Linux-Installation

Das mit Windows 7 ausgelieferte Gerät beweist hohe Linux-Kompatibilität: Unter Ubuntu 9.10 Karmic Koala funktioniert alles direkt nach der Installation: Ethernet, Kartenleser, Bluray-Combo-Laufwerk, WLAN, Multimediatasten, Bluetooth, Webcam, Sound (sogar als virtuelles 5.1-Surround-System). Nur für beschleunigte Grafik müssen wir über Einstellungen / Hardwareassistent den entsprechenden Treiber von ATI laden und installieren. Sogar der Suspend-to-RAM-Modus geht nun mit installiertem ATI-Treiber, was bei Laptops oftmals ein Problem darstellt. Acer verbaut neben das Trackpad einen kleinen Knopf, um dieses zu deaktivieren. Dies funktioniert auch, nur ist das Trackpad danach nicht mehr zum Leben zu erwecken, weswegen man diesen Knopf lieber meiden sollte.

Momentan ist die Bluray-Funktion des Combo-Laufwerks unter Linux noch relativ nutzlos, es lassen sich damit an blauen Scheiben nur selbstgebrannte BD-ROMs lesen. Der Linux-Codec-Spezialist Fluendo [2] arbeitet jedoch am ersten Bluray-Player für Linux. Damit stünde Bluray-HD-Filmgenuss auf dem Aspire 7450G unter Linux nichts mehr im Wege.

OpenSuse 11.2 verhält sich fast genauso kompatibel wie Ubuntu 9.10, lediglich auf virtuellen 5.1-Surround-Sound muss man verzichten, Stereo funktioniert jedoch sofort. Mit dem Webcam-Programm Cheese liefert auch die eingebaute Kamera Bilder, der simple Webcam-Viewer luvcview verweigert unter OpenSuse allerdings seinen Dienst. Auch in Suspend-to-RAM-Schlaf lässt sich das Aspire versetzen – allerdings nur mit installiertem ATI-Treiber, ohne ATI-Treiber geht nur der Suspend-to-Disk-Modus. Zum Testzeitpunkt war der fglrx-Treiber über das ATI-Repository des YaST-Software-Installers (auswählbar unter Konfiguration / Repositories / Hinzufügen / Community/Gemeinschafts-Repositories) nicht installierbar. ATI hatte gerade Version 10.2 ihrer Treiber herausgebracht und OpenSuse auf Kernel 2.6.31-15 aktualisiert, was dazu führte, dass die Installation mit einem Prüfsummenfehler fehlschlug. Wir mussten den Treiber umständlich von http://ati.com herunterladen und ein Kernelmodul für 2.6.31-15 kompilieren. Wenn Sie diese Zeilen lesen, sollte dieses Problem allerdings Geschichte und der Treiber wieder wie üblich ohne Fehlermeldung über YaST einspielbar sein.

Leistung

AMDs neue Turion-II-X2-Chips können überzeugen; anstatt eine CPU mit gleicher Leistung, aber geringerem Stromverbrauch zu produzieren, entschieden sich die AMD-Entwickler, dem Turion II X2 lieber mehr Takt und damit mehr Rechenpower zu verpassen. Bei 9 % mehr Takt bringt der neue Chip 40 % mehr Leistung als der Vorgänger Turion X2 und liegt sogar leicht vor einem HP-Notebook mit Intel Core 2 Duo 2,1 GHz.

Als sehr flott erweisen sich auch die Festplatte (76 MByte/s) und das USB 2.0 im Aspire 7540G: Mit dem RS880M-Chipsatz behebt AMD nun endlich die Probleme des 780-Vorgängers beim USB-Durchsatz. Statt 16 MByte/s messen wir nun das Doppelte: 32 MByte/s – genauso schnell wie Intels neuere Chipsätze, die bisher in Sachen USB-Geschwindigkeit die Referenz waren.

Die Grafikleistung ist ausgesprochen gut. Der ATI Radeon HD 4570 liefert überzeugende Pixelkraft in allen Disziplinen und kann sich im oberen Segment der Notebook-Grafikchips positionieren.

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