Alles muss rein!
Ubuntu 9.10 auf dem Prüfstand
Dateien im Web sichern
Um ein weiteres neues Feature zu testen, steuern Sie Ubuntu One über Anwendungen / Internet an. Die Software verbindet Sie mit der (von Ubuntu so genannten) "Personal Cloud", wenn Sie sich auf Ubuntus Launchpad-Plattform kostenlos registrieren [3]. Der Begriff Cloud Computing bedeutet eigentlich, dass bestimmte Anwendungen (samt Datenhaltung) nicht mehr lokal auf Ihrem Rechner laufen, sondern auf entfernten Servern. Ubuntu One bietet die Möglichkeit, Dateien in der Größe von bis zu 2 GByte auf die Ubuntu-Server zu verschieben und dort zu lagern. Der zugehörige Ordner integriert sich wie ein gewöhnliches Verzeichnis in den Dateimanager. Legen Sie ein wenig Geld auf den Tisch (10 US-Dollar im Monat), erhöhen Sie den Speicherplatz auf Ubuntus Servern auf 50 GByte. Der Nachteil: Sensible Daten könnten theoretisch in die Hände von Hackern gelangen.
Ähnliche Features wie Ubuntu One bietet das in der letzten Ausgabe vorgestellte TeamDrive [4], das aber in keiner Distribution vorab installiert ist.
Plattenbau
Ein weiteres nettes grafisches Tool von Ubuntu 9.10 heißt Palimpsest. Sie rufen es über System / Systemverwaltung / Laufwerksverwaltung auf. Es zeigt Ihnen Fehler auf der Festplatte an, die andeuten, dass diese bald den Geist aufgibt. Zudem hilft es beim Partitionieren, Formatieren und Verschlüsseln von Laufwerken.
Zur Kontrolle der Festplatten greift das Tool auf die Smartmontools zurück. Diese nutzen die so genannte S.M.A.R.T.-Fähigkeit von ATA-Festplatten, die diese seit Mitte der 90er Jahre mitbringen. S.M.A.R.T. sieht nicht alle möglichen Todesarten von Festplatten voraus, aber wenn Palimpsest Fehler anzeigt, sichern Sie besser die Daten. Das grafische Tool meldet solche Fehler übrigens auch unaufgefordert.
Wenn Sie Palimpsest verwenden, um USB-Sticks zu formatieren, zu verschlüsseln, zu löschen und bootfähig zu machen, achten Sie darauf, die Geräte vorher über den Dateimanager auszuhängen. Besonders das Verschlüsseln über LUKS funktioniert so einfacher denn je (Abbildung 2). Aber Vorsicht: Wenn Sie nicht aufpassen, plätten Sie eventuell die eigene Festplatte.



