Nach der Installation

Im Anschluss an die Installation fragt Mandrivas Installer nach ein paar Details bezüglich Ihrer Wunschkonfiguration des Systems. Zunächst legen Sie einen regulären Benutzerzugang für Ihr System an. Es ist aus Sicherheitsgründen verpönt, stets mit den Rechten des Systemadministrators root zu arbeiten. Um später Einstellungen zu verändern, erhalten Sie jederzeit temporär Administratorenrechte. Geben Sie im Dialogfeld also den vollständigen Namen Ihres Users sowie den gewünschten Benutzernamen an. Mandriva schlägt letzteren basierend auf dem realen Namen vor, den Sie ebenfalls eingeben.

Setzen Sie dann ein Passwort – und beachten Sie dabei die üblichen Hinweise. Das eigene Geburtsdatum ist als Passwort ebenso ungeeignet wie der Name des Kindes. Wenn Ihnen die Sicherheit am Herzen liegt, wählen Sie ein Kennwort aus mindestens sieben Zeichen, die möglichst auch Zahlen, Buchstaben und Sonderzeichen sowie eine Mischung aus Groß- und Kleinschreibung enthalten. Vergessen Sie nicht, im oberen Teil des Fensters auch ein eigenes Passwort für den Systemadministrator root einzutragen.

Den Dialog Bootloader handeln Sie schnell ab: Mandriva installiert Grub 1 an den Anfang Ihrer Festplatte. Der Boot-Loader ermöglicht es nicht nur, ein vorhandenes Linux-System hoch zu fahren – mit ihm starten Sie später ebenso Windows. Übernehmen Sie die voreingestellten Werte mit einem Klick auf Weiter.

Im nächsten Schritt haben Sie die Möglichkeit, das Modell sowie die gewollte Auflösung Ihres Monitors festzulegen. Wenn Sie die Daten nicht kennen, ziehen Sie notfalls das Handbuch Ihres Monitors zu Rate oder forschen Sie im Internet danach.

Es folgt eine Übersicht einiger Konfigurationsparameter, die generelle Eigenschaften Ihres Systems festlegen. Die meisten Werte übernehmen Sie; kommt Ihnen ein Eintrag eigenartig vor, klicken Sie auf Konfigurieren und ändern Sie ihn.

Im Anschluss bringen Sie Ihr System auf den aktuellsten Stand; auch und vor allem erhalten Sie im Schritt Aktualisierungen die neuesten Sicherheitsupdates. Steht in Ihrer frischen Mandriva-Installation zu diesem Zeitpunkt bereits eine funktionierende Internetverbindung bereit, nehmen Sie diese Aktualisierung unbedingt vor. Beantworten Sie dabei alle Fragen mit Ok oder Weiter , die darauf abzielen, Abhängigkeiten automatisch aufzulösen. Im Test dauerte das Update lange – es standen 163 Updates bereit.

Nach dem Aktualisieren bietet der Installer an, in das frisch installierte System zu booten. Ein Druck auf [Eingabe] wirft die DVD aus und startet das System neu. Nun erscheinen zum ersten Mal Mandrivas Bootmenü gefolgt vom Boot-Screen.

Fragespielchen

Als lästig erweist sich nach dem ersten Start ein Willkommensdialog, der Sie mit Fragen malträtiert. Wollen Sie kein registrierter Mandriva-Benutzer werden, hilft der Klick auf den Schließen- Button am unteren rechten Bildschirmrand. Nun erscheint das Anmeldefenster des Desktops. Verwenden Sie das Passwort des normalen, bei der Installation angelegten, Benutzers, um dann zum ersten Mal auf dem Mandriva-Desktop (Abbildung 4) zu landen.

Abbildung 4: Der KDE-Desktop von Mandriva erinnert eher an KDE 3 als an KDE 4. Offenbar will man traditionelle KDE-Anwender nicht verschrecken.

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Kommentare
Parallel zu Ubunutu 9.10 !?
Fragesteller (unangemeldet), Freitag, 08. Januar 2010 13:24:21
Ein/Ausklappen

Hallo allerseits,
nunja, wie es standardmäßig neben Windows gehen soll / sollte ist m.E. mehr Leuten bzw. der Zielgruppe bekannt als vielmehr:

Wie installiere ich Mandriva (mit Grub1 alias "legacy") neben meiner Ubuntu 9.10 / Mint - Installation (Grub2!!).

Die Unsicherheit mich dann adhoc in Grub-Probleme einarbeiten zu MÜSSEN hält mich bisher davon ab.

Schade, dass hierüber nichts gesagt wurde....
Vielliecht hat ja einer einen Tipp in dieser Sache!
Gruß aus Berlin vom
Fragesteller


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Re: Parallel zu Ubunutu 9.10 !?
René Franke, Montag, 18. Januar 2010 00:36:03
Ein/Ausklappen

Auch auf die Gefahr hin, einen Glaubenskrieg auszulösen: Installier die GRUB2-Distribution nach der Legacy-Variante, so dass der neuere die Kontrolle erhält.
Oder führe nach Installation der "älteren" Distribution in derjenigen, die über GRUB2 läuft grub-mkconfig aus. Das überschreibt nichts sondern gibt nur die erkannten möglichen Einstellungen aus. Wenn die Ausgabe plausibel erscheint kann update-grub die Änderungen festnageln.
Details kannst Du z.B.
http://wiki.ubuntuusers.de/GRUB_2 oder
http://wiki.ubuntuusers.de/GRUB_2/Konfiguration
entnehmen.
Meine Erfahrungen was das Erkennen anderer Betriebssysteme und die Zuverlässigkeit beim Startverhalten sowie die Geschwindigkeit angeht sind mit GRUB2-basierten Distros (Ubuntu, Sidux, Squeeze) bislang durch die Bank positiv.
Und um den Glaubenskrieg noch zu verschärfen: Ich empfehle (wenn möglich) eine 64-Bit-Version über Ext4. Eine solche (Debian Squeeze) hat bei mir die Anfahrtzeiten reproduzierbar um rund ein Drittel reduziert.

René





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