Im Internet kursiert seit Jahren der Satz: "Das Schöne an Standards ist, dass es so viele davon gibt." Wer sich etwa mit Videobearbeitung beschäftigt, weiß ein Lied davon zu singen. Allein die Anzahl der verfügbaren Video-Codecs und Containerformate scheint unendlich groß zu sein. Nicht viel besser sieht es bei unbewegten Bildern aus: Wer sich mit digitaler Fotografie und digitalen Fotos am Computer beschäftigt, begegnet einer Vielzahl von Begriffen und verliert als Nicht-Profi schnell den Überblick.
Grundsätzliches
Mit den richtigen Informationen bewaffnet, ist der Weg durch den Dschungel der Formate aber ganz einfach. Was Ihnen Bezeichnungen wie JPEG, GIF und PNG oder RAW, Pixel- und Vektorgrafik über ein Bild verraten, erfahren Sie in diesem Artikel.
Zunächst die grundlegenden Fakten: Wenn von digitalen Grafiken die Rede ist, unterscheidet man üblicherweise zwischen zwei großen Kategorien: vektorbasierten und pixelbasierten Grafiken. Als Heimanwender kommen Sie mit Vektorgrafiken eher selten in Berührung; auf sie geht der Artikel später ein. Die weitaus meiste Zeit bekommen Sie es mit Pixelgrafiken zu tun. Was unterscheidet die beiden Formattypen?
Wie Digitalkameras arbeiten
Digitalkameras verwenden einen Lichtsensor, der das beim Auslösen durchs Objektiv eingefangene Bild in viele kleine Bildpunkte aufsplittet – diese Bildpunkte heißen Pixel. Jeder Pixel hat eine Farbe. Die Kamera speichert nicht das Bild als solches, sondern merkt sich für jeden Pixel, welche Farbe er hat. Auch bei der Bildschirmdarstellung spielen Pixel eine Rolle: LCD-Bildschirme haben eine festgelegte Zahl von Pixeln, z. B. 1600 Bildpunkte in der Breite und 1200 in der Höhe bei einem Gerät im klassischen 4:3-Format. Die alten Röhrenmonitore waren da flexibler und konnten verschiedene Auflösungen
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