Grafikkartentreiber

Mandriva 2010.0 Free fehlen – wie oben erklärt – die Treiber für Nvidia- oder ATI-Grafikkarten. Zwar erzeugen auch die freien Treiber ein Bild, aber sie verzichten weitestgehend auf die 3D-Grafikbeschleunigung. Das macht keinen Spaß – die passenden Treiber vom Hersteller müssen her. Diese finden Sie im so genannten non-free-Zweig in Mandrivas Cooker-Repository als fertiges Paket. Um diese Paketquelle zu nutzen, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Öffnen Sie das K-Menü durch einen Klick auf das Stern-Icon links in der Taskleiste und klicken Sie auf Werkzeuge / Systemwerkzeuge / Den Computer konfigurieren.
  2. Geben Sie das Passwort des Systemadministrators root an und klicken Sie auf Software verwalten und dann auf Paketquellen für Installation und Aktualisierungen einrichten, gefolgt von Hinzufügen (Abbildung 5).
  3. Im Fragedialog wählen Sie die Option Vollständiger Quellensatz aus und erlauben Mandriva mit einem Klick auf Ja, die vollständige Liste aller Quellen von der Homepage herunter zu laden. Das kann etwas dauern.
  4. Schließen Sie Mandrivas Kontrollzentrum. Klicken Sie im Startmenü auf den Punkt Software installieren und verwalten und geben Sie erneut das Root-Passwort an.
  5. Geben Sie im Suchfeld entweder fglrx oder nvidia ein. Merken Sie die Pakete fglrx-control-center respektive x11-driver-video-nvidia-Endung zur Installation vor, indem Sie in dem Kästchen vor dem Namen des Pakets einen Haken setzen. Bei Nvidia verwenden Sie den Treiber mit der Endung96 für Karten der Reihe GeForce 2 MX bis GeForce 4. Die GeForce FX braucht den Treiber mit der Endung 173. Die Current-Versionen gelten für aktuelle Karten ab GeForce 6. Bestätigen Sie anschließend auch die Installationsanfrage für Pakete, die Sie zur Erfüllung von Abhängigkeiten brauchen. Informiert Sie das System über die Installation eines neuen Kernels, stimmen Sie diesem Schritt ebenfalls zu.
  6. Klicken Sie im Hauptfenster des Paketverwalters auf Anwenden, damit der Download der benötigten Pakete beginnt. Warten Sie bis zum Abschluss des Vorgangs, nach dem das Kontrollzentrum einen Neustart empfiehlt.

    Abbildung 5: Um die proprietären Grafiktreiber für Chips von Nvidia und ATI zu installieren, binden Sie zunächst zusätzliche Paketquellen ein.

Letzter Schliff

Zwar gibt es nun die Treiber für die Grafikbeschleunigung, doch X.org verwendet sie noch nicht. Das ändern Sie mit Mandrivas grafischem Verwaltungstool für X.org.

  1. Starten Sie Mandrivas Kontrollzentrum wie eben beschrieben. Klicken Sie links auf Hardware und wählen Sie rechts den Eintrag Grafischen Server einrichten.
  2. Klicken Sie oben auf den Eintrag Grafikkarte, um in der Liste von Chipsatz-Herstellern die richtigen Einträge unterhalb von ATI und NVIDIA zu identifizieren. Wählen Sie das für Sie passende Modell heraus und stellen Sie über einen Klick auf Test sicher, dass die neue Oberfläche tatsächlich funktioniert. Andernfalls versuchen Sie es mit einem anderen Treiber.
  3. Beenden Sie dann das Konfigurationswerkzeug für den X-Server. Mandriva richtet alle Konfigurationsdateien im System so ein, dass ab jetzt stets der beschleunigte Treiber zum Einsatz kommt. So schöpfen Sie künftig das Potenzial Ihrer Grafikkarte aus.

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Kommentare
Parallel zu Ubunutu 9.10 !?
Fragesteller (unangemeldet), Freitag, 08. Januar 2010 13:24:21
Ein/Ausklappen

Hallo allerseits,
nunja, wie es standardmäßig neben Windows gehen soll / sollte ist m.E. mehr Leuten bzw. der Zielgruppe bekannt als vielmehr:

Wie installiere ich Mandriva (mit Grub1 alias "legacy") neben meiner Ubuntu 9.10 / Mint - Installation (Grub2!!).

Die Unsicherheit mich dann adhoc in Grub-Probleme einarbeiten zu MÜSSEN hält mich bisher davon ab.

Schade, dass hierüber nichts gesagt wurde....
Vielliecht hat ja einer einen Tipp in dieser Sache!
Gruß aus Berlin vom
Fragesteller


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Re: Parallel zu Ubunutu 9.10 !?
René Franke, Montag, 18. Januar 2010 00:36:03
Ein/Ausklappen

Auch auf die Gefahr hin, einen Glaubenskrieg auszulösen: Installier die GRUB2-Distribution nach der Legacy-Variante, so dass der neuere die Kontrolle erhält.
Oder führe nach Installation der "älteren" Distribution in derjenigen, die über GRUB2 läuft grub-mkconfig aus. Das überschreibt nichts sondern gibt nur die erkannten möglichen Einstellungen aus. Wenn die Ausgabe plausibel erscheint kann update-grub die Änderungen festnageln.
Details kannst Du z.B.
http://wiki.ubuntuusers.de/GRUB_2 oder
http://wiki.ubuntuusers.de/GRUB_2/Konfiguration
entnehmen.
Meine Erfahrungen was das Erkennen anderer Betriebssysteme und die Zuverlässigkeit beim Startverhalten sowie die Geschwindigkeit angeht sind mit GRUB2-basierten Distros (Ubuntu, Sidux, Squeeze) bislang durch die Bank positiv.
Und um den Glaubenskrieg noch zu verschärfen: Ich empfehle (wenn möglich) eine 64-Bit-Version über Ext4. Eine solche (Debian Squeeze) hat bei mir die Anfahrtzeiten reproduzierbar um rund ein Drittel reduziert.

René





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