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Ubuntu plus KDE

Vitamin K

Ubuntus KDE-Ableger Kubuntu gilt als Stiefkind des Projekts, hat aber einiges zu bieten. Wir zeigen, wie Sie die KDE-Distribution auf die Platte spielen.

Kubuntu ist Ubuntus kleiner Bruder. Die Distribution setzt auf den KDE-Desktop, an dem deutlich weniger Entwickler als an Ubuntu werkeln. Das macht sich unter anderem an Schwächen in der Übersetzung bemerkbar: Wer in den Systemeinstellungen stöbert, stößt auf ein buntes Gemisch von deutschen und englischen Bezeichnungen. Ansonsten profitiert Kubuntu aber von den Vorteilen von KDE: Es lässt sich einfach bedienen, sieht extrem gut aus (Abbildung 1) und bringt ein paar sehr fähige Standardprogramme mit, zu denen K3b, Digikam und Amarok gehören.

Abbildung 1: Schicker Auftritt: Kubuntu mit dem KDE-Desktop in Version 4.3.2 und dem Twitter-Plasmoid.

Auftritt Installateur

Eine benutzerfreundliche Installation von Kubuntu setzt Hardware voraus, die ein paar Anforderungen erfüllen muss. Empfohlen sind ein Prozessor mit einer Taktrate von 700 MHz, mindestens 384 MByte Arbeitsspeicher, 8 GByte freien Speicher auf der Festplatte sowie eine Bildschirmauflösung von mindestens 1024x768 Pixel. Erfüllt Ihr Rechner diese Voraussetzungen nicht, läuft Kubuntu zwar auch, allerdings weit weniger performant. Der Komfort von KDE hat zwar seinen Preis, aber die meisten Rechner der letzten fünf Jahre sollten diese Anforderungen locker erfüllen.

Nutzen Sie Kubuntu bereits, genügt ein Upgrade auf die neue Version über den Paketmanager. Auch hier treten dank eines neuen Kernels und neuer Software mitunter unvorhersehbare Probleme auf; es empfiehlt sich, wichtige Dateien im Vorfeld extern zu sichern, etwa auf einem USB-Stick. Um Kubuntu über das Internet upzugraden, drücken Sie [Alt]+[F2] und geben update-notifier-kde -u ein. Der Befehl sorgt dafür, dass sich Kubuntu die neue Software aus den bekannten Paketquellen holt und alte Pakete entfernt.

Um Kubuntu von der DVD zu installieren, legen Sie die Heft-DVD zunächst richtig herum in den DVD-Schacht, so dass Sie den Kubuntu-Schriftzug auf der DVD sehen. Dann starten Sie den Rechner neu. Das Bootmenü erscheint (Abbildung 2) und Sie entscheiden sich für eine Sprache.

Abbildung 2: Die Qual der Wahl: Beim Booten stehen verschiedene Optionen zur Auswahl: Sie probieren Kubuntu erstmal aus oder installieren es sofort.

Bleibt der Bildschirm schwarz, müssen Sie zunächst das BIOS überreden, die DVD als Bootmedium zu akzeptieren. Um in das BIOS zu gelangen, drücken Sie nach dem Einschalten des Rechners zum Beispiel [Esc],[Entf] oder [F2] (die genaue Taste hängt von Ihrem Rechner ab). Dann suchen Sie nach einer Option, um die Bootreihenfolge zu ändern. Die Möglichkeit, von CD/DVD zu booten, muss an erster Stelle stehen, vor dem Booten von der Festplatte. Speichern Sie dann die Änderungen im BIOS und starten Sie den Rechner neu. Von nun an fahndet dieser zunächst nach einer CD/DVD als Bootmedium und wendet sich erst dann der Festplatte zu.

Mit ins Boot

Das Bootmenü stellt mehrere Optionen bereit. Als Kubuntu-Einsteiger sollten Sie zunächst Kubuntu ausprobieren, um einen Blick auf den Desktop zu werfen, ohne irgend etwas zu installieren. Allerdings reagieren Programme in diesem so genannten Live-Modus meist wesentlich langsamer, als wenn Kubuntu von der Festplatte läuft.

Bei Problemen mit der Kubuntu-Installation (wenn etwa der Boot-Loader streikt oder ähnliches), hilft der Punkt Ein beschädigtes System reparieren. Über [F5] gelangen Sie in einen speziellen Modus, um Kubuntu barrierefrei auf die Festplatte zu spielen, was unter anderem Blinden und Gehörlosen hilft.

Neben diesen Punkten gibt es noch die so genannten Bootparameter, die Sie über [F6] erreichen: Diese geben Sie Kubuntu beim Start mit auf den Weg, um bestimmte Probleme mit Ihrer Hardware zu umschiffen. So deaktivieren die Optionen noapic und acpi=off die Energiesparfunktionen von Rechnern, die nicht über ACPI verfügen oder bei denen diese Funktion Probleme bereitet, wozu Abstürze oder ungewollte Neustarts zählen. Um einen Parameter auszuwählen, drücken Sie im Auswahlmenü einfach [Eingabe] und es erscheint ein Kreuzchen neben der gewählten Option. Eine dieser Optionen ermöglicht es Ihnen zudem, ausschließlich Software zu installieren, die unter einer freien Lizenz steht. Mit [Esc] verlassen Sie das Menü, die Auswahl bleibt bestehen. Über Tastatureingaben hängen Sie anschließend noch beliebige weitere Bootparameter an die angezeigte Bootzeile.

Bootoptionen brauchen Sie nur, wenn beim Starten der Live-DVD oder beim Installieren von Kubuntu Probleme auftreten. Testen Sie zuvor mit CD/DVD auf Fehler prüfen, ob die benutzte DVD in Ordnung ist – defekte DVDs und CDs gibt es häufiger. Benutzen Sie eine ungewöhnliche Tastatur, drücken Sie [F3] und wählen eine alternative Tastaturbelegung. Bei Problemen mit der Grafikkarte hilft das Booten in den Abgesicherten Grafikmodus, die Option erreichen Sie über [F4]. Dank ihr kommen bei der Installation nur einfache Open-Source-Grafiktreiber zum Einsatz, die keine Probleme verursachen.

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Kommentare
Video: Howto Install Ubuntu: Karmic Koala 9.10
Nixie Pixel Fan (unangemeldet), Freitag, 08. Januar 2010 14:12:16
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Ist zwar in englisch, aber trotzdem verständlich und sehr nett anzusehen!

http://www.youtube.com/watch?v=GHYKLlc4kXw


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