Software

Der OpenSuse-Standardbrowser ist nun nicht mehr der Konqueror, sondern Firefox 3.5.4. Dank einer Reihe von Patches fügt sich das GTK-Programm nahtlos in den Qt-Desktop von KDE ein. So verwendet es den KDE-Dateidialog und reicht Benachrichtigungen an das entsprechende System von KDE durch. Wer sich mit Firefox nicht anfreunden mag, der macht über die Systemeinstellungen mit wenigen Klicks Konqueror wieder zum Standardbrowser.

Das Officepaket der Wahl bleibt auch unter OpenSuse 1.12 OpenOffice. Die Entwickler spendierten der aktuellen Version 3.1.1 einer Reihe von Anpassungen, so dass OpenOffice sich wie eine native KDE-Anwendung anfühlt (Abbildung 3). Neu sind Social-Networking-Programme: Mit Choqok nutzen Sie Microblogging-Dienste wie Twitter oder Identi.ca (Abbildung 4) – wer will, kann sich auch ein Widget auf den Desktop legen, das die Zeitleiste anzeigt. Der Instant-Messenger Kopete hat gelernt, an Facebook-Chats teilzunehmen. Ein weiteres Highlight von KDE 4.3 ist der Desktop-Globus Marble. Amarok hat es nur in der Version 2.1.1 in die Distribution geschafft – schade, denn die neuere Version 2.2.1 bügelt eine Reihe von Fehlern aus.

Abbildung 3: Firefox und OpenOffice.org integrieren sich nahtlos in den Desktop.
Abbildung 4: Mit Choqok twittern Sie unter OpenSuse 11.2.

Multimedia und Grafiktreiber

Beim Thema proprietäre Treiber und Codecs lässt OpenSuse Einsteiger nach wie vor im Regen stehen. Wo andere Distributionen den Benutzer durch Assistenten auf vorhandene proprietäre Treiber aufmerksam machen, müssen Sie bei OpenSuse selbst nach einer Lösung suchen. Zwar gibt die Community über das Wiki [2, 3] Hinweise, wie Sie passende Treiber über wenige Klicks installieren, doch Umsteiger von anderen Systemen müssen diese Seiten erst einmal finden.

Ähnliches gilt für die Installation von Multimedia-Codecs. Amarok liest zwar klaglos MP3-Musiksammlungen ein, doch sobald man ein Lied abspielen will, passiert rein gar nichts – es erscheint noch nicht einmal eine Fehlermeldung, geschweige denn ein Assistent, der bei der Installation der Codecs hilft. Als noch weniger kooperativ erweist sich Kaffeine, das die in Abbildung 5 gezeigte sinnfreie "Fehlermeldung" einblendet. Informationen über die Installation von Multimedia-Codecs muss man also auch hier alleine finden [4, 5].

Abbildung 5: Hier weist Kaffeine den Anwender darauf hin, dass kein MP3-Codec installiert ist.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

Kommentare

Infos zur Publikation

EL 11/2017-01/2018: Einstieg in Linux

Digitale Ausgabe: Preis € 9,80
(inkl. 19% MwSt.)

EasyLinux erscheint vierteljährlich und kostet 9,80 Euro. Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 33,30 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!      

Stellenmarkt

Aktuelle Fragen

Fernstudium Informatik
Joe Cole, 12.12.2017 10:36, 1 Antworten
Hallo! habe früher als ich 13 Jahre angefangen mit HTML und später Java zu programmieren. Weit...
Installation Linux mint auf stick
Reiner Schulz, 10.12.2017 17:34, 1 Antworten
Hallo, ich hab ein ISO-image mit Linux Mint auf einem Stick untergebracht Jetzt kann ich auch...
Canon Maxify 2750 oder ähnlicher Drucker
Hannes Richert, 05.12.2017 20:14, 4 Antworten
Hallo, leider hat Canon mich weiterverwiesen, weil sie Linux nicht supporten.. deshalb hier die...
Ubuntu Server
Steffen Seidler, 05.12.2017 12:10, 1 Antworten
Hallo! Hat jemand eine gute Anleitung für mich, wie ich Ubuntu Server einrichte? Habe bisher...
Tinte sparen bei neuem Drucker
Lars Schmitt, 30.11.2017 17:43, 2 Antworten
Hi Leute, ich habe mir Anfang diesen Monats einen Tintenstrahldrucker angeschafft, der auch su...