Der Schulfreund

Latitude 2100 von Dell mit vorinstalliertem Ubuntu 8.10

24.09.2009
Wer sich die aktuellen Netbook-Modelle anschaut, findet mehrheitlich glänzende Produkte, die ein besonderes Lifestyle-Erlebnis vermitteln sollen. Das Latitude 2100 von Dell hebt sich hier positiv von der Konkurrenz ab.

Das Latitude 2100 von Dell sieht zwar nicht so chic aus wie die Konkurrenz, hat das aber auch nicht nötig. Denn im Gegensatz zu den spiegelnden Geräten von Asus & Co. ist das Netbook in erster Linie für Schüler gedacht.

Die Hardware

Beim Latitude 2100 handelt es sich um ein typisches Netbook mit einem 10,1-Zoll-Display (1024 x 576 Bildpunkte), einem Atom-N270-Prozessor von Intel und maximal 2 GByte Hauptspeicher. Das Gerät verfügt über einen SD-/MMC-Kartenleser, drei USB-2.0-Anschlüsse, Audio-Ein- und Ausgänge sowie einen VGA-Anschluss für einen externen Monitor. 512 MByte Hauptspeicher sind fest im Gerät verbaut, ein Slot steht für Erweiterungen frei. Wie bei den meisten Dell-Modellen üblich lässt sich auch das Latitude 2100 relativ frei konfigurieren: Zur Auswahl stehen verschiedene Festplattengrößen (aber keine Solid State Disk), eine integrierte Webcam, ein Drei- oder Sechszellen-Akku sowie ein Touchscreen. Schließlich gibt es den Rechner neben der schwarzen Standardausführung auch in den Farben Rot, Grün, Gelb und Blau.

Obwohl das Latitude auf den ersten Blick wie ein gewöhnliches Netbook aussieht, hat sich Dell für das 2100 einige Besonderheiten ausgedacht: Durch die gummierte Oberfläche liegt der Rechner sehr gut und rutschfest in der Hand, Schmutzflecken sind auf dem Gerät auch nach intensivem Gebrauch kaum zu sehen. Dank seiner robusten Bauweise eignet es sich zudem gut für den Outdoor-Einsatz. Dell hat das Gerät in erster Linie als Schüler-Netbook entwickelt und dazu ein paar Besonderheiten eingebaut: Auf der Außenseite des Netbook-Deckels befindet sich eine Lampe, die automatisch angeht, wenn Sie über [Fn]+[F6] das WLAN einschalten. So können Lehrer verhindern, dass Schüler während der Stunde über WLAN surfen statt dem Unterricht zu folgen. Damit in einer größeren Klasse jeder Schüler sein Netbook direkt findet, hat der Akku zudem eine transparente Abdeckung, hinter die zum Beispiel ein Namensschild passt. Ein geeigneter Kartonstreifen befand sich allerdings bei unserem Testgerät nicht in der Verpackung.

Für die Kommunikation mit der Außenwelt verfügt das Latitude 2100 wahlweise über ein Dell-WLAN-Modul nach 802.11b/g oder ein Dell- bzw. Intel-Modul nach 802.11a/b/g/n. Auf der rechten Gehäuseseite gibt es zudem eine Fast-Ethernet-Schnittstelle.

Die Software

Dell bietet den Rechner wahlweise mit Ubuntu 8.10 oder Windows XP (mit Gratis-Upgrade auf Windows 7) an. Der deutsche Shop listet fälschlicherweise die nicht existierende Ubuntu-Version 8.12 als Linux-System, vorinstalliert ist Ubuntu 8.10. Im Unterschied zu den Inspiron-Mini-Notebooks setzt Dell beim Latitude 2100 nicht auf den speziell von Dell entwickelten Schnellstarter mit hübsch animierten Effekten, sondern bringt ein ganz normales Ubuntu mit Gnome als Desktop.

Auch bei der Programmauswahl gibt sich der Dell-Rechner konservativ: Es sind keine speziellen Programme für die Schule vorinstalliert, lediglich ein Tool für die Kalibrierung des Touchscreens gehört zu den Ausnahmeerscheinungen. Immerhin gibt es neben den Standard-Repositories auch noch einen Zusatzeintrag von Dell, der auf das PPA-Repository des Dell-Teams [2] verweist. Es enthält neben dem Dell-Paketsignierungsschlüssel und einem Softmodem-Treiber das Dell-Recovery-Tool und einen Treiber für die Sondertasten des Netbooks. Das Wiederherstellungstool von Dell (Abbildung 1) steht nach der Installation als Icon auf dem Desktop bereit. Sie erstellen damit über wenige Mausklicks ein Wiederherstellungsabbild auf DVD oder einem USB-Stick, der mindestens 2 GByte groß ist.

Abbildung 1: Das Recovery-Tool von Dell speichert den aktuellen Zustand des Rechners auf einem USB-Stick oder als ISO-Abbild.

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