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Film ab?

Der Button mit dem Filmstreifen existiert zwar schon, ein Klick darauf zeigt aber lediglich einen Windows-Fehlerdialog. Die Picasa-Homepage informiert: Auch dieses Feature wurde noch nicht integriert, und so müssen sich Anwender der Linux-Betaversion noch ein bisschen gedulden, bevor sie Regisseur spielen dürfen.

Darüber hinweg tröstet vielleicht die Funktion Create Gift CD ("Erstelle Geschenk-CD"), die sich hinter dem Icon mit der CD unter den Alben- oder Ordnernamen versteckt. Ein Klick auf das Symbol teilt das Programmfenster. Im unteren Bereich nehmen Sie nun die Feinabstimmung für das neue Präsent vor (Abbildung 5).

Im ersten Bereich (Selections and Settings) fügen Sie optional zur bereits getroffenen Auswahl weitere Ordner oder Alben hinzu. Klicken Sie dazu auf den Button Add More und markieren Sie dann in der linken Navigationsleiste weitere Sammlungen. Im blauen Trennbalken sehen Sie jeweils, wie viel Speicherplatz die Daten benötigen und ob sie auf eine CD und/oder DVD passen. In der Voreinstellung ist die Option Include Slideshow aktiviert. Wollen Sie ausschließlich die Fotos ohne interaktive Diavorführung auf den Datenträger bringen, entfernen Sie hier das Häkchen. Bleibt die Option aktiviert, erstellt Picasa eine selbstausführende Diaschau (siehe dazu auch Kasten Picasas Geschenk unter Linux auspacken). Aus dem Drop-down-Menü Photo Size wählen Sie die Größe der Bilder aus – bei einer großen Sammlung empfiehlt sich das Verkleinern auf beispielsweise 800 x 600, um alles auf dem Datenträger unterzubringen.

Im zweiten Feld unter dem Trennbalken (Name the Gift CD) geben Sie der CD einen bis zu 16 Zeichen langen Namen. Vermeiden Sie hier und auch für die Alben Sonderzeichen, weil Picasa sonst unter Umständen Schwierigkeiten beim Darstellen bekommt. Ein Klick auf Burn Disc erstellt ein ISO-Image der Zusammenstellung.

Ein Dialogfenster informiert noch einmal über die Datenmenge. Allerdings erwies sich diese Angabe im Test als extrem ungenau. Während das Programm 613 MByte prognostizierte, wurde das Image tatsächlich lediglich 143 MByte groß. Nach dem Klick auf Write öffnet sich ein Dateiauswahldialog, in dem Sie den Zielort für das ISO-Image bestimmen. Für diese Abbilddateien legt Picasa selbstständig das Verzeichnis ISOs im eigenen Home-Verzeichnis an, selbst wenn Sie danach einen anderen Speicherort bestimmen. Falls Sie den Ordner löschen, legt ihn Picasa bei jedem Erstellen einer Geschenk-CD neu an. Die fertige ISO-Datei brennen Sie anschließend mit einem Programm wie K3b oder Brasero.

Picasas Geschenk unter Linux auspacken

Die Option Include Slideshow erstellt eine CD, die unter Windows automatisch nach dem Einlegen eine interaktive Diavorführung startet. Neben einer ausführbaren Datei namens PicasaCD.exe enthält der Datenträger unter anderem eine Autorun-Datei und ein Titelbild im Photoshop-Format (cdgo.psd).

Unter Linux können Sie eine solch multimediale CD ins Dateisystem einhängen und die Bilder aus dem Verzeichnis Pictures betrachten, aber die Diaschau startet nicht. Es ist allerdings möglich, die Vorführung über Wine [4] laufen zu lassen. Dazu installieren Sie über den Paketmanager Ihrer Distribution das gleichnamige Paket und geben anschließend in ein Schnellstart- oder Terminalfenster den folgenden Befehl ein:

wine /media/cdrom/PicasaCD.exe

(wobei Sie das Verzeichnis /media/cdrom/ durch den Ordner ersetzen müssen, in dem die CD/DVD eingebunden wurde). Die Vorführung beginnt sofort im Vollbildmodus. Das Titelbild besteht aus einer Collage der ersten Schnappschüsse der Alben oder Ordner (Abbildung 6). Ein Klick auf einen der Thumbnails startet die Vorführung.

Picasa als Rettungsanker

Auch Picasas Backup-Funktion erzeugt ein ISO-Image zum Brennen. Sie starten den praktischen Helfer über das Menü Tools / Backup Pictures. Im unteren Bereich legen Sie zuerst einen neuen Sicherungssatz (New Set) an oder bearbeiten einen vorhandenen, indem Sie ihn aus dem Drop-down-Menü Backup Set auswählen.

Diese Sicherungssätze enthalten Ordner und/oder Alben. Auf diese Weise können Sie eigene Sammlungen zusammenstellen oder die seit dem Erstellen vorgenommenen Änderungen aktualisieren. Beim Anlegen eines neuen Satzes geben Sie einen Namen an und entscheiden über Klicks in die Checkboxen, ob Sie die Sicherung auf CD/DVD oder einer externen Festplatte (Disk-to-disk backup) speichern möchten. Anschließend definieren Sie darunter, welche Dateitypen die Sicherungskopie berücksichtigt: alle (All File Types), alle Bilder (All Pictures (exclude movies)) oder JPEG-Dateien mit Kamerainformationen.

Danach markieren Sie die Ordner und Alben, die Sie in den Sicherungssatz aufnehmen möchten. Dazu klicken Sie die Elemente einzeln mit der Maus im Navigationsbereich an oder betätigen die Buttons Select All ("wähle alle") oder Select None ("wähle keinen"). Picasa berücksichtigt bei der Sicherung nur die mit einem Häkchen markierten Ordner und Alben.

Der blaue Trennbalken zeigt genau wie beim Erstellen der Geschenk-CDs Informationen zur Speicherauslastung an. Klicken Sie auf die Schaltfläche Burn, öffnet sich ein Dateiauswahldialog, in dem Sie den Speicherort festlegen. Auch in diesem Szenario erstellt Picasa automatisch das Verzeichnis ISOs – egal, ob Sie es verwenden oder nicht.

Unabhängig davon, ob Sie auf CD/DVD oder auf einer externen Platte sichern: Das Ergebnis sieht gleich aus. Picasa legt nicht nur die Bilder im Backup ab, sondern zusätzlich eine Windows-Autostart-Datei sowie eine ausführbare Datei namens PicasaRestore.exe. Letztere verwenden Sie, wie in Kasten Picasas Geschenk unter Linux auspacken beschrieben, auch unter Linux. Der Startbefehl zur Wiederherstellung der Daten lautet dann

wine /media/cdrom/PicasaRestore.exe

wobei wieder der Pfad anzupassen ist. Im folgenden Dialogfenster entscheiden Sie, ob Picasa die Fotos an ihren ursprünglichen Ort kopieren soll (Original locations) oder ob sie in einem anderen Verzeichnis landen (This folder); ein Klick auf Change öffnet ein Auswahlfenster. Bestätigen Sie Ihre Wahl über Next, zeigt Picasa die geplanten Aktionen an (Abbildung 7). Per Klick auf Restore starten Sie die Wiederherstellung.

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