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Alles muss rein!

Ubuntu 9.10 auf dem Prüfstand

07.01.2010 Ubuntu 9.10 kann über einen Mangel an neuen Features nicht klagen: Upstart, Palimpsest, Grub 2, Ubuntu One, Software-Center, die Liste geht weiter. Wir zeigen, ob das gut geht.

Wer sich über neue Features in Distributionen freut und sich möglichst viele Veränderungen wünscht, der liegt bei Ubuntu 9.10 "Karmic Koala" goldrichtig. Die Entwickler haben ordentlich gefeilt und gehobelt, die Ergebnisse bekommen die Nutzer sogar zu Gesicht.

Bootverwirrung

Fangen wir von vorn an: Wie immer gibt es zwei Möglichkeiten, an Ubuntu 9.10 zu kommen. Sie spielen es neu auf den Rechner, oder Sie aktualisieren eine vorhandene ältere Version. Diesmal macht die Wahl einen Unterschied: Installieren Sie Ubuntu neu, landet Grub 2 auf Ihrer Festplatte, der offizielle Nachfolger des Grub-Bootloaders. Läuft die Installation wie geplant, sollte Sie das nicht weiter kümmern. Einige User beklagen jedoch, dass der neue Bootloader vorhandene Betriebssysteme aus dem Bootmenü wirft. Es gibt Lösungen für dieses Problem, die aber oft wenig komfortabel für Einsteiger sind. Müssen Sie dennoch Hand an Grub 2 legen, finden Sie unter [1] und [2] Artikel, welche die Neuerungen erklären.

Positiv fällt das neue Artwork ins Auge: Beim Start zeigt Ubuntu ein schlichtes Logo an, dann folgt eine Art Scheinwerfer, der den Ubuntu-Schriftzug anstrahlt (Abbildung 1). Auch der Login-Manager wirkt hübscher als in der Vorgängerversion. Zudem haben sich die Macher auf dem Desktop für ein dunkles Theme entschieden.

Abbildung 1: Beim Booten legt Ubuntu Wert auf Ästhetik: Der neue Hintergrund des Anmeldefensters wirkt dreidimensional.

Installation

Die Installation erfolgt wie gewohnt. Aktualisieren Sie von der Version 9.04, spielen Sie über den Update-Manager zunächst alle zu aktualisierenden Pakete ein und dann mit einem Druck aufs Knöpfchen die neue Ubuntu-Version. Installieren Sie das System von der DVD auf den Rechner, starten Sie das Live-System und klicken auf den Button Installieren. Alternativ wählen Sie aus dem Bootmenü den Punkt Ubuntu installieren. Wie Sie es auch machen: Eine grafische Oberfläche führt Sie durch die Installation, die sich seit der letzten Version kaum geändert hat.

Bei der Partitionierung empfiehlt Ihnen Ubuntu nach wie vor, sich neben die anderen Systeme zu schreiben und einen gemeinsamen Bootloader zu verwenden. Alternativ überspielen Sie die komplette Partition. Oder Sie legen manuell fest, in welchen Festplattenbereichen Ubuntu landen soll. Im letzten Fenster (Schritt 6 von 6) überprüfen Sie alle Angaben. Dann formatiert Ubuntu Ihre Festplatte und spielt alle nötigen Pakete auf den Rechner. Nach einem Neustart steht der Gnome-Desktop bereit.

Wollen Sie zusätzliche Software installieren, erleichtert Ihnen das neue Software-Center (unter Anwendungen) das Leben. Es verbirgt Entwicklerpakete, Bibliotheken und Abhängigkeiten vor Ihnen und macht dadurch die Software-Installationen überschaubarer. Über System / Systemverwaltung / Synaptic-Paketverwaltung erhalten Sie die komplexe Version des Paketmanagers zurück.

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Infos zum Autor

Kristian Kißling

Kristian Kißling

Wenn Kristian Kißling nicht gerade für die LinuxCommunity schreibt, arbeitet er als Redakteur bei der Zeitschrift EasyLinux und als Chefredakteur für den Ubuntu User. Am liebsten beschäftigt er sich mit Multimedia- und Unterhaltungssoftware im weiteren Sinne und mit neuer Open-Source-Software, die überraschende Fähigkeiten zeigt.

Zum Blog von Kristian Kißling →


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