Praxistest

Das Latitude 2100 eignet sich trotz des 10-Zoll-Displays relativ gut für die tägliche Arbeit. Die Tastatur hat einen sehr guten Anschlag, lediglich die Eingabetaste könnte etwas breiter sein, damit man nicht aus Versehen die Rautetaste erwischt. Der Kartenleser verschluckt SD-Speicherkarten komplett. Das hat Vorteile, wenn man den Rechner oft mit eingelegter Karte transportiert, allerdings gestaltet sich das Herausnehmen manchmal als Geduldsprobe.

Sehr gut gefielen uns auch das matte Display und der Touchscreen. Auch wenn sich die Nützlichkeit des berührungsempfindlichen Displays auf den ersten Blick nicht erschließt (anders als den Classmate-PC von Intel kann man das Latitude 2100 nicht in einen Tablet-PC verwandeln), lohnen sich die rund 40 Euro Aufpreis für den Touchscreen, da man damit zum Beispiel Spiele wie Mahjongg und Same Gnome deutlich intuitiver bedienen kann. Kindern (und Erwachsenen) fällt zudem die Bedienung deutlich leichter als über das Touchpad. In den Praxistests zeigte sich zudem, welche Vorteile die massive Bauweise und der schwere Akku als Standfuß mit sich bringt: Das Gerät kippt nicht nach hinten und bleibt auch bei der Bedienung über den Touchscreen problemlos stehen (Abbildung 2).

Abbildung 2: Kindern fällt das Antippen mit dem Finger besonders leicht.

Auch beim Powermanagement bekommt das Latitude 2100 gute Noten. Zwar versetzt sich der Rechner beim Schließen des Displaydeckels nicht automatisch in den Schlafzustand, Suspend-to-RAM funktioniert aber über die [Fn]+[F2] einwandfrei, und beim Aufklappen des Deckels erwacht das Gerät automatisch aus dem Schlafzustand.

Die Akkulaufzeit betrug in den Tests mit gemischter LAN- und WLAN-Nutzung zwischen vier und fünf Stunden. Setzen Sie auch die Webcam ein und nutzen das WLAN-Modul permanent, liegt sie leicht unter vier Stunden. Mit dem kleineren Dreizellen-Akku können Sie daher mit Laufzeiten um zwei Stunden rechnen.

Ab 350 Euro

Bei den Preisen ist etwas Vorsicht angebracht. Das Latitude 2100 findet sich nur unter den Produkten, die für Firmenkunden bestimmt sind. Der auf der Webseite genannte Einstiegspreis von 279 Euro enthält deshalb noch keine Mehrwertsteuer. Zudem enthält die Grundausstattung mit Ubuntu den kleinen Drei-Zellen-Akku, eine 80-GByte-Festplatte, keine Webcam und kein Bluetooth-Modul. Unser Testsystem mit Sechs-Zellen-Akku, 1 GByte Ram, Touchscreen und Webcam kostet inklusive Mehrwertsteuer rund 450 Euro (zuzüglich 30 Euro Versandkosten bei Internetbestellung). Der Netto-Einstiegspreis für die Windows-Variante mit 160 GByte-Festplatte und Bluetooth-Modul ist 349 Euro. Im Unterschied zur Windows-Variante kann man die Linux-Version auch mit einer 250-GByte-Festplatte bestellen, die Windows-Version gibt es nur mit einer 160-GByte-Harddisk.

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