Einen Jabber-Account einrichten

Jabber ist eine verhältnismäßig junge Alternative zu ICQ und AIM. Sie unterscheidet sich von den beiden anderen Protokollen dadurch, dass sie ein offener Standard ist. Überdies ist Jabber dezentral organisiert, es hängt also nicht von einem Anbieter alleine ab, ob das gesamte Netzwerk funktioniert oder nicht. Auch Googles Chatdienst Google Talk setzt auf Jabber.

Neue Jabber-Benutzer können sich beispielsweise einen Zugang auf dem Jabber-Server des Chaos Computer Clubs kostenfrei anlegen. Dazu verwenden Sie Pidgin selbst, ein Umweg über eine Website wie bei ICQ entfällt.

Abbildung 2: Jabber-Accounts erstellen Sie direkt aus Pidgin heraus, indem Sie den Haken bei "Dieses neue Konto auf dem Server anlegen" setzen.

Accountdaten in Pidgin eintragen

Wenn Sie bereits einen ICQ- oder Jabber-Account haben, halten Sie die entsprechenden Zugangsdaten bereit. Wollen Sie Jabber nutzen, haben aber noch keinen Account, sollten Sie wissen, bei welchem der Jabber-Dienste Sie sich anmelden möchten – im Beispiel verwenden wir den Jabber-Server des Chaos Computer Clubs, jabber.ccc.de.

Einen Zugang konfigurieren Sie in Pidgin wie folgt:

  1. Wählen Sie im Pidgin-Menü den Eintrag Zugänge / Zugänge verwalten.
  2. Klicken Sie auf Hinzufügen und wählen Sie beim Feld Protokoll das passende Protokoll aus – für ICQ den gleichnamigen Eintrag, für Jabber XMPP.
  3. Geben Sie im Falle eines ICQ-Accounts Ihre ICQ-Nummer sowie das Passwort an. Wenn Sie Jabber verwenden und bereits Daten für einen Account haben, tragen Sie diese bei den einzelnen Feldern ein. Möchten Sie einen neuen Zugang auf jabber.ccc.de erstellen, tragen Sie im Feld Benutzername sowie unter Passwort Werte Ihrer Wahl ein, die Domain im Beispiel ist jabber.ccc.de. Zudem setzen Sie einen Haken bei Dieses neue Konto auf dem Server anlegen am unteren Rand des Fensters.
  4. Schließen Sie das Anlegen des Accounts ab, indem Sie auf Ok klicken. Nach diesem Schritt ist beim Feld Aktiviert in der Zugangsübersicht ein Haken gesetzt, und Pidgin meldet Sie mit dem angelegten Account automatisch an. Indem Sie auf Schließen klicken, verlassen Sie den Zugangsmanager und landen wieder im Pidgin-Hauptfenster.

Richtiger Umgang mit Schlüsseln

Beim Umgang mit Schlüsseln anderer Personen sollten Sie sicherstellen, dass sich hinter einem Schlüssel auch tatsächlich die Person verbirgt, die Sie erwarten. Wenn Sie sich ausschließlich darauf verlassen, dass ein Ihnen online geschickter Schlüssel zu einer bestimmten Person passt, dies aber nicht durch verschiedene Maßnahmen absichern, dann könnten Sie Opfer eines Angriffs werden, bei dem sich eine fremde Person als Bekannter, Kollege oder Freund ausgibt. Tauschen Sie darum mit Bekannten auf einem anderen Weg (etwa per Post oder in einem Telefongespräch) die so genannten Fingerabdrücke Ihrer Schlüssel aus – die können Sie später zur Verifizierung verwenden.

Versuchen Sie dann später, mit dieser Person ein OTR-Gespräch zu starten, fragt Pidgin Sie, wie im Artikel beschrieben, ob Sie dem Schlüssel mitsamt dem Fingerabdruck des Gegenübers wirklich vertrauen wollen. Vergleichen Sie den angezeigten Fingerabdruck mit dem von Ihnen notierten. Stimmen beide überein, können Sie sich sicher sein, dass tatsächlich die Person auf der anderen Seite der Verbindung sitzt, die Sie erwarten.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 

Ähnliche Artikel

  • Pidgin 2.4 gelandet
  • Video-Chat mit Google-Software
    Dank Skype oder Jabber/XMPP versteht sich Linux schon länger auf Video-Telefonate. Nun kommt mit Google und seinem Voice- und Video-Chat ein weiterer Akteur ins Spiel.
  • Jingle Bells
    Endlich freie Konkurrenz zu Skype und Co.: Dank der Jabber-Erweiterung Jingle führen Sie Ihre Videotelefonate jetzt über den IM-Client Empathy. Doch noch klingelt es nicht überall.
  • Gnome-Tipps
    Gnome ist neben KDE die zweite große Desktopumgebung für Linux. In den Gnome-Tipps stellen wir regelmäßig Nützliches und Praktisches für die alternative grafische Oberfläche vor. In dieser Ausgabe geht es u. a. um Nautilus, Totem, Evince und Pidgin.
  • Knoppix und Ubuntu
    Ubuntu und Knoppix basieren auf Debian – wir verraten Tricks und Kniffe, welche die Arbeit auf diesen Distributionen angenehmer machen.
Kommentare

Infos zur Publikation

title_2014_03

Digitale Ausgabe: Preis € 9,80
(inkl. 19% MwSt.)

EasyLinux erscheint vierteljährlich und kostet EUR 9,80. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der EasyLinux-Homepage.

Das EasyLinux-Jahresabo mit Prämie kostet ab EUR 33,30. Details zum EasyLinux-Jahresabo finden Sie im Medialinx-Shop.

NEU: DIGITALE AUSGABEN FÜR TABLET & SMARTPHONE

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist auch ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!      

Tipp der Woche

Schnell Multi-Boot-Medien mit MultiCD erstellen
Schnell Multi-Boot-Medien mit MultiCD erstellen
Tim Schürmann, 24.06.2014 12:40, 0 Kommentare

Wer mehrere nützliche Live-Systeme auf eine DVD brennen möchte, kommt mit den Startmedienerstellern der Distributionen nicht besonders weit: Diese ...

Aktuelle Fragen

Windows 8 startet nur mit externer Festplatte
Anne La, 10.09.2014 17:25, 4 Antworten
Hallo Leute, also, ich bin auf folgendes Problem gestoßen: Ich habe Ubuntu 14.04 auf meiner...
Videoüberwachung mit Zoneminder
Heinz Becker, 10.08.2014 17:57, 0 Antworten
Hallo, ich habe den ZONEMINDER erfolgreich installiert. Das Bild erscheint jedoch nicht,...
internes Wlan und USB-Wlan-Srick
Gerhard Blobner, 04.08.2014 15:20, 2 Antworten
Hallo Linux-Forum: ich bin ein neuer Linux-User (ca. 25 Jahre Windows) und bin von WIN 8 auf Mint...
Server antwortet mit falschem Namen
oin notna, 21.07.2014 19:13, 1 Antworten
Hallo liebe Community, Ich habe mit Apache einen Server aufgesetzt. Soweit, so gut. Im Heimnet...
o2 surfstick software für ubuntu?
daniel soltek, 15.07.2014 18:27, 1 Antworten
hallo zusammen, habe mir einen o2 surfstick huawei bestellt und gerade festgestellt, das der nic...