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Keine Zeit für Ladehemmung!

Shadowgrounds und Shadowgrounds Survivor

10.12.2009
Schnallen Sie sich Ihre Waffe um, legen Sie Ihren Kampfanzug an und machen Sie fiesen Aliens den Garaus! Bei Shadowgrounds schieben Sie keine Hölzchen hin und her. Hier geht's zur Sache. Und das macht einen Heidenspaß!

Nicht viele PC-Spiele finden ihren Weg auf Linux-Rechner. Zu den wenigen Titeln zählen auch Shadowgrounds [1] und der Nachfolger Shadowgrounds Survivor [2], die insbesondere Freunde von Actionspielen ansprechen. Mit verschiedenen Feuerwaffen spüren Sie feindliche Aliens auf und bekämpfen diese. Dabei gilt es, alle Feinde zur Strecke zu bringen, ohne dabei den Geist aufzugeben. Sie spielen Shadowgrounds und seinen Nachfolger in einer isometrischen Draufsicht. Dabei müssen Sie Missionsziele erreichen und die anfangs noch verdeckte Karte erkunden. Im Erfolgsfall verbessern Sie Ihre Ausrüstung und das Waffenarsenal. Das ist notwendig, weil die Aliens im Laufe des Spieles immer fieser und gefährlicher werden.

Zur Geschichte: Ein Außenposten einer menschlichen Kolonie auf dem Jupiter wurde angegriffen. Ein Trupp Space Marines unter Ihrer Führung soll das Problem erkunden und die feindlichen Aliens aus dem Weg räumen. Wie bei anderen Actionspielen auch, gewinnt das Spiel nun langsam an Fahrt. Zuerst stoßen Sie auf nur wenige Gegner. Aber die vermehren sich schnell, und am Ende der Level warten jeweils heftige Endgegner auf Sie, an denen Sie schon ein wenig knabbern. Licht- und Schatteneffekte sorgen für eine stimmungsvolle Atmosphäre, Gebäude und Vegetation lassen sich zerstören. Interessant ist, dass die Aliens unterschiedlich auf Licht reagieren: So nutzen Sie eine Taschenlampe für taktische Finessen. Aber auch die Waffen bieten Features, die über das bloße Ballern hinausgehen. Aus einer Minigun und einem Flammenwerfer bauen Sie eine stationäre Waffe, mit der Sie zielgenau Unheil anrichten. Die verschiedenen Waffen verfügen über unterschiedliche Eigenschaften. Zu Beginn ziehen Sie mit einer MK-II-Pistole los, später bekommen Sie Miniguns, Plasmawaffen, Granaten und toxische Bomben in die Hände.

Shadowgrounds bietet zehn spannende Level, deren Atmosphäre ein stimmungsvoller Orchester-Sound untermalt. Freunde von Multiplayer-Partien gehen mit bis zu vier Freunden auf die Jagd nach den Aliens. Der Nachfolger Survivor bietet drei unterschiedliche Spielercharaktere, die Sie abwechselnd spielen. Der gewählte Held verbessert im Laufe des Spiels – ähnlich wie bei Rollenspielen – seine Stärken und Eigenschaften. Zudem gibt es mächtigere Waffen, zu denen ein Mech-Kampfroboter zählt. Das beim Vorgänger noch etwas dünne Handbuch wächst dementsprechend auch auf 28 Seiten an und verrät nun auch wichtige Details zum Waffenarsenal. Shadowgrounds gibt es bei den Linux-Händlern Ixsoft [3] und Linux-Discount [4] für 12,80 EUR, den Nachfolger Shadowgrounds Survivor für 24,90 EUR.

Installation und Spielstart

Um Shadowgrounds und seinen Nachfolger zu spielen, brauchen Sie lediglich einen halbwegs aktuellen Rechner. Ein Actionspiel verlangt meist etwas mehr an Rechenpower als ein Adventure. Sie sollten mindestens einen Pentium mit 1,8 GHz Prozessorleistung und einen Arbeitsspeicher von 800 MByte Ihr Eigen nennen. Die Grafikkarte sollte 3D-fähig sein und mindestens über 256 MByte Grafikspeicher verfügen. Shadowgrounds verlangt zudem nach 900 MByte freiem Festplattenspeicher, der Nachfolger verbrät 1,2 GByte. Weiterer Speicherplatz kommt für gespeicherte Spielstände hinzu.

Auf der DVD zum Spiel finden Sie ein ausführbares Skript namens setup.sh, über das Sie die Installation anschieben. Zuerst installieren Sie das 6 MByte große Update-Tool (Abbildung 1). Alle wichtigen Angaben erscheinen in einem einzigen Dialogfenster (Abbildung 2): Dazu gehören das Installationsverzeichnis und die Option, im KDE-Menü einen Eintrag zu erstellen. Die vorgegebenen Einstellungen übernehmen Sie ohne Bedenken. Im nächsten Schritt installieren Sie das Uninstall-Tool von LGP [4]. Der Assistent für diese Aufgabe erscheint automatisch nach dem Installieren des Update-Tools. Haben Sie den Lizenztext bestätigt, öffnet sich ein weiterer Dialog, in dem Sie den Installationspfad für das Spiel angeben. Über eine weitere Option sorgen Sie dafür, dass der Installationsassistent Starteinträge für das KDE-Menü erzeugt. Auch hier übernehmen Sie einfach die Vorgaben.

Der erste Start des Spieles öffnet den Shadowgrounds Linux Launcher: In fünf Registern legen Sie wichtige Einstellungen zum Spiel fest, die Sie später auf Wunsch nachjustieren. Als Sprachen im Spiel stehen nur Englisch und Finnisch zur Verfügung – Letzteres erklärt sich damit, dass die Programmierer aus Finnland kommen. Die Auflösung, in der das Spiel startet, richtet sich nach der von Ihnen verwendeten Grafikkarte. Bereits mit 800 x 600 Pixeln und der Einstellung Medium in den Overall Settings können Sie Shadowgrounds gut spielen. Besitzen Sie eine gute Grafikkarte, erhöhen Sie die Auflösung entsprechend. Unter Graphics stellen Sie verschiedene Grafikeffekte an oder aus und regeln deren Qualität in der Darstellung (Abbildung 3). Auch hier erweist sich Medium als gute Wahl. Stimmen die Einstellungen, starten Sie das Spiel via Play Shadowgrounds. Nach der Eingabe des Lizenzschlüssels, den Sie auf dem Booklet finden, legen Sie noch ein Passwort fest und geben eine E-Mail-Adresse ein, für den Fall, dass Sie Ihr Passwort einmal vergessen. Ist beides erledigt, blendet sich der LGP Security Manager ein, eine Art Kopierschutz. Der schützt allerdings nicht die DVD, sondern verlangt zum Spielen eine Online-Anmeldung. Über Start Game gelangen Sie dann ins Spiel selbst.

Abbildung 1: Der Installationsassistent spielt auch gleich das Update-Tool ein.
Abbildung 2: Alle wichtigen Angaben zur Installation des Spiels finden Sie in einem einzigen Dialog.
Abbildung 3: Je nach Leistung der Grafikkarte schalten Sie die Darstellung von Effekten an oder ab und beeinflussen die Qualität der Grafikausgabe.

Die erste Mission

Nach dem Bewundern einiger Logos, unter denen auch das Linux-Maskottchen Tux erscheint, gelangen Sie in das Startmenü. Hier verändern Sie Spieleinstellungen und laden vorhandene Spielstände. Auch die Lautstärke von Musik, Effekt- und Sprachausgabe modifizieren Sie an diesem Ort. Zudem passen Sie die Belegung der Spieltasten an. Um sich bei den ersten Schritten im Spiel besser zurecht zu finden, sollten Sie das kleine Booklet aufgeschlagen neben sich legen. Auf den Seiten 8 und 9 finden Sie alle wichtigen Tasten, die Sie im Spiel brauchen.

Zu Beginn wählen Sie einen von drei Schwierigkeitsgraden und rufen das Spiel über New Game auf. Ein Video führt Sie ein. In der ersten Mission finden Sie sich in einer Werkstatt wieder. Der Strom fällt aus, und Sie müssen den Generator neu starten (Abbildung 4). Die Hauptfigur steuern Sie über die dazu übliche PC-Tastenbelegung [W],[S],[A] und [D]. Mit [E] benutzen Sie ein Objekt. Zu Beginn halten Sie nur eine Taschenlampe in der Hand, die einen Lichtkegel in die dunkle Umgebung zeichnet. Da Sie die restliche Umgebung nicht sehen, wirkt diese Kulisse sehr aufregend: Sie wissen nie, ob nicht hinter einem Objekt ein Alien hervorspringt, um Sie anzufallen oder Ihnen mit einer Laserpistole den Scheitel zu korrigieren.

Die Taschenlampe entlädt sich sehr schnell. Setzen Sie sie sparsam ein. Mit [F] schalten Sie die Lampe an oder aus. Waffen feuern Sie mit der linken Maustaste ab. Eine zweite Waffe setzen Sie mit der rechten Maustaste ein. Um die Waffen zu wechseln, drücken Sie die Leertaste. Mit [Tab] schauen Sie sich eine Karte der Umgebung an (Abbildung 5) und betrachten auch das aktuelle Missionsziel (Abbildung 6). Dank defekt-knisternder Stromleitungen, der dunklen Umgebung und der zerberstenden Glühbirnen rutscht Ihnen dabei schnell das Herz in die Hose.

Der Einstieg ins Spiel ist also sehr einfach. Den Spielstand halten Sie erst am Ende eines Levels fest. Dazwischen legen Sie mit [Esc] Pausen ein. Im späteren Spiel dient das Upgrade Menu als wichtiges Hilfsmittel: Hier rüsten Sie Ihre Spielfigur aus. Für gute Leistungen, erhalten Sie Upgrade-Punkte, die Sie einsetzen, um bessere Waffen zu beschaffen.

Abbildung 4: Zu Beginn der Mission müssen Sie den Generator neu starten. Feinde warten hier zwar noch nicht auf Sie, dennoch wirkt die dunkle Umgebung unheimlich.
Abbildung 5: Die Missionskarte zeigt den aktuellen Standort, das Ziel und eine kurze Beschreibung des aktuellen Auftrags. Pro Level lösen Sie mehrere einzelne Aufträge.
Abbildung 6: Das Logfile fasst die aktuellen Ereignisse zusammen.

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