Tipp: Kubuntu: Neuer Browser für Karmic Koala

Die aktuelle Ubuntu-Version 9.10 hat allerlei neue Software im Gepäck. KDE-Benutzer dürfen sich über einen schlanken Webbrowser namens Arora freuen. (Ist das Programm nicht installiert, rüsten Sie das Paket arora über den Paketmanager nach.) Sie starten den leichtgewichtigen Browser anschließend über das Startmenü aus der Rubrik Programme / Internet oder über Eingabe von arora in ein Schnellstart- oder Terminalfenster.

Auf den ersten Blick bietet der neue KDE-Browser keine besonderen Features. Die meisten Funktionen und Menüeinträge sind selbsterklärend und sehen genauso aus wie bei anderen Browsern. Auf den zweiten Blick bietet das Programm aber ein paar spannende Funktionen.

Über das Menü Datei erreichen Sie z. B. das so genannte Private Browsing. Das Dialogfenster fragt nach, ob Sie die Privatsphäre für das Surfen wirklich aktivieren möchten, und informiert darüber, welche Einstellungen Arora dafür vornimmt. Wenn Sie den Dialog mit Klick auf OK bestätigen, landen Webseiten nicht mehr im Verlauf, der Browser speichert keine Cookies und legt keinen neuen Netzwerk-Cache an. Sie erreichen so zwar keine Anonymität im Netz – es ist aber immerhin ein Anfang. Um die Funktion zu deaktivieren, wählen Sie wiederum Datei / Private Browsing. Über das Menü Werkzeuge / Private Daten löschen (Tastenkombination [Strg]+[Umschalt]+[Entf]) öffnen Sie einen Dialog, über den Sie von Hand den Seiten- und Downloadverlauf, Cookies und anderes löschen.

Das zweite interessante Feature ist die Möglichkeit, Flash-Inhalte in der Voreinstellung zu blockieren, aber per Mausklick gezielt freizuschalten. Öffnen Sie über das Menü Werkzeuge / Einstellungen den Einrichtungsdialog. Wechseln Sie zum Reiter Privatsphäre. Stellen Sie sicher, dass das Flash-Plug-in installiert ist, und setzen Sie ein Häkchen vor die beiden Checkboxen Plugins aktivieren und KlickToFlash benutzen. Bestätigen Sie die Einstellung per Klick auf OK. Wenn Sie danach eine Seite mit Flash-Inhalt ansurfen, blendet Arora diesen aus. Erst ein Klick auf Flash laden spielt die Animation dann ab (Abbildung 1).

Abbildung 1: Mit Arora können Sie Flash-Inhalte zunächst blockieren, auf Wunsch aber doch anzeigen.

Tipp: Kubuntu: Arora zum Standardbrowser machen

Wenn Ihnen der neue schlanke Browser so gut gefällt, dass Sie ihn zum Standardbrowser unter KDE machen möchten, gehen Sie so vor:

  1. Öffnen Sie die Systemeinstellungen, zum Beispiel über das K-Menü / Rechner.
  2. Klicken Sie im zweiten Bereich von oben (Persönliches) auf Standard-Komponenten und wechseln Sie in der linken Baumansicht zum Punkt Web Browser.
  3. Aktivieren Sie die Checkbox mit folgendem Browser und klicken Sie auf die drei Punkte neben dem darunter liegenden Eingabefeld. Im folgenden Dialog wählen Sie aus der Abteilung Internet den Eintrag Arora aus.

  4. Bestätigen Sie die neuen Einstellungen über OK und Anwenden. Nun startet der schlanke Browserneuling beim Klick auf URLs.

Tipp: Knoppix: Datenrettung mit PhotoRec

Die Linux-Live-Distribution bringt allerlei praktische Tools mit, die dabei helfen, andere Betriebssysteme des Rechners zu reparieren oder verlorene Daten zu retten. Ein Programm, das Ihnen dabei unter die Arme greift, ist PhotoRec [1,2]. Die Anwendung kann Videos, Dokumente, Archive und Bilder wiederherstellen. PhotoRec kümmert sich nicht um das zugrundeliegende Dateisystem und rettet sogar Daten von schwer beschädigten oder formatierten Datenträgern.

Knoppix 6.1 hat PhotoRec 6.10 mit an Bord. So verwenden Sie den praktischen Helfer der Live-Distribution:

  1. Starten Sie ein Terminalprogramm, zum Beispiel per Klick auf das Shell-Icon im unteren Panel.
  2. Erstellen Sie ein Verzeichnis, in dem Sie die geretteten Daten ablegen wollen, zum Beispiel:

    mkdir rettung
  3. Geben Sie den Befehl photorec am Shell-Prompt ein. Nach einer kurzen Begrüßungsmeldung listet das Programm gefundene Datenträger auf. Mit den Pfeiltasten können Sie in der Liste der Laufwerke nach oben und unten blättern; über [Eingabe] wählen Sie eins aus.
  4. Als Nächstes fragt PhotoRec nach dem Typ der Partitionstabelle. In der Regel erkennt das Tool den Typ automatisch richtig, so dass Sie hier nur mit [Eingabe] bestätigen müssen.
  5. Nun listet das Programm die gefundenen Partitionen des Laufwerks auf. Auch diese wählen Sie über [Pfeil hoch] und [Pfeil runter] gefolgt von [Eingabe] aus. Über die rechte und linke Pfeiltaste erreichen Sie im unteren Menü die Optionen und die File Opt. Über letzteren Punkt schließen Sie bestimmte Dateitypen von der Datenrettung aus: In der Voreinstellung sind alle Erweiterungen angeschaltet; mit der Leertaste wählen Sie einen Typ ab (oder wieder an).
  6. Im Hauptmenü geht es über Search (Suche) weiter. Wählen Sie nun das Dateisystem aus. Die Voreinstellung ext2/ext3 bestätigen Sie über [Eingabe]. Besitzt die Partition ein anderes Dateisystem, wählen Sie Other aus.
  7. Entscheiden Sie nun, ob PhotoRec auf der ganzen Partition (wenn diese stark beschädigt ist) oder nur im nicht zugeordneten Speicherplatz (unallocated space only) suchen soll, die zweite Variante stellt nur gelöschte Dateien auf ansonsten intakten Dateisystemen wieder her.
  8. Im nächsten Schritt wählen Sie das vorher erstellte Verzeichnis rettung als Zielverzeichnis für die geretteten Daten aus. Anschließend drücken Sie [Y] zur Bestätigung.
  9. Während der Wiederherstellung zeigt PhotoRec in einer Statusanzeige den Fortschritt an (Abbildung 2). Die geretteten Daten finden Sie im angegebenen Ordner in Unterverzeichnissen (recup_dir.1, recup_dir.2 usw.). Sie können auf diese sofort zugreifen, auch wenn der Rettungsprozess noch läuft. Wenn PhotoRec fertig mit der Arbeit ist, zeigt das Tool eine Zusammenfassung an.
  10. Über Stop beziehungsweise Quit beenden Sie das Programm. Brechen Sie einen Datenrettungsprozess vorzeitig ab, fragt das Programm netterweise beim nächsten Start, ob es die Arbeit an dieser Stelle wieder aufnehmen soll.

Ein Tipp noch zum Schluss: Die Entwickler weisen in ihrem Wiki darauf hin, dass wiederhergestellte Dateien vor dem Öffnen mit einem Virenscanner auf mögliche Schädlinge untersucht werden sollten, da PhotoRec auch infizierte Dateien oder Trojaner rettet. Das ist vor allem dann relevant, wenn sich auf dem Datenträger Windows-Dateien befinden bzw. befanden.

Abbildung 2: PhotoRec berichtet während der Arbeit, welche und wie viele Dateien es bereits gerettet hat.

Tipp: Ubuntu: Software-Center statt "Hinzufügen/Entfernen"

Seit Ubuntu 9.10 ersetzt das Software-Center das Tool gnome-app-install (Hinzufügen/Entfernen) im Menü Anwendungen. Beide Programme verfolgen einen ähnlichen Ansatz: Sie ermöglichen eine schnelle und unkomplizierte (De-)Installation von Programmen, ohne diese umständlich im Paketmanager suchen zu müssen. Das Software-Center und gnome-app-install sind also schlanke Alternativen, die Pakete nach Kategorien sortiert anbieten.

Wer sich nicht an das neue Software-Center gewöhnen kann oder Features des anderen Tools vermisst, installiert über den Paketmanager das Paket gnome-app-install. In der Voreinstellung landet das Tool dann im Menü System / Systemverwaltung. Um das Programm wieder ins Menü Anwendungen aufzunehmen, starten Sie über einen Rechtsklick auf eines der Panel-Menüs und Menüs bearbeiten den Menüeditor und verschieben den Eintrag an die gewünschte Stelle.

Tipp: Ubuntu: Software-Center als Abkürzung ins WWW

Über das Software-Center verwalten Sie nicht nur die Anwendungen des Systems, sondern erreichen auch schnell und umkompliziert die Webseiten vieler Programme. Wählen Sie ein Paket aus und klicken Sie auf den Pfeil nach rechts. In der detaillierten Ansicht sehen Sie für die meisten Pakete einen Screenshot, der einen ersten Eindruck vermittelt. Weiterhin befindet sich neben dem Button Installieren (bzw. Entfernen, falls das Paket bereits eingespielt ist) eine Schaltfläche namens Webseite. Ein Klick auf diese öffnet die Homepage des Projekts im Standardbrowser (Abbildung 3); in der Voreinstellung ist das Firefox.

Abbildung 3: Ohne Umwege ins Web: Die meisten Programmbeschreibungen enthalten einen Link zur Projektwebseite.

Tipp: Ubuntu: Onlinedatenspeicher One einrichten

Eine der wichtigsten Neuerungen in Karmic Koala ist die Synchronisierungslösung Ubuntu One [3]. Ubuntu-Anwender erhalten kostenlos 2 GByte Speicherplatz auf den Canonical-Servern mit der Option, für 10 US-Dollar pro Monat auf 50 GByte aufzustocken. In dieser Onlineablage speichern Sie unter anderem Dateien und Verzeichnisse, Evolution-Kontakte, Firefox-Lesezeichen und Tomboy-Notizen – ganz privat oder für bestimmte Benutzer freigegeben, so dass diese auf Ihre Daten zugreifen können.

Die folgende Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt, wie Sie das mitgelieferte Clientprogramm einrichten. Beachten Sie, dass mit der in Karmic Koala ausgelieferten Version der NetworkManager Voraussetzung für eine erfolgreiche Synchronisation ist. Wollen Sie andere Netzwerkmanager wie etwa Wicd nutzen, können Sie auf Ubuntu One aus den Launchpad-PPA-Quellen ausweichen. Das Ubuntuusers-Wiki erklärt, wie's geht [4].

  1. Starten Sie das Programm über das Menü Anwendungen / Internet / Ubuntu One (Gnome) oder das K-Menü / Programme / Internet / Ubuntu One. Beim ersten Aufruf öffnet sich außer dem Client als Panel-Applet (die kleine ausgegraute Wolke) auch die Launchpad-Webseite von Ubuntu One im Standardbrowser. Hier melden Sie sich mit den Launchpad-Zugangsdaten (Mailadresse und Passwort) an.
  2. Besitzen Sie keinen Launchpad-Account, erstellen Sie jetzt einen. Tragen Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein, markieren Sie die Checkbox No, I want to create an account now ("Nein, ich möchte jetzt einen Account erstellen.") und klicken Sie auf Continue. Sie erhalten nach kurzer Zeit eine E-Mail an die angegebene Adresse mit einem Link, über den Sie den neuen Account freischalten und einrichten.
  3. Anschließend melden Sie den eigenen Computer auf der Seite Confirm Computer Access an. Im Feld Computer Name steht bereits Ihr Rechnername. Diesen können Sie aber auch verändern und etwas Eigenes eintragen. Klicken Sie danach auf die Schaltfläche Add This Computer ("Füge diesen Computer hinzu").

  4. Im Browserfenster sehen Sie nun Ihren eigenen Speicherbereich mit den Abteilungen Files (normale Dateien und Verzeichnisse), Notes (Tomboy-Notizen), Contacts (Evolution-Kontakte) und Account (Ihr eigener Zugang mit Möglichkeit zum Upgrade auf 50 GByte und der Liste der verbundenen Computer).

Tipp: Ubuntu: Ubuntu-One-Panel-Applet einrichten

Die kleine Wolke, die sich im Systembereich der Gnome- oder KDE-Kontrollleiste einnistet, ist in der Voreinstellung nicht immer eingeblendet. Sie machen das Icon dauerhaft sichtbar, indem Sie direkt nach dem Start des Clients mit der rechten Maustaste auf die Wolke klicken und den Eintrag Einstellungen im Kontextmenü aufrufen. Wählen Sie aus dem Drop-down-Menü Symbol anzeigen die Option Immer aus. Die Einstellung für Beim Starten verbinden (steht auf Automatisch) können Sie übernehmen. Benutzer mit langsamer Internetverbindung aktivieren die Checkbox Bandbreitenverbrauch beschränken und tragen geeignete Werte für den Up- und Download ein (Abbildung 4). Mit diesen Werten können Sie auch experimentieren und diese mehrfach ändern, bis Sie keine störenden Einschränkungen beim normalen Surfen mehr spüren.

Abbildung 4: Der Ubuntu-One-Client schon auf Wunsch Ihre Bandbreite.

Tipp: Ubuntu: Datenabgleich mit Ubuntu One

Zur Synchronisierung mit dem Ubuntu-One-Server gibt es gleich mehrere Möglichkeiten. Über das Panel-Icon erreichen Sie wahlweise das Webinterface (Webseite besuchen) oder den Dateimanager (Ordner öffnen).

Das Webinterface hat den Vorteil, dass Sie es von jedem Computer aus erreichen können – es muss nicht zwingend der Ubuntu-Rechner sein. Öffnen Sie die Webseite https://one.ubuntu.com/ im Browser Ihrer Wahl oder klicken Sie im Kontextmenü des Applets auf Webseite besuchen. Per Klick auf Sign in melden Sie sich an. Klicken Sie auf Upload a File (Eine Datei hochladen) und im folgenden Fenster auf Durchsuchen, um einen Dateiauswahldialog zu öffnen. Dort wählen Sie einzelne Dateien aus und schicken sie mit Öffnen und dann Upload zum Server.

Der Weg über den Dateimanager ist elegant, weil Sie per Drag & Drop arbeiten können. Es spielt dabei keine Rolle, ob Sie Kubuntu mit KDE oder Ubuntu mit Gnome verwenden – sowohl Dolphin als auch Nautilus zeigen den Ordner Ubuntu One im eigenen Home-Verzeichnis an. Gnomes Dateimanager bietet zusätzlich für diese Ansicht eine Schaltfläche Verbinden (wenn Sie nicht mit dem Server verbunden sind) bzw. Trennen (wenn die Verbindung besteht) an. KDE-Benutzer bauen die Verbindung mit dem Ubuntu-One-Server von Hand auf und ab.

Ist der Client, wie im vorigen Tipp empfohlen, so eingestellt, dass er sich automatisch am Server anmeldet, entfällt die manuelle Kontaktaufnahme sowieso. Sie kopieren oder verschieben etwas ins Verzeichnis Ubuntu One, und nach kurzer Zeit beginnt der Abgleich (Abbildung 5).

Abbildung 5: Ein Dialogfenster bestätigt die Synchronisation mit dem Ubuntu-One-Server.

Tipp: Ubuntu: Ubuntu-One-Syncdaemon auf der Kommandozeile

Der Ubuntu-One-Syncdaemon (kurz für: Synchronisations-Daemon) arbeitet im Hintergrund und ist, wie der Name vermuten lässt, für den Datenabgleich zuständig. Alle Funktionen, die Sie über das Panel-Applet, Nautilus oder das Webinterface aufrufen, können Sie auch von der Shell aus steuern. Der folgende Aufruf des Tools verrät, welche Parameter es kennt:

u1sdtool --help

In der Regel ist der Griff zum Shell-Tool nicht nötig. Das Programm u1sdtool zeigt sich aber sehr auskunftsfreudig und verrät neugierigen Anwendern mehr darüber, was im Hintergrund passiert. So fragen Sie mit dem Befehl u1sdtool --status den aktuellen Status ab und sehen in der Ausgabe z. B., ob Sie gerade verbunden sind (is_connected: True) oder nicht (is_connected: False). Ebenfalls sehr aufschlussreich ist der Parameter --waiting-content: Damit gibt das Tool eine Liste der Dateien aus, die zum Up- oder Download vorgesehen sind.

Wer den Transfer zum und vom Server mitverfolgen möchte, verwendet die Option --current-transfers:

$ u1sdtool --current-transfers
Current uploads:
  path: /home/huhn/Ubuntu One/fotos/IMG_1293.JPG
    deflated size: 1839317
    bytes written: 456652
Current downloads:
  path: /home/huhn/Ubuntu One/sources.list
    deflated size: N/A
    bytes read: 0

Sind Sie also nicht sicher, ob ein Up- oder Download wirklich noch läuft, kontrollieren Sie durch mehrfache Eingabe dieses Kommandos, ob sich die Dateigröße (bytes written) verändert.

Ubuntu One ist noch nicht ganz ausgereift, und es kann durchaus zu Verbindungsabbrüchen kommen. Auch mit der aktuellsten Version aus dem Launchpad-Repository kam es auf dem Testrechner ab und zu vor, dass der Client keine Verbindung zum Server aufnahm. In einem solchen Fall hilft das Programm u1sdtool dabei, den Synchronisations-Daemon zu beenden und neu zu starten:

$ u1sdtool --quit
ubuntuone-syncdaemon stopped.
$ u1sdtool --start

Tipp: Knoppix: 3-D-Beschleunigung beim Start abschalten

Sofern die Hardware des Rechners es unterstützt, aktiviert die Live-Distribution Knoppix beim Start automatisch den Fenstermanager Compiz Fusion. Wenn Sie auf die schicken Desktopeffekte verzichten wollen, schalten Sie diese mit einem Cheatcode beim Booten ab. Dazu geben Sie am Bootprompt (boot:)

knoppix no3d

ein. Bestätigen Sie die Wahl mit der Eingabetaste, und Knoppix sollte die Compositing-Effekte in den grafischen Oberflächen deaktivieren.

Tipp: Knoppix: Datenträger auf Fehler prüfen

Die beliebte Live-Distribution bringt eine Bootoption mit, mit der Sie den Datenträger überprüfen. Haben Sie den Verdacht, dass die Knoppix-CD/-DVD beschädigt ist, starten Sie das System und geben am Prompt (boot:) das Folgende ein:

knoppix testcd

Drücken Sie danach [Eingabe], beginnt Knoppix mit dem Test. Je nachdem, ob es sich um eine CD oder DVD handelt, dauert die Überprüfung eine Weile (Abbildung 6). Nachdem der Test abgeschlossen ist, sehen Sie im Erfolgsfall eine Meldung wie Alle Dateien in Ordnung. Danach startet das Live-System dann wie gewohnt. Erscheint stattdessen eine Fehlermeldung, ist es Zeit für eine neue Knoppix-CD/-DVD.

Abbildung 6: Die Live-Distribution zeigt ohne große Worte oder Statusmeldungen an, dass sie den Datenträger prüft.

Tipp: Knoppix: Automatische Monitorerkennung ausschalten

In der Regel startet das Live-System automatisch in der richtigen Auflösung. Knoppix greift dazu auf das X.Org-Feature RandR ("Resize and Rotate" = "Größenveränderung und Drehen") zurück. RandR erkennt die meisten Monitore automatisch und ändert die X-Konfiguration passend – auch im laufenden Betrieb. Einige Grafikkarten bereiten dem praktischen Feature jedoch Probleme und zeigen nach dem Knoppix-Start unbefriedigende Auflösungen an. Über den Cheatcode knoppix norandr ist es möglich, die automatische Monitorkonfiguration abzuschalten. In dem Zusammenhang kann es auch hilfreich sein, zusätzlich noddc als Bootoption anzugeben, was dafür sorgt, dass Knoppix den Monitor nicht nach seiner Auflösung fragt.

Glossar

PPA

Personal Package Archive, "persönliches Paketarchiv", ein Service, der es Linux-Entwicklern erlaubt, eigene Programme automatisch in ein Ubuntu-Repository hochzuladen, aus dem Anwender es dann installieren können.

Infos

[1] PhotoRec-Wiki: http://www.cgsecurity.org/wiki/PhotoRec_DE

[2] Artikel zu PhotoRec: Thomas Leichtenstern, "Abrakadabra …", EasyLinux 04/2009, S. 43 ff.

[3] Ubuntu One: http://www.ubuntuone.com/

[4] Ubuntu One aus den Launchpad-PPA-Quellen installieren: http://wiki.ubuntuusers.de/Ubuntu_One#Installation

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