Essen fassen!

Haben Sie sich für die Installation von Ubuntu entschieden, genügt ein Klick auf das Symbol Installieren auf dem Desktop der Live-Variante. (Falls Sie bereits den Vorgänger Ubuntu 8.10 auf dem Rechner installiert haben, führen Sie besser ein Distributions-Upgrade durch und bewahren so alle wichtigen Einstellungen des Systems [8].) Es startet ein Assistent, der einige Daten von Ihnen erfragt, bevor er Ubuntu auf die Festplatte bringt.

Geben Sie zuerst die Sprache an, in der der Desktop standardmäßig erscheinen soll. Im nächsten Dialog teilen Sie Ubuntu die Zeitzone mit, in der sich Ihr Rechner befindet. Klicken Sie entweder auf der Landkarte in Ihre Region oder wählen Sie in den Auswahllisten darunter Region und Stadt aus.

Es folgt der Dialog zur Tastaturbelegung. Das System schlägt bereits das zur gewählten Sprache passende Layout vor und geht von einer gewöhnlichen PC-Tastatur aus. Bei Bedarf stehen Varianten wie Tastaturen der Firma Macintosh oder Tastaturbelegungen ohne so genannte "Dead Keys" zur Verfügung; bei Auswahl einer Belegung ohne Dead Keys können Sie Buchstaben nicht mehr mit Akzenten oder anderen ergänzenden Sonderzeichen versehen, erreichen dafür aber verschiedene Akzentzeichen mit einem einzelnen Tastendruck.

Im nächsten Schritt wählen Sie die Festplattenpartition aus, in der Ubuntu landen soll (Abbildung 4). Eine Partition ist ein Abschnitt in der Festplatte, wobei immer mindestens eine Partition existiert. Ist die Platte noch leer, schlägt Ubuntu vor, den gesamten Platz zu verwenden (Use entire disk). Findet es bereits installierte Betriebssysteme vor, belässt die Option Install them side by side, choosing between them each startup diese wo sie sind und verkleinert lediglich deren Größe. Alternativ haben Sie mit Specify partitions manually die Möglichkeit, Partitionen nach eigenem Ermessen zu verkleinern, zu löschen und anzulegen. Tipp: Wenn Sie eine eigene Partition für Ihr Home-Verzeichnis erstellen, können Sie persönliche Daten und Einstellungen bei einer Neuinstallation übernehmen.

Abbildung 4: Bei der Partitionierung legen Sie fest, in welchem Festplattenbereich Ubuntu landet und wie groß der Anteil für das Linux-System ausfällt.

Willkommene Gäste

Nach der Partitionierung durchsucht der Migrationsassistent die Festplatte nach weiteren Betriebssystemen. Das Programm bietet dann an, Einstellungen und Dateien aus vorhandenen Windows- und Linux-Systemen auszulesen. Falls mehrere Benutzerkonten existieren, markieren Sie zuerst diejenigen, deren Daten Sie übernehmen möchten. Dann wählen Sie die zu importierenden Informationen: Lesezeichen aus Firefox und dem Internet Explorer importiert der Assistent ebenso wie das Hintergrundbild und die Dateien aus Eigene Dateien eines Windows-Systems. Beachten Sie, dass dies nur funktioniert, wenn das bereits vorhandene System neben Ubuntu auf der Festplatte geblieben ist!

Zum Schluss erfragt die Installationsroutine Ihren Namen. Als Benutzernamen, mit dem Sie sich am System anmelden, schlägt es den Vornamen vor. Ändern Sie diese Einstellungen nach Bedarf und geben Sie darunter zwei Mal das gewünschte Passwort ein. Um es potenziellen Angreifern schwer zu machen, sollte es mindestens acht Zeichen und sowohl Zahlen als auch Buchstaben enthalten. Den Rechnernamen, der im lokalen Netz erscheint, schlägt das System ebenfalls in Abhängigkeit vom Benutzernamen vor. Abschließend aktivieren Sie die Option Automatisch anmelden, wenn Sie möchten, dass der Benutzer nach dem Hochfahren ohne Passwortabfrage automatisch eingeloggt wird. (Achtung: Das ist eventuell ein Sicherheitsrisiko.)

Bevor die Installation beginnt, präsentiert das Installationsprogramm eine Zusammenfassung Ihrer Angaben (Abbildung 5). Lesen Sie diese sorgfältig durch; wenn Sie die Informationen bestätigen, geht es los. Während Ubuntu eingerichtet wird, können Sie das Live-System weiter problemlos benutzen; der Fortschrittsbalken zeigt Ihnen, wie lange Sie sich noch gedulden müssen.

Abbildung 5: Prüfen Sie vor der Installation sorgfältig die Zusammenfassung, die Ihnen der Installer anzeigt.

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