wiedergabeliste und geben dem Kind einen Namen. Im nächsten Schritt wechseln Sie in die Mediathek und markieren einen oder mehrere Songs, die auf die Playlist sollen. Mit einem Rechtsklick auf diese rufen Sie ein Kontextmenü auf, aus dem Sie Zur Wiedergabeliste hinzufügen und dann die passende Liste wählen.
Fehlt Ihrer Sammlung ein Album-Cover, rüsten Sie das per Hand nach. Dazu laden Sie es bei Amazon oder Wikipedia herunter, öffnen den entsprechenden Ordner in Dolphin und ziehen die Bildchen per Drag & Drop in den Cover-Bereich links unten.
Erweiterungen spielen Sie – wie in Firefox oder Thunderbird – über den Add-on-Manager ein, den Sie über Extras / Add-ons erreichen. Der bietet Ihnen zwei Möglichkeiten an: Entweder laden Sie die Erweiterungen auf Ihren Rechner herunter und wählen dann Installieren, um sie einzuspielen. Oder Sie entscheiden sich für Erweiterungen herunterladen, woraufhin Songbird die Extension-Webseite [4] öffnet, die zahlreiche Add-ons anbietet. Das Browsen in Songbird selbst ist gerade auf kleineren Displays wenig komfortabel, hier greifen Sie am besten zu Ihrem Standardbrowser und folgen dem ersten Weg. Achten Sie – wie anfangs erwähnt – auf die Kompatibilität der Erweiterungen: Manche laufen nur unter Windows, andere nur mit älteren Versionen von Songbird. Nicht zuletzt ändern Sie im Add-on-Manager die Einstellungen einzelner Erweiterungen und können diese hier deinstallieren und deaktivieren.



