Home / EasyLinux / 2009 / 04 / Rettungsring für Ihre Daten

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Mandriva gibt Distribution in die Hände der Community
(268 Punkte bei 24 Stimmen)
Neues vom Systemd
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Mandriva in Nöten
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.

Rettungsring für Ihre Daten

Daten sicher verwahren

Private Datensicherung

Der Anspruch bei des Privatanwenders an die Datensicherung unterscheidet sich von dem von Unternehmen. Hier stehen niedrige Anschaffungs- und Betriebskosten sowie eine möglichst einfache Handhabung im Vordergrund. Das betrifft sowohl das Erstellen der Backups als auch das Wiederherstellen verloren gegangener Daten. Zunächst gilt es jedoch, festzulegen, welche Daten in welchem Turnus zu sichern sind. So lohnt es beispielsweise nicht, von der mehr oder weniger statischen Musiksammlung alle drei Tage ein Backup zu erstellen, während bei den Dokumenten oder dem E-Mail-Postfach unter Umständen sogar eine mehrfache tägliche Sicherung angebracht ist.

Generell sollten Sie externe Backup-Medien nicht unmittelbar beim PC aufbewahren. Viele Firmen verwahren einen Teil ihrer Datensicherung sogar im Banktresor, um beispielsweise bei einem Brand nicht alle Daten zu verlieren. Das ist für Privatanwender kaum praktikabel, jedoch sollten Sie zumindest die Jahressicherung im Keller oder einem anderen Raum aufbewahren.

Es erbibt auch wenig Sinn, den Rechner vor dem Zugriff Fremder abzusichern, während das Backup-Medium jedem, der es möchte, Einsicht in die persönlichen Daten gewährt. Deswegen sollten Sie diese Daten entsprechend schützen. Das gilt in besonderem Maße, wenn planen, die Daten bei einem Online-Storage-Dienstleister wie Humyo [2] zu speichern. Den sichersten Schutz vor dem Zugriff Fremder verbunden mit einer einfachen Bedienung bieten Truecrypt-Container, die sich im eingehängten Zustand wie ein normales Laufwerk verhalten. Nähere Informationen zum Thema finden Sie unter [3] und [4]. Alternativ packen Sie Ihre gesicherten Daten mit einem Programm wie Zip und ersehen Sie es mit einem Passwort. Zip ist in diesem Fall deswegen das Mittel der Wahl, weil Standard-Unix-Packer wie Tar, Gz, oder Bz es nicht ermöglichen, das Archiv mit einem Passwort zu versehen. Das ginge nur über den Umweg GPG.

Ein Sonderfall der Datensicherung ist das Erstellen von Festplatten- oder Partitions-Images. In der Open-Source-Welt hat sich dafür das Programm Clonezilla [5] etabliert, das der LinuxUser-Artikel "Jurassic Park" im Detail bespricht. Sie finden diesen auf der Heft-DVD, ebenso die Live-Distribution PartedMagic 4.4 (Abbildung 1), die das Programm enthält.

Abbildung 1: Das in die Live-Distribution integrierte PartedMagic erlaubt es Ihnen, Images von Partitionen und Festplatten zu erstellen.

Diese Methode eignet sich aber nur bedingt zur Datensicherung, sondern dient in erster Linie zum Wiederherstellen und Duplizieren von Systemen. Liegt Ihr Home-Verzeichnis aber auf einer eigenen Partition, stellt Clonezilla aber eine durchaus brauchbare Alternative dar, wenngleich es nicht in der Lage ist, einzelne Dateien wiederherzustellen. Auch das Erstellen inkrementeller oder differenzieller Backups erlaubt es nicht (siehe Kasten Sicherungsmethoden). Dafür ermöglicht es Ihnen, das Image nicht nur auf einem lokalen Datenträger, sondern auch in einem NFS- oder SSH-Verzeichnis im Netz zu speichern. Mit welchen Programmen Sie Ihre Daten effizient zu sichern, erklärt der Grundlagenrtikel in dieser Ausgabe.

Sicherungsmethoden

Die klassische Datensicherung unterscheidet zwischen drei verschiedenen Verfahren (Abbildung 2):

  • Full Dump (Volldatensicherung): Diese Methode berücksichtigt alle zum Sichern vorgesehenen Dateien. Sie bietet den Vorteil, dass sich alle Dateien auf einem Medium befinden und damit einfach zu rekonstruieren sind. Der Nachteil liegt im unter Umständen enormen Datenvolumen, das auch große Speichermedien schnell an ihre Grenzen bringen kann.
  • Differenziell: Die differenzielle Datensicherung berücksichtigt nur Dateien, die sich seit der letzten Vollsicherung geändert haben oder neu dazukamen. Sie erlaubt im Schadensfall eine schnelle Wiederherstellung der Daten, benötigt aber durch die Redundanzen ebenfalls ein sehr großes Backup-Medium
  • Inkrementell: Dies Backup-Strategie sichert lediglich die Dateien, die sich seit dem letzten inkrementellen Backup verändert haben oder neu hinzukamen. Anders als die differenzielle Datensicherung enthält sie keine doppelten Daten. Ein Wiederherstellen erfordert aber immer alle Backup-Sätze seit der letzten Vollsicherung. Dafür benötigt diese Methode mit Abstand am wenigsten Speicherplatz.

Abbildung 2: Während die differenzielle Datensicherung stets alle Dateien seit der letzten Vollsicherung berücksichtigt, speichert die inkrementelle nur die jeweils geänderten Daten seit der letzten inkrementellen Sicherung.

Glossar

RAID

Diese Abkürzung steht für "Redundant Array of Independend Disks". Gemeint ist damit das Zusammenfassen mehrerer Festplatten zu einer logischen Einheit, die sich im System wie ein einziges Laufwerk verhält.

Soft-RAID

Während beim Hard-RAID ein externer Controller die Verwaltung des RAIDs übernimmt, fällt diese Aufgabe beim Soft-RAID dem Betriebssystem und der CPU zu.

Solid State Drive

Das Solid State Drive, kurz SSD, ist ein nichtflüchtiges Speichermedium, ähnlich einem USB-Stick. Aufgrund seines auf Speicherbauteilen basierenden Konzepts enthält es keinerlei mechanische Bauteile und ist damit wesentlich unempfindlicher gegenüber mechanischen Belastungen als Festplatten.

Infos

[1] DNG: http://www.adobe.com/de/products/dng/

[2] Online-Storage Humyo: http://humyo.de

[3] Truecrypt-Artikel: Thomas Leichtenstern, "Innere Werte", LinuxUser 12/2006, S. 65, http://www.linux-user.de/ausgabe/2006/12/065-truecrypt/

[4] Truecrypt-Artikel: Tim Schürmann "Verriegelt und verrammelt " LinuxUser 08/2007, S 50, http://www.linux-community.de/Artikel/12971

[5] Clonezilla: http://clonezilla.org

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

Hits
Wertung: 40 Punkte (4 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zum Autor

Thomas Leichtenstern

Thomas Leichtenstern

CD/DVD-Redakteur


Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

title_2012_02

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

EasyLinux erscheint vierteljährlich und kostet EUR 9,80. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der EasyLinux-Homepage.

Das EasyLinux-Jahresabo kostet EUR 33,30. Details zum EasyLinux-Jahresabo finden Sie im LNM-Shop.

Tipp der Woche

Adobe AIR
Adobe-AIR-Programme installieren und (manuell) starten
Tim Schürmann, 14.05.2012 13:09, 0 Kommentare

Es gibt sie noch: neue Anwendungen, die Adobes Integrated Runtime voraussetzen. Aktuellstes und vermutlich auch größtes Beispiel ist das Adventure Botanicula

Aktuelle Fragen

gibt es ein Kommandozeilen Tool, um ein X11-Fenster in ein Anderes einzubetten?
GoaSkin , 21.05.2012 16:44, 0 Antworten
Das XEmbed-Protokoll ist u.A. dazu gedacht, dass man eine X11-Anwendung in eine andere wie ein Wi...
Apache2, Options -Indexes geht nicht
no no, 12.05.2012 19:01, 8 Antworten
Habe in apache2.conf folgendes stehen: Options -Indexes ...
LInux auf Dell LS H500
Andreas Endresl, 09.05.2012 08:54, 2 Antworten
Habe einen alten Dell Latitude LS H500 nur mit ext. Floppy und CD es geht nur immer eines von den...
Datenwiederherstellung unter Ubuntu 12.04 mit "Simple Backup" nach Umzug von Linux Mint
Christian Lottmann, 07.05.2012 13:33, 0 Antworten
Vor dem Umzug auf Ubuntu 12.04 habe ich unter Linux MInt mit "Simple Backup" voll (15.4.2012) und...
DKMS für den propritären NVIDIA-Treiber
Commander Data, 26.04.2012 22:02, 2 Antworten
Hallo an die Gemeinde. Ich habe hier ein interessantes Stück openSuSE gefunden. http://forums.op...