Alles muss rein!
Ubuntu 9.10 auf dem Prüfstand
Hardware-Fundgrube
Nutzen Sie externe DVB-T-Sticks, UMTS-Karten, WLAN-Sticks usw., funktionieren diese Geräte unter Ubuntu oft ohne Ihr Zutun. Erkennt die Distribution sie nicht, genügt es mitunter, den Punkt System / Systemverwaltung / Hardware-Treiber aufzurufen. Das Tool kümmert sich um Geräte mit proprietären Treibern, zu denen auch Grafikkarten von Nvidia und ATI/AMD zählen. Im Idealfall stecken Sie also Ihren DVB-T-Stick in den USB-Slot, rufen das Tool auf und klicken dann auf Aktivieren. Die Software lädt selbständig Treiber oder Firmware herunter, installiert sie und bringt das Gerät damit zum Laufen.
Zur Einrichtung solcher Grafikkarten gab es für Ubuntu 9.10 aber Beschwerden: Offenbar saßen einige Nutzer nach dem Booten vor einem schwarzen Bildschirm. Sie mussten per Hand den installierten proprietären Treiber deinstallieren und eine neue Version einspielen. Der grafische Rettungsmechanismus, der dem "Sicheren Modus" von Windows ähnelt, funktioniert also noch nicht perfekt.
Drucker konfigurieren Sie gewöhnlich über grafische Oberflächen. Viele Drucker erkennt Ubuntu beim Anstecken automatisch und installiert die Treiber. Falls nicht, richten Sie das Gerät über System / Systemverwaltung / Drucken ein. Oder Sie geben in die URL-Leiste des Browsers http://127.0.0.1:631 ein, um das CUPS-Interface zur Druckerverwaltung aufzurufen.
Unsichtbar und schnell
Auch unter der Haube gibt es Neuerungen: So flackert bei Anwendern, die Rechner mit Intel-Karten besitzen, beim Booten der Bildschirm nicht mehr. Das erledigt ein Feature namens Kernel Mode Setting (kurz KMS), das in der nächsten Ubuntu-Version auch für ATI-/AMD-Karten funktionieren soll. Dank Upstart bootet Ubuntu 9.10 nun flotter, denn wo das traditionelle SysVinit-System Bootprozesse nacheinander aufrief, startet Upstart diese heute parallel. Das neue Standarddateisystem Ext4 ist performanter als der Vorgänger Ext3 und beschleunigt so den Zugriff auf Dateien. Nicht zuletzt funktioniert Suspend-to-RAM endlich gut und schnell: Klappen Sie Ihren Laptop zu, liegt Ubuntu nach drei bis vier Sekunden im Schlaf, das Aufwachen verläuft ähnlich schnell.



