AA_apfel.jpeg

© Sandra Cunningham, Fotolia.de

Vitamin K

Ubuntu plus KDE

08.01.2010
Ubuntus KDE-Ableger Kubuntu gilt als Stiefkind des Projekts, hat aber einiges zu bieten. Wir zeigen, wie Sie die KDE-Distribution auf die Platte spielen.

Kubuntu ist Ubuntus kleiner Bruder. Die Distribution setzt auf den KDE-Desktop, an dem deutlich weniger Entwickler als an Ubuntu werkeln. Das macht sich unter anderem an Schwächen in der Übersetzung bemerkbar: Wer in den Systemeinstellungen stöbert, stößt auf ein buntes Gemisch von deutschen und englischen Bezeichnungen. Ansonsten profitiert Kubuntu aber von den Vorteilen von KDE: Es lässt sich einfach bedienen, sieht extrem gut aus (Abbildung 1) und bringt ein paar sehr fähige Standardprogramme mit, zu denen K3b, Digikam und Amarok gehören.

Abbildung 1: Schicker Auftritt: Kubuntu mit dem KDE-Desktop in Version 4.3.2 und dem Twitter-Plasmoid.

Auftritt Installateur

Eine benutzerfreundliche Installation von Kubuntu setzt Hardware voraus, die ein paar Anforderungen erfüllen muss. Empfohlen sind ein Prozessor mit einer Taktrate von 700 MHz, mindestens 384 MByte Arbeitsspeicher, 8 GByte freien Speicher auf der Festplatte sowie eine Bildschirmauflösung von mindestens 1024x768 Pixel. Erfüllt Ihr Rechner diese Voraussetzungen nicht, läuft Kubuntu zwar auch, allerdings weit weniger performant. Der Komfort von KDE hat zwar seinen Preis, aber die meisten Rechner der letzten fünf Jahre sollten diese Anforderungen locker erfüllen.

Nutzen Sie Kubuntu bereits, genügt ein Upgrade auf die neue Version über den Paketmanager. Auch hier treten dank eines neuen Kernels und neuer Software mitunter unvorhersehbare Probleme auf; es empfiehlt sich, wichtige Dateien im Vorfeld extern zu sichern, etwa auf einem USB-Stick. Um Kubuntu über das Internet upzugraden, drücken Sie [Alt]+[F2] und geben update-notifier-kde -u ein. Der Befehl sorgt dafür, dass sich Kubuntu die neue Software aus den bekannten Paketquellen holt und alte Pakete entfernt.

Um Kubuntu von der DVD zu installieren, legen Sie die Heft-DVD zunächst richtig herum in den DVD-Schacht, so dass Sie den Kubuntu-Schriftzug auf der DVD sehen. Dann starten Sie den Rechner neu. Das Bootmenü erscheint (Abbildung 2) und Sie entscheiden sich für eine Sprache.

Abbildung 2: Die Qual der Wahl: Beim Booten stehen verschiedene Optionen zur Auswahl: Sie probieren Kubuntu erstmal aus oder installieren es sofort.

Bleibt der Bildschirm schwarz, müssen Sie zunächst das BIOS überreden, die DVD als Bootmedium zu akzeptieren. Um in das BIOS zu gelangen, drücken Sie nach dem Einschalten des Rechners zum Beispiel [Esc],[Entf] oder [F2] (die genaue Taste hängt von Ihrem Rechner ab). Dann suchen Sie nach einer Option, um die Bootreihenfolge zu ändern. Die Möglichkeit, von CD/DVD zu booten, muss an erster Stelle stehen, vor dem Booten von der Festplatte. Speichern Sie dann die Änderungen im BIOS und starten Sie den Rechner neu. Von nun an fahndet dieser zunächst nach einer CD/DVD als Bootmedium und wendet sich erst dann der Festplatte zu.

Mit ins Boot

Das Bootmenü stellt mehrere Optionen bereit. Als Kubuntu-Einsteiger sollten Sie zunächst Kubuntu ausprobieren, um einen Blick auf den Desktop zu werfen, ohne irgend etwas zu installieren. Allerdings reagieren Programme in diesem so genannten Live-Modus meist wesentlich langsamer, als wenn Kubuntu von der Festplatte läuft.

Bei Problemen mit der Kubuntu-Installation (wenn etwa der Boot-Loader streikt oder ähnliches), hilft der Punkt Ein beschädigtes System reparieren. Über [F5] gelangen Sie in einen speziellen Modus, um Kubuntu barrierefrei auf die Festplatte zu spielen, was unter anderem Blinden und Gehörlosen hilft.

Neben diesen Punkten gibt es noch die so genannten Bootparameter, die Sie über [F6] erreichen: Diese geben Sie Kubuntu beim Start mit auf den Weg, um bestimmte Probleme mit Ihrer Hardware zu umschiffen. So deaktivieren die Optionen noapic und acpi=off die Energiesparfunktionen von Rechnern, die nicht über ACPI verfügen oder bei denen diese Funktion Probleme bereitet, wozu Abstürze oder ungewollte Neustarts zählen. Um einen Parameter auszuwählen, drücken Sie im Auswahlmenü einfach [Eingabe] und es erscheint ein Kreuzchen neben der gewählten Option. Eine dieser Optionen ermöglicht es Ihnen zudem, ausschließlich Software zu installieren, die unter einer freien Lizenz steht. Mit [Esc] verlassen Sie das Menü, die Auswahl bleibt bestehen. Über Tastatureingaben hängen Sie anschließend noch beliebige weitere Bootparameter an die angezeigte Bootzeile.

Bootoptionen brauchen Sie nur, wenn beim Starten der Live-DVD oder beim Installieren von Kubuntu Probleme auftreten. Testen Sie zuvor mit CD/DVD auf Fehler prüfen, ob die benutzte DVD in Ordnung ist – defekte DVDs und CDs gibt es häufiger. Benutzen Sie eine ungewöhnliche Tastatur, drücken Sie [F3] und wählen eine alternative Tastaturbelegung. Bei Problemen mit der Grafikkarte hilft das Booten in den Abgesicherten Grafikmodus, die Option erreichen Sie über [F4]. Dank ihr kommen bei der Installation nur einfache Open-Source-Grafiktreiber zum Einsatz, die keine Probleme verursachen.

Windows und Kubuntu

Wollen Sie Windows und Kubuntu parallel auf einen Rechner spielen, empfehlen sich kurze Vorbereitungen. Windows sollten Sie immer vor Kubuntu auf die Festplatte spielen, am besten in die erste primäre Partition.

Befindet sich Windows bereits auf der Festplatte, nimmt es diese meist komplett ein. Um Kubuntu einzuspielen, müssen Sie etwas von diesem Platz abzweigen. Da Windows seine Dateien beim Speichern aber gern über die komplette Festplatte verteilt, sollten Sie das System vorher auf jeden Fall defragmentieren. Unter Windows XP funktioniert das über Start / Alle Programme / Zubehör / Systemprogramme und einem Klick auf Defragmentierung. Als Vista-Anwender klicken Sie unter Alle Programme / Zubehör / Systemprogramme / Defragmentierung auf Jetzt Defragmentieren. Verwenden Sie das brandneue Windows 7, führt der Weg zum Ziel über Start / Programme / Zubehör / Systemprogramme.

Haben Sie Windows gerade frisch installiert, müssen Sie es nicht defragmentieren. Allerdings startet nach der Installation von Kubuntu Chkdisk, sobald Sie Windows hoch fahren. Das überprüft die Partition und startet den Rechner neu – erst dann bootet Ihr Windows wie gewohnt.

Bunte Kubuntu-Platte

Beim Neuinstallieren stehen Ihnen zwei Wege offen: Sie spielen Kubuntu direkt über das Bootmenü auf die Platte und wählen dazu den Punkt Kubuntu installieren. Oder Sie starten das Live-System und klicken dann auf das Desktop-Icon Install Kubuntu, (Abbildung 1) um das System aufzuspielen. So oder so landen Sie im grafischen Installer von Kubuntu, der Sie durch den Prozess führt.

Dabei erweisen sich die ersten Schritte als recht simpel. Sie wählen zunächst die Sprache aus, gelangen über Vor ins nächste Fenster, wo Sie eine Zeitzone festlegen. Die Tastaturbelegung zeigt Kubuntu als Bild an (Abbildung 3); anders als bei Ubuntu fehlt hier die Möglichkeit, Tasten direkt auszuprobieren. Dann folgt der wohl wichtigste Teil mit dem längsten Namen: Die Festplattenkonfiguration.

Abbildung 3: Im Gegensatz zu Ubuntu bekommen Sie vom Kubuntu-Installer nicht die Chance, einzelne Tasten auszuprobieren. Ein Bild ersetzt diese Funktion.

Ein Teil vom Kuchen

Um einen reinen Kubuntu-Rechner aufzusetzen, empfiehlt sich die Wahl der ersten Option Löschen und das gesamte Medium verwenden. Nutzen Sie bereits Windows oder ein anderes Linux, wollen Sie die Systeme sicher Nebeneinander installieren und bei jedem Start zwischen diesen wählen. Leider zeigt Kubuntu hier im Gegensatz zu Ubuntu die bereits existierenden Systeme nicht namentlich an (Abbildung 4). Über einen grafischen Regler in der Mitte des unteren Balkens legen Sie fest, wie breit sich Kubuntu auf dieser Festplatte macht. Nicht zuletzt können Sie die Partitionen manuell festlegen, was sich eher an fortgeschrittene Anwender richtet.

Abbildung 4: Das Partitionier-Tool erkennt eine vorhandene Windows-Installation. Per Schieberegler zapfen Sie Plattenplatz von Ihrer Windows-Installation ab.

Die meisten Leute wählen hier vermutlich die von Kubuntu vorgeschlagene Standardkonfiguration. Existiert bereits ein Windows auf der Platte, legt der Installer eine erweiterte Partition an, die zwei logische Partitionen enthält. In einer befindet sich das Root-Dateisystem, in der anderen der Swap-Bereich. Beim Swap-Bereich handelt es sich um eine Auslagerungsdatei, die die Aufgabe des Arbeitsspeichers übernimmt, wenn dieser überlastet ist. Das Schreiben auf die Festplatte dauert allerdings wesentlich länger als die Zugriffe auf den RAM.

Im nächsten Fenster legen Sie Ihren Standardbenutzer an. Wählen Sie, wie vom Installer empfohlen, ein eher kompliziertes Passwort, denn es erlaubt später den administrativen Zugriff auf Ihr gesamtes System. Setzen Sie ein Kreuzchen bei Automatisch anmelden, landen Sie nach dem Booten ohne Passwortabfrage direkt auf dem Desktop – ein Plus an Bequemlichkeit, ein Minus an Sicherheit. Abschließend fasst der Installer die getroffenen Entscheidungen noch einmal zusammen. Achten Sie darauf, dass er Kubuntu auf die richtigen Festplatten verfrachtet, über Erweitert betrachten Sie zudem die Einstellungen für den Boot-Loader (Abbildung 5).

Abbildung 5: Vor dem tatsächlichen Installieren erscheint eine Zusammenfassung Ihrer Pläne. Ein Klick auf "Erweitert" zeigt, wohin der Installer den Boot-Loader verfrachtet.

Bei einer Neuinstallation spielt Kubuntu Grub 2 auf die Platte. Aktualisieren Sie das System, bleibt hingegen die alte Grub-Version bestehen. Einige Benutzer hatten Probleme mit Grub 2. Dieses englischsprachige Ubuntu-Wiki [1] erklärt die Neuerungen und welche Schritte helfen, um den Boot-Loader in Form zu bringen. Zudem gibt es deutschsprachige Informationen zu Grub 2 bei Ubuntuusers.de [2] und in einem Artikel des Linux Magazin Online [3].

Passen die Einstellungen, klicken Sie auf Installieren: Erst jetzt formatiert der Installer die gewählten Partitionen, wobei Kubuntu als Dateisystem standardmäßig auf das schnelle EXT4 setzt. Sie lehnen sich nun am besten zurück und trinken einen Kaffee. Die Installation dauert – je nach Rechner – eine ganze Weile. Bewegt sich der Fortschrittsbalken einmal längere Zeit nicht, muss das nichts heißen. Tut sich jedoch auch nach längerem Warten nichts mehr, ändern Sie im Bootmenü – wie oben erwähnt – die Bootoptionen.

Nach dem Ende der Installation starten Sie den Rechner neu, entfernen aber vorher die eingelegte DVD. Nun sollte der Boot-Loader erscheinen und Ihnen Windows und/oder Kubuntu zur Auswahl anbieten.

Runde Ecken mit Plasma

Als Desktop setzt Kubuntu auf KDE 4.3.2. Der mittlerweile recht ausgereifte Desktop besticht durch die einfache Bedienung – auch für passionierte Kaffeetrinker. Die meisten Punkte erreichen Sie per einfachem Mausklick und mit einer Tasse Kaffee in der Hand. Nach der Installation ist KDE bereits deutsch lokalisiert, wenn auch mit englischen Einsprengseln, wie anfangs erwähnt.

Der Desktop wirkt schlicht und aufgeräumt; das transparente Fenster ist ein Plasmoid, das als Twitter-Client dient (Abbildung 1). Um den Desktop mit weiteren Plasmoiden zu bevölkern, klicken Sie rechts oben in der Ecke des Desktops auf das kleine gelbe Icon. Dann wählen Sie Miniprogramme hinzufügen. Das Fenster versammelt etliche Exemplare, die ganz verschiedene Aufgaben übernehmen (Abbildung 6). Sie zeigen Börsenkurse an, tickern die neuesten Nachrichten, verbinden Sie mit Facebook und starten eine Diashow Ihrer Bildersammlung. Per Drag & Drop ziehen Sie ein Plasmoid auf den Desktop (oder in die Kontrollleiste unten am Bildschirm) und konfigurieren es gegebenenfalls. Bewegen Sie die Maus über ein Plasmoid, um es zu vergrößern oder zu drehen. Über den Schraubenschlüssel gelangen Sie in seine Voreinstellungen. Ein Klick auf den Menüpunkt Miniprogramme sperren, den Sie über die rechte obere Ecke erreichen, fixiert die momentane Auswahl an Plasmoiden fest auf dem Desktop.

Abbildung 6: Auf der Plasmoiden-Farm: Über "Miniprogramme hinzufügen" erweitern Sie den Desktop um zahlreiche Plasmoiden mit interessanten Funktionen.

Auch die untere Kontrollleiste besteht aus Plasmoiden. Von rechts nach links finden Sie neben dem Datum eine Energieanzeige (für Laptops), gefolgt von einem kleinen Briefchen, das Systeminformationen anzeigt. Der stilisierte kleiner Monitor mit dem USB-Symbol listet eingehängte externe Geräte auf, wie etwa USB-Sticks und Laufwerke. Über das Informations-Icon rufen Sie Meldungen auf, die Kubuntu gewöhnlich nur kurz anzeigt.

Solche Meldungen erscheinen etwa, wenn aktualisierbare Pakete auf Kubuntus Servern warten. Das ist nach einer Neuinstallation meist der Fall. Steht die Verbindung ins Internet, prüft Kubuntu das automatisch und präsentiert dann eine entsprechende Meldung. Links daneben gibt es ein Symbol für die Netzwerkeinstellungen, auf die wir gleich eingehen. Über den kleinen Lautsprecher stellen Sie den Ton laut oder leise, ein Rechtsklick lässt Sie die Lautstärkeregler anzeigen. Ganz links auf der Kontrollleiste befindet sich der wichtigste Punkt – das K-Menü. Über das starten Sie Programme, rufen die zuletzt bearbeiteten Dokumente auf und verlassen KDE wieder. Alternativ erwecken Sie Programme über [Alt]+[F2] und die Eingabe des Namens zum Leben.

Wege ins Netz

Gleich nach der Installation sollten Sie zunächst die neuesten Updates aus dem Internet einspielen. Dazu brauchen Sie eine Verbindung ins Internet. Auf Nummer sicher gehen Sie, wenn Sie Ihren Rechner über ein Netzwerkkabel mit Ihrem Router verbinden, sofern das möglich ist. Der Network Manager von Kubuntu stellt dann automatisch die Verbindung her, sofern der Router IP-Adressen per DHCP vergibt (was meistens der Fall ist).

Auch WLAN-Router verfügen oft über Eingänge für ein Netzwerkkabel. Das wird interessant, falls die WLAN-Verbindung nicht zu Stande kommt. Der Kernel muss Ihre WLAN-Karte mit einem passenden Treiber unterstützen, damit Kubuntu sie automatisch einrichtet. Fehlt dem Kernel dieser Treiber, weil der Karten-Hersteller den Treiber-Quellcode nicht heraus rückt, richten Sie WLAN-Karten – aber auch UMTS-Karten und DSL-Modems – über Programme / System / Hardware Drivers ein. Sie wählen Ihre Karte aus, klicken auf Aktivieren und der Assistent lädt die passende Software herunter und aktiviert sie. Über denselben Assistenten richten Sie übrigens auch den Treiber für Ihre Grafikkarte ein, um 3D-Effekte und -Spiele zu verwenden (Abbildung 7).

Abbildung 7: Treiber für Ihre Grafikkarte oder für WLAN- und UMTS-Karten sowie andere proprietäre Geräte spielen Sie in der Regel über den Hardware-Assistenten ein.

Am besten probieren Sie zunächst im Live-Modus, ob Kubuntu eine WLAN-Verbindung herstellt. Ein Klick auf das Netzwerk-Icon im Systembereich der Kontrollleiste sollte verfügbare WLAN-Netze anzeigen, bei denen Sie sich anmelden können (Abbildung 8). Leider entdeckt Kubuntu zur Zeit keine Netze mit versteckter SSID – ein Problem, das ein Update hoffentlich bald löst.

Abbildung 8: Haben Sie den Treiber für die WLAN-Karte installiert, suchen Sie nach dem passenden WLAN-Netz in der Umgebung.

UMTS-Karten und DSL-Verbindungen richten Sie auf demselben Weg ein, wie WLAN-Karten: Über Programme / System / Knetwork Manager richten Sie über die Reiter DSL und Mobiles Breitband die entsprechenden Verbindungen ein. Voraussetzung auch hier: Kubuntu muss die Hardware erkennen, andernfalls erscheinen die Reiter nur grau unterlegt.

Steht die Verbindung ins Netz, holen Sie die aktuellste Software auf den Rechner, Kubuntu nennt sie Fehlerkorrekturen. Wenn Sie einen Augenblick warten, sucht Kubuntu automatisch nach Updates und fragt, ob Sie diese einspielen wollen. Alternativ starten Sie den Paketmanager über Rechner / KPackageKit, klicken auf Software-Aktualisierung, wählen dann Select all updates und beenden den Vorgang über Anwenden. Nach Eingabe des Passwortes lädt Kubuntu die neuesten Updates herunter und installiert diese.

KDE im Überblick

Wollen Sie nach gelungener Installation erstmal ein bisschen Musik genießen, rufen Sie über das K-Menü und Programme / Multimedia den Audioplayer Amarok in Version 2.2 auf. Wie immer, brauchen Sie die passenden Codecs, um etwas MP3-Dateien abzuspielen. Beim Start von Amarok empfiehlt der Update notifier, diverse Audio- und Video-Codecs einzuspielen, um die Multimedia-Funktionalität zu erweitern. Klicken Sie auf das kleine blaue Globus-Icon in der Kontrollleiste, erscheint eine Liste der zu installierenden Codecs. Ein Klick auf Install Selected spielt diese ein – lediglich in der Live-Version klappt dieser Weg nicht. Zur Zeit unterstützt Amarok allerdings kein Last.FM. Das gilt auch für die anderen Linux-Audioplayer von Banshee über Rhythmbox bis zu Exaile. Ein Patch ist auf dem Weg und lässt sich mit den Updates einspielen.

Kubuntus Videosoftware heißt Dragon Player: Das unspektakuläre Programm spielt Videos ab, mit denen Sie es füttern. Auch Dragon Player bietet beim Start an, die oben genannten Codecs automatisch zu installieren.

Mit K3b für KDE 4 hat Kubuntu zudem ein hochwertiges Brennprogramm an Bord, das mittlerweile auch alle wesentlichen Features der KDE-3-Version beherrscht. Konqueror ist der Standard-Webbrowser, er bringt nun einen aktiven Werbeblocker mit. Die meisten Anwender dürften diesen Schritt begrüßen, über die Einstellungen schalten Sie den Filter wieder ab. Wer Firefox bevorzugt, findet direkt im K-Menü unter Programme / Internet einen Firefox-Installer. Über den spielt Kubuntu die neue Version des Browsers ein, ohne dass Sie einen Umweg über den Paketmanager nehmen müssen.

Infos

[1] Offizielles Ubuntu-Wiki zu Grub 2: https://help.ubuntu.com/community/Grub2

[2] Deutsches Wiki auf Ubuntuusers.de: http://wiki.ubuntuusers.de/GRUB_2

[3] Linux Magazin Online zu Grub 2: http://www.linux-magazin.de/Online-Artikel/Schoener-Booten

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 

Ähnliche Artikel

Kommentare
Video: Howto Install Ubuntu: Karmic Koala 9.10
Nixie Pixel Fan (unangemeldet), Freitag, 08. Januar 2010 14:12:16
Ein/Ausklappen

Ist zwar in englisch, aber trotzdem verständlich und sehr nett anzusehen!

http://www.youtube.com/watch?v=GHYKLlc4kXw


Bewertung: 81 Punkte bei 13 Stimmen.
Den Beitrag bewerten: Gut / Schlecht