Wege ins Netz

Gleich nach der Installation sollten Sie zunächst die neuesten Updates aus dem Internet einspielen. Dazu brauchen Sie eine Verbindung ins Internet. Auf Nummer sicher gehen Sie, wenn Sie Ihren Rechner über ein Netzwerkkabel mit Ihrem Router verbinden, sofern das möglich ist. Der Network Manager von Kubuntu stellt dann automatisch die Verbindung her, sofern der Router IP-Adressen per DHCP vergibt (was meistens der Fall ist).

Auch WLAN-Router verfügen oft über Eingänge für ein Netzwerkkabel. Das wird interessant, falls die WLAN-Verbindung nicht zu Stande kommt. Der Kernel muss Ihre WLAN-Karte mit einem passenden Treiber unterstützen, damit Kubuntu sie automatisch einrichtet. Fehlt dem Kernel dieser Treiber, weil der Karten-Hersteller den Treiber-Quellcode nicht heraus rückt, richten Sie WLAN-Karten – aber auch UMTS-Karten und DSL-Modems – über Programme / System / Hardware Drivers ein. Sie wählen Ihre Karte aus, klicken auf Aktivieren und der Assistent lädt die passende Software herunter und aktiviert sie. Über denselben Assistenten richten Sie übrigens auch den Treiber für Ihre Grafikkarte ein, um 3D-Effekte und -Spiele zu verwenden (Abbildung 7).

Abbildung 7: Treiber für Ihre Grafikkarte oder für WLAN- und UMTS-Karten sowie andere proprietäre Geräte spielen Sie in der Regel über den Hardware-Assistenten ein.

Am besten probieren Sie zunächst im Live-Modus, ob Kubuntu eine WLAN-Verbindung herstellt. Ein Klick auf das Netzwerk-Icon im Systembereich der Kontrollleiste sollte verfügbare WLAN-Netze anzeigen, bei denen Sie sich anmelden können (Abbildung 8). Leider entdeckt Kubuntu zur Zeit keine Netze mit versteckter SSID – ein Problem, das ein Update hoffentlich bald löst.

Abbildung 8: Haben Sie den Treiber für die WLAN-Karte installiert, suchen Sie nach dem passenden WLAN-Netz in der Umgebung.

UMTS-Karten und DSL-Verbindungen richten Sie auf demselben Weg ein, wie WLAN-Karten: Über Programme / System / Knetwork Manager richten Sie über die Reiter DSL und Mobiles Breitband die entsprechenden Verbindungen ein. Voraussetzung auch hier: Kubuntu muss die Hardware erkennen, andernfalls erscheinen die Reiter nur grau unterlegt.

Steht die Verbindung ins Netz, holen Sie die aktuellste Software auf den Rechner, Kubuntu nennt sie Fehlerkorrekturen. Wenn Sie einen Augenblick warten, sucht Kubuntu automatisch nach Updates und fragt, ob Sie diese einspielen wollen. Alternativ starten Sie den Paketmanager über Rechner / KPackageKit, klicken auf Software-Aktualisierung, wählen dann Select all updates und beenden den Vorgang über Anwenden. Nach Eingabe des Passwortes lädt Kubuntu die neuesten Updates herunter und installiert diese.

KDE im Überblick

Wollen Sie nach gelungener Installation erstmal ein bisschen Musik genießen, rufen Sie über das K-Menü und Programme / Multimedia den Audioplayer Amarok in Version 2.2 auf. Wie immer, brauchen Sie die passenden Codecs, um etwas MP3-Dateien abzuspielen. Beim Start von Amarok empfiehlt der Update notifier, diverse Audio- und Video-Codecs einzuspielen, um die Multimedia-Funktionalität zu erweitern. Klicken Sie auf das kleine blaue Globus-Icon in der Kontrollleiste, erscheint eine Liste der zu installierenden Codecs. Ein Klick auf Install Selected spielt diese ein – lediglich in der Live-Version klappt dieser Weg nicht. Zur Zeit unterstützt Amarok allerdings kein Last.FM. Das gilt auch für die anderen Linux-Audioplayer von Banshee über Rhythmbox bis zu Exaile. Ein Patch ist auf dem Weg und lässt sich mit den Updates einspielen.

Kubuntus Videosoftware heißt Dragon Player: Das unspektakuläre Programm spielt Videos ab, mit denen Sie es füttern. Auch Dragon Player bietet beim Start an, die oben genannten Codecs automatisch zu installieren.

Mit K3b für KDE 4 hat Kubuntu zudem ein hochwertiges Brennprogramm an Bord, das mittlerweile auch alle wesentlichen Features der KDE-3-Version beherrscht. Konqueror ist der Standard-Webbrowser, er bringt nun einen aktiven Werbeblocker mit. Die meisten Anwender dürften diesen Schritt begrüßen, über die Einstellungen schalten Sie den Filter wieder ab. Wer Firefox bevorzugt, findet direkt im K-Menü unter Programme / Internet einen Firefox-Installer. Über den spielt Kubuntu die neue Version des Browsers ein, ohne dass Sie einen Umweg über den Paketmanager nehmen müssen.

Infos

[1] Offizielles Ubuntu-Wiki zu Grub 2: https://help.ubuntu.com/community/Grub2

[2] Deutsches Wiki auf Ubuntuusers.de: http://wiki.ubuntuusers.de/GRUB_2

[3] Linux Magazin Online zu Grub 2: http://www.linux-magazin.de/Online-Artikel/Schoener-Booten

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Kubuntu 12.10 installieren
    Wer die Einfachheit von Ubuntu mit dem Charme eine KDE-Desktops verknüpfen möchte, liegt bei Kubuntu 12.10 genau richtig. Wir zeigen, wie Sie die Linux-Distribution installieren.
  • Kubuntu 13.10 von der Heft-DVD installieren
    Im Oktober ist Ubuntu 13.10 erschienen – und zeitgleich auch die KDE-Variante Kubuntu. Sie können die Heft-DVD, die Kubuntu 13.10 enthält, als Livesystem verwenden oder für eine Installation auf Platte nutzen. Dieser Artikel zeigt, wie es geht.
  • Kubuntu 13.04 von der Heft-DVD installieren
    Im April ist Ubuntu 13.04 erschienen – und zeitgleich auch die KDE-Variante namens Kubuntu. Sie können die Heft-DVD, die Kubuntu 13.04 enthält, als Livesystem verwenden oder für eine Installation auf Platte nutzen. Dieser Artikel zeigt, wie es geht.
  • Kubuntu 14.04 LTS
    Im April ist Ubuntu 14.04 erschienen – und zeitgleich auch die KDE-Variante Kubuntu. Version 14.04 ist eine Long-Term-Support-Version (LTS): Die Entwickler werden sie mindestens fünf Jahre mit Updates versorgen.
  • Kubuntu 15.10
    Im Oktober ist Ubuntu 15.10 (Wily Werewolf) erschienen – und zeitgleich auch die KDE-Variante Kubuntu, deren 64-Bit-Version Sie auf unserer Heft-DVD finden. Hier erklären wir die Installation.
Kommentare
Video: Howto Install Ubuntu: Karmic Koala 9.10
Nixie Pixel Fan (unangemeldet), Freitag, 08. Januar 2010 14:12:16
Ein/Ausklappen

Ist zwar in englisch, aber trotzdem verständlich und sehr nett anzusehen!

http://www.youtube.com/watch?v=GHYKLlc4kXw


Bewertung: 222 Punkte bei 38 Stimmen.
Den Beitrag bewerten: Gut / Schlecht

Infos zur Publikation

EL 05-07/2017: Emulatoren und virtuelle Maschinen

Digitale Ausgabe: Preis € 9,80
(inkl. 19% MwSt.)

EasyLinux erscheint vierteljährlich und kostet 9,80 Euro. Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 33,30 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!      

Aktuelle Fragen

Anfänger Frage
Klaus Müller, 24.05.2017 14:25, 1 Antworten
Hallo erstmal. Habe von linux nicht so viel erfahrung müsste aber mal ne doofe frage stellen. A...
Knoppix-Live-CD (8.0 LU-Edition) im Uefiboot?
Thomas Weiss, 26.04.2017 20:38, 2 Antworten
Hallo, Da mein Rechner unter Windows 8.1/64Bit ein Soundproblem hat und ich abklären wollte, o...
Grub2 reparieren
Brain Stuff, 26.04.2017 02:04, 5 Antworten
Ein Windows Update hat mir Grub zerschossen ... der Computer startet nicht mehr mit Grub, sondern...
Linux open suse 2,8
Wolfgang Gerhard Zeidler, 18.04.2017 09:17, 2 Antworten
Hallo.bitte um Hilfe bei. Code fuer den Rescue-login open suse2.8 Mfg Yvo
grep und sed , gleicher Regulärer Ausdruck , sed mit falschem Ergebnis.
Josef Federl, 15.04.2017 00:23, 1 Antworten
Daten: dlfkjgkldgjldfgl55.55klsdjfl jfjfjfj8.22fdgddfg {"id":"1","name":"Phase L1","unit":"A",...