Home / EasyLinux / 2010 / 01 / Standardsalat

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Mandriva gibt Distribution in die Hände der Community
(268 Punkte bei 24 Stimmen)
Neues vom Systemd
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Mandriva in Nöten
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.

Standardsalat

RAW, PNG, JPEG – Grafikformate im Überblick

Rohe Daten

Insbesondere im Kontext von digitaler Fotografie begegnet Ihnen zunehmend der Begriff "Raw data" bzw. "Rohdatenformat". Was hat es mit diesem Rohformat auf sich? Sie wissen bereits, dass Digitalkameras Bilder vor dem Ablegen im Speicher des Geräts in das JPEG-Format umwandeln. Weil JPEG ein verlustbehaftetes Format ist, gehen Bildinformationen verloren. Das betrifft Eigenschaften wie die Farbtiefe und Informationen zu den im Bild auftretenden Helligkeitsverhältnissen.

Mit Gimp oder einem anderen Programm bearbeiten Sie solche Bilder nur auf Basis der Daten, die Ihnen die Software der Kamera übrig gelassen hat. Professionelle Fotografen wollen sich allerdings nicht auf diese Vorauswahl der Kamera-Software verlassen. Sie möchten dort, wo es notwendig ist, selbst Hand anlegen.

Digitalkameras der höheren Qualitätsklassen – zumindest jedoch alle digitalen Spiegelreflex-Kameras, bieten deshalb ein RAW-Format an (siehe Artikel ab Seite 44). Bei diesem Format landen die Daten unkomprimiert auf dem Chip der Kamera. Ein einzelnes Bild nimmt so gut und gerne 12 bis 16 MByte in Anspruch. Ein standardisiertes RAW-Format gibt es nicht – jeder Hersteller kocht sein eigenes Süppchen; außerdem dokumentieren sie die RAW-Formate normalerweise nicht öffentlich. Für die wichtigsten Kamerahersteller gibt es RAW-Interpreter, die auf Basis des so genannten Reverse Engineering entstanden sind. Dabei analysieren findige Bastler den Datenstrom in der Kamera und treffen auf dieser Grundlage Annahmen über das Format. Diese Treiber funktionieren mal besser und mal schlechter.

Der große Vorteil von Rohbildern ist, dass jedwede Komprimierung oder Bearbeitung tatsächlich auf Basis der Originaldaten eines Fotos passiert. Komplexe Programme zur Bildbearbeitung verfügen über eine Vielzahl von Funktionen, die sich in der Firmware einer Digitalkamera praktisch nicht unterbringen ließen. So lässt sich eine Über- oder Unterbelichtung auf einer RAW-Aufnahme beispielsweise wesentlich besser mit den Funktionen von Gimp oder Photoshop korrigieren, als bei einem JPEG-Bild. Überdies verfügen professionelle Programme zur Bildbearbeitung üblicherweise über robustere Implementierungen der gängigen Bild-Codecs, so dass Sie beim Komprimieren auch in Sachen Speicherplatz noch ein paar Bits mehr heraus kitzeln.

Andere Welt: Vektorgrafiken

Bisher war im Artikel ausschließlich von pixelbasierten Grafikformaten die Rede. Die Bilddatei enthält dabei, welcher Pixel bei der Darstellung welche Farbe annimmt. Vektorbasierte Grafikformate unterscheiden sich hiervon grundlegend: Sie speichern nicht für jeden Pixel die Information der Farbe – eine Vektorgrafik ist viel eine große mathematische Gleichung. In ihr stehen Informationen darüber, wie sich die einzelnen Elemente einer Grafik zueinander anordnen und in welchem Größenverhältnis sie stehen. Es gilt das Prinzip, jedes Element einer Grafik auf möglichst einfache Komponenten zu reduzieren und diese einzeln zu beschreiben. Diese Elemente heißen "grafische Primitive" – gemeint sind Linien, Kurve oder auch Polygone. Selbst wenn eine Vektorgrafik ein augenscheinlich komplexes Bild ist, so besteht sie im Wesentlichen aus Linien, Kreisen und ähnlichen Objekten.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Weil sie lediglich Informationen über Form und Farbe einzelner geometrischer Körper sowie deren Lage zueinander enthält, lassen sich die Größenverhältnisse durch simples Multiplizieren ändern. Vektorgrafiken sind also verlustfrei skalierbar. Mit einer Datei, deren Größe unter 1 MByte liegt, erstellen Sie Plakate in der Größe 3 mal 4 Meter. Ein beliebtes Vektorgrafikformat ist SVG (Scalable Vector Graphics). Andere Vektorformate sind das in der Druckwelt bekannte PostScript (häufig als EPS, Encapsulated PostScript) und diverse proprietäre Bildtypen in kommerziellen Anwendungen wie Illustrator.

Bei der Anzeige rastert das Programm Vektorgrafiken im Hintergrund und wandelt sie damit in Pixelgrafiken um. Fotos sind nie Vektorgrafiken – zwar gibt es Anwendungen, die eine Bitmap-Grafik "vektorisieren" (also in eine Vektorgrafik konvertieren), das ist aber nur in Ausnahmefällen sinnvoll. Vektorgrafiken erstellen Sie unter Linux beispielsweise mit Inkscape (Abbildung 2), dessen Handhabung für Anfänger allerdings kompliziert ist.

Abbildung 2: Erinnert an Gimp, ist aber Inkscape: Der Tux, den Sie hier im Ausschnitt sehen, ist eine Vektorgrafik und lässt sich auch auf ein Acht-mal-acht-Meter-Plakat verlustfrei drucken.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

Hits
Wertung: 69 Punkte (1 Stimme)

Schlecht Gut

Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

title_2012_02

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

EasyLinux erscheint vierteljährlich und kostet EUR 9,80. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der EasyLinux-Homepage.

Das EasyLinux-Jahresabo kostet EUR 33,30. Details zum EasyLinux-Jahresabo finden Sie im LNM-Shop.

Tipp der Woche

Adobe AIR
Adobe-AIR-Programme installieren und (manuell) starten
Tim Schürmann, 14.05.2012 13:09, 0 Kommentare

Es gibt sie noch: neue Anwendungen, die Adobes Integrated Runtime voraussetzen. Aktuellstes und vermutlich auch größtes Beispiel ist das Adventure Botanicula

Aktuelle Fragen

gibt es ein Kommandozeilen Tool, um ein X11-Fenster in ein Anderes einzubetten?
GoaSkin , 21.05.2012 16:44, 0 Antworten
Das XEmbed-Protokoll ist u.A. dazu gedacht, dass man eine X11-Anwendung in eine andere wie ein Wi...
Apache2, Options -Indexes geht nicht
no no, 12.05.2012 19:01, 8 Antworten
Habe in apache2.conf folgendes stehen: Options -Indexes ...
LInux auf Dell LS H500
Andreas Endresl, 09.05.2012 08:54, 2 Antworten
Habe einen alten Dell Latitude LS H500 nur mit ext. Floppy und CD es geht nur immer eines von den...
Datenwiederherstellung unter Ubuntu 12.04 mit "Simple Backup" nach Umzug von Linux Mint
Christian Lottmann, 07.05.2012 13:33, 0 Antworten
Vor dem Umzug auf Ubuntu 12.04 habe ich unter Linux MInt mit "Simple Backup" voll (15.4.2012) und...
DKMS für den propritären NVIDIA-Treiber
Commander Data, 26.04.2012 22:02, 2 Antworten
Hallo an die Gemeinde. Ich habe hier ein interessantes Stück openSuSE gefunden. http://forums.op...