Am schnellsten und einfachsten erstellen Sie eine DVD mit Menü in DeVeDe. DVDStyler ist in Sachen DVD-Menüs zwar deutlich mächtiger, benötigt aber auch etwas mehr Arbeits- und Einarbeitungsaufwand.
DeVeDe
Anwender, denen Toast auf MacOS oder Nero auf Windows zum Erstellen von Video-DVDs vertraut ist, werden DeVeDe (Abbildung 1) lieben. Das Programm ist nicht so mächtig in Sachen Menügestaltung und Navigation wie ausgewachsene DVD-Authoringprogramme, ist aber äußerst einfach und flott zu bedienen und sehr importfreudig, was Dateiformate angeht. Darüberhinaus ist es sogar noch mächtiger als beispielsweise Toast und unterstützt auch Dolby Digital 5.1-Audio, Zusammenfügen mehrerer Videodateien zu einem Film, Untertitel oder Menü-Hintergrundmusik. DeVeDe kann nur ein statisches Menü erzeugen, das allerdings bei mehr als zehn Einträgen mehrseitig und über Navigationspfeile durchschaltbar ist.
Nach dem Programmstart wählen Sie den Typ der Video-Disk aus. DeVeDe unterstützt nicht nur Video-DVDs, sondern auch Video-CDs, Super-Video-CDs, DivX-Disks sowie das hierzulande völlig unbekannte CVD (China VideoDisc)-Format. Wir entscheiden uns für Video-DVD.
In den oberen zwei Fenstern sehen Sie die später im DVD-Menü gelisteten Einträge links und die damit jeweils verknüpften Videodateien rechts. DeVeDe unterstützt mehrere Videodateien pro Eintrag und spielt diese hintereinander ab, so dass Sie damit auch geteilte Videos zusammenfügen können.
Über den Eigenschaften-Knopf unter dem linken Panel ändern Sie die Beschriftung des Titels im Menü und bestimmen, was nach Abspielen des Titels passieren soll. Üblicherweise springt man ins Menü zurück, Sie können aber auch direkt andere Titel anspringen oder den aktuellen in einer Endlosschleife spielen lassen. Weitere Titel lassen sich Hinzufügen und Entfernen sowie mit Runter und Hoch in der Menü-Reihenfolge umstellen.
Videoimport
Dieselben Knöpfe finden sich auch unter dem rechten Panel, hier betreffen sie jedoch die mit dem links ausgewählten Eintrag verknüpften Videodateien. Über Hinzufügen laden Sie Ihre Videodateien, DeVeDe importiert dabei alle Formate, die der Mencoder unterstützt, also nicht nur DV, VOB und MPEG, sondern auch beispielsweise AVI oder MKV – sehr schön dabei ist, dass DeVeDe beim Import automatisch Kapitel erzeugt, durch die man schnell durch einen längeren Film navigiert. Bei der Dateiauswahl (oder später über Eigenschaften) wählen Sie – sofern vorhanden – Audiospuren und Untertitel aus beziehungsweise fügen diese hinzu, unter Erweiterte Optionen definieren Sie genauere Parameter zum Encoding. Hier legen Sie beispielsweise fest, ob ein Video im falschen Format mit schwarzen Balken erweitert oder nicht-proportional skaliert wird, ob der Ton verzögert läuft oder ob das Videomaterial deinterlaced werden soll. Auch Auflösung, Seitenverhältnis, Bitrate für Audio und Video sowie Encoding-Parameter stellen Sie hier ein. Wichtig: Falls Ihr Material schon DVD-kompatibel ist (alle VOBs oder auch kompatible MPEG-Dateien), dann selektieren Sie im Reiter Verschiedenes bei den Erweiterten Optionen die Checkbox Diese Datei ist bereits eine DVD/xCD-konforme MPEG-PS-Datei. Das spart nicht nur lange Berechnungzeiten, sondern verhindert auch einen Qualitätsverlust durch unnötiges Neu-Encoding.
Nach Hinzufügen von Videos für Ihren Menüeintrag sehen Sie unter Dateiinfo genauere Informationen zur rechts ausgewählten Videodatei. Unter Benutzter Platz auf der Disk sehen Sie, zu wieviel Prozent Ihre Videos das im linken Pulldown-Menü ausgewählte Disk-Format (Mini-CD, CD, Mini-DVD, DVD, DVD-DL) ausfüllen. Darunter wählen Sie unter Standardformat, für welche Fernsehnorm Ihre DVD erstellt werden soll, hier sollte (genau wie beim Dateiimport) die europäische Fernsehnorm PAL eingestellt werden.



