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Windows 7 im Linux-Netz

Wie die neue Windows-Version sich mit Linux verträgt

10.09.2009
Windows 7 steht in den Startlöchern: Bald wird Microsoft den Vista-Nachfolger ausliefern, und auch die Verkäufer von Komplettsystemen dürften sich darauf vorbereiten, ihre Rechner mit "Seven" auszuliefern. Ob und wie gut das neue Windows mit Linux koopiert, verraten wir Ihnen hier.

Viele Windows-Anwender haben schon die Betaversionen der neuen Release Windows 7 [1] heruntergeladen, und im Internet sowie in den gängigen PC-Zeitschriften finden sich bereits zahlreiche Test- oder Erfahrungsberichte. Einen weiteren Artikel aus der Perspektive eines Windows-Benutzers bieten wir Ihnen in EasyLinux darum nicht – wohl aber erste Beobachtungen dazu, wie gut Windows 7 in einer Linux-Umgebung funktioniert. Wir betrachten dazu unter anderem den Netzwerkzugriff und den Betrieb in einem PC-Emulator.

Mehr Komfort für die Fenster

Linux-Anwender sind es ja gewohnt, in ihrer Desktop-Umgebung allerlei praktische Zusatzfunktionen zu finden. Microsoft hat jetzt auch aufgerüstet und einige nützliche Dinge ergänzt:

  • Die Startleiste zeigt für laufende Programme nun jeweils ein Programmsymbol an. Ein Klick öffnet einen Vorschaubereich, der das aktuelle Aussehen des Programmfensters darstellt – hat die Anwendung mehrere Dokumente geöffnet, ist jedes davon zu sehen (Abbildung 1). Halten Sie den Mauszeiger nun längere Zeit über ein Vorschaubild, erscheint das Fenster in voller Größe mit der Ansicht des gewählten Dokuments. Ein Klick holt es dann dauerhaft in den Vordergrund.
  • Hübsch: Ein Fenster anzufassen und hektisch hin und her schütteln, führt dazu, dass alle anderen Fenster vom Desktop verschwinden – die Geste ist eindeutig: Mach mir Platz!
  • Ziehen Sie ein Fenster an den linken, rechten oder oberen Rand, wird die Oberfläche es so maximieren, dass es entweder die gesamte linke / rechte Bildschirmhälfte oder den ganzen Desktop einnimmt. Auch derart "halb-maximierte" Fenster merken sich ihre ursprünglichen Abmessungen und nehmen diese beim Zurückziehen in die Bildschirmmitte wieder an.
Abbildung 1: Nettes Gimmick: Die Startleiste bietet Vorschaubilder für alle Fenster oder Tabs einer Anwendung, hier für mehrere geöffnete Webseiten im Internet Explorer.

Netzwerk: Samba

Der Zugriff auf eine Samba-Freigabe funktioniert unter Windows 7 völlig problemlos: Wechseln Sie im Explorer in den Bereich Netzwerk – in der Übersicht erscheint dann unter Computer der Samba-Server des Linux-PCs, und nach einem Doppelklick darauf sehen Sie die verfügbaren Freigaben (Abbildung 2).

Abbildung 2: Auch unter Windows 7 können Sie auf Linux-Ordner zugreifen, die Sie mit Samba freigegeben haben.

Für Linux-Profis, die Samba als so genannten Domänenserver für ein Windows-Netzwerk einsetzen, bietet Windows 7 eine Stolperfalle – ein Beitrag auf der Webseite Pro-Linux [4] erklärt, wie Sie diese Falle umschiffen.

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Kommentare
Windows 7
Peter (unangemeldet), Montag, 16. November 2009 11:22:17
Ein/Ausklappen

Hallo, also, ich habe mir das System einmal angeschaut und mußte feststellen, daß es ,wie sein Vorgänger Vista, nicht wirklich super läuft. Wenn man eine externe Festplatte an oder abstöpselt, meckert Windows rum, daß es den Datenträger nicht einbinden kann. Solche Probleme dürften eigentlich überhaupt nicht sein, da es doch normalerweise üblich ist, ein USB-Medium ohne Probleme ab-und anzustöpseln geht. Weitehin ist mir aufgefallen, daß man keine externe Datenträger unter Windows mit FAT32 mehr formatieren kann. Hierfür benutzt Windows neuerdings ein ganz anderes Format, was man nirgend wo anders hat.

Ich kann mich mit dem "neuen" Betriebsystem von Microsoft überhaupt nicht abfinden, und bin deshalb wieder zu Ubuntu zurückgekehrt. Hier weiß ich jedenfalls, daß es keine so gravierenden Veränderungen gibt. Schade nur, daß viele andere User nicht Microsoft den Rücken kehrt und auch ein freies Betriebsystem benutzen.


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