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Aus einem Guss

Seamonkey 2 integriert Browser und Mailprogramm

04.01.2010 Ein Programm reicht aus: Wer statt Firefox und Thunderbird lieber eine integrierte Lösung zum Surfen und Mailen verwendet, wird bei Seamonkey fündig.

In den frühen Jahren des Internet gab es einen Web Browser namens Netscape, der praktischerweise auch gleich ein Mail-Programm und einen News-Client enthielt; sogar ein simpler HTML-Editor gehörte dazu.

Aus Netscape wurde Mozilla, und dort wurde das Programm zunächst noch komplexer, beispielsweise durch Hinzunehmen eines IRC-Clients – doch dann kam die Trendwende, und die Entwickler spalteten Mozilla in seine Einzelteile auf. So surft man heute mit (Mozilla) Firefox im Netz und schreibt seine Mails mit (Mozilla) Thunderbird. Das Programm Seamonkey [1] verfolgt den traditionellen Ansatz und integriert Webbrowser, Mailclient, HTML-Editor und Chat-Programm.

Installation und erster Start

Seamonkey-2-Pakete für alle derzeit von EasyLinux unterstützten Distributionen (OpenSuse 11.1, 11.2, Ubuntu 9.10, Mandriva 2010.0) finden Sie auf der Heft-DVD – nach dem Einbinden als Installationsquelle suchen Sie in der Paketverwaltung also einfach nach dem Seamonkey-Paket und installieren es. Nach dem Einrichten rufen Sie das Programm über das Startmenü oder über Eingabe von seamonkey in ein mit [Alt]+[F2] geöffnetes Schnellstartfenster auf.

Wollen Sie die (nach DVD-Redaktionsschluss erschienene) Bugfix-Version 2.0.1 verwenden, müssen Sie diese aus dem Seamonkey-Download-Bereich [2] herunterladen – Sie erhalten dann ein Dateiarchiv im tar.bz2-Format, das Sie in ein geeignetes Verzeichnis (etwa /opt oder Ihr Home-Verzeichnis) entpacken. Der Start der Anwendung ist dann etwas aufwendiger, weil es keinen Menüpunkt gibt und Sie im Schnellstartfenster den vollen Pfad zum Programm (z. B. /opt/seamonkey/seamonkey) angeben müssen.

Beim ersten Start fragt ein Migrationsassistent nach, ob Sie vorhandene Profildaten von Seamonkey 1.x oder älteren Mozilla- und Netscape-Versionen übernehmen möchten. Antworten Sie hier mit Ja, wird das alte Profil nicht verändert – Seamonkey legt eine Kopie an. Sie können sich also nach einem Test auch noch dafür entscheiden, bei Seamonkey 1.x zu bleiben. Ein paralleler Zugriff mit beiden Programmversionen auf dieselben Daten ist aber nicht möglich.

Webbrowser

Das Herz von Seamonkey ist – wie auch früher bei Mozilla – der Browser. Beim Programmstart öffnet sich ein Browserfenster. Diese Komponente ist intern kompatibel zu Firefox 3.5.4, so dass dessen Plug-ins auch unter Seamonkey lauffähig sind. Auch für die HTML-Darstellung gilt: Eine Webseite sollte in Seamonkey genauso aussehen wie in Firefox.

Der Browser bietet auch die gleichen Features, wie sie von Firefox bekannt sind; besonders nützlich ist z. B. das Tabbed Browsing, das Sie über einen eigenen Unterpunkt in den Einstellungen vielfältig konfigurieren können (Abbildung 1): So ist es z. B. möglich, das Öffnen neuer Browser-Fenster durch Links mit entsprechendem HTML-Code komplett zu unterbinden und solche Web-Seiten stets in neuen Tabs anzuzeigen.

Abbildung 1: Wie sich die Tabs des Browsers verhalten, können Sie detailliert festlegen.

Auch praktisch: Öffnen Sie einen Link in einem neuen Tab und schließen diesen nach dem Betrachten wieder, gelangen Sie zum letzten aktiven Tab zurück (also zu dem Tab, in dem Sie auf den Link geklickt haben).

Tabs können Sie in Seamonkey per Drag & Drop an eine andere Stelle verschieben und auf diese Weise Ordnung im Browser-Fenster schaffen.

Neu in Version 2: Geschlossene Tabs können Sie wiederherstellen, das funktioniert wie bei Firefox wahlweise über [Strg]+[Umschalt]+[T] oder Datei / Zuletzt geschlossene Tabs. Dieses Menü lässt Sie zudem nicht nur den allerletzten Tab wiederherstellen, sondern zeigt eine längere Liste an.

Apropos Löschen: Die Datenschutzfunktion, mit der Sie besuchte Webseiten, eingegebene URLs, den Cache und Cookies sowie weitere Informationen löschen können, erreichen Sie über [Strg]+[Umschalt]+[Entf].

Für Add-ons, Plug-ins und Themes verwendet Seamonkey den Add-on-Manager, der in Firefox schon länger und seit Thunderbird 3 auch im Mailprogramm arbeitet. So müssen Sie beim gelegentlichen Wechsel zwischen den Mozilla-Programmen nicht mehr umdenken.

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Kommentare
test
test (unangemeldet), Dienstag, 05. Januar 2010 17:55:27
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test


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Infos zum Autor

Hans-Georg Eßer

Hans-Georg Eßer

Hans-Georg Eßer ist Chefredakteur der Zeitschrift EasyLinux, Doktorand an der Uni Erlangen-Nürnberg und seit Mitte der 90er begeisterter Linux-Anwender.


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