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Ubuntu 9.10 (Karmic Koala) im Vorserientest

Knuffiges Bärchen

Ubuntu-Hersteller Canonical bleibt seinem Release-Plan treu und veröffentlicht im Oktober die Version 9.10 seiner Linux-Distribution. "Karmic Koala" muss im Vorserientest zeigen, was es kann.

Das Ubuntu-Projekt [1] unter Federführung von Canonical und Mark Shuttleworth legt großen Wert darauf, seine selbst gesetzten Release-Pläne einzuhalten. So wundert es nicht, dass zu Redaktionsschluss die Vorbereitungen für die neue Ubuntu-Version 9.10 fristgerecht verliefen und die vierte Alphaversion zum Download bereits zur Verfügung stand. Die fertige Release soll Ende Oktober auf der Homepage von Ubuntu bereitstehen – EasyLinux wagt einen ersten Blick auf den "Karmic Koala", den "Karma-Koala", wie die neue Version mit Codenamen heißen wird.

Klein, aber oho

Neuigkeiten gibt es schon bei der Verfügbarkeit der Ubuntu-Varianten für verschiedene Hardwaretypen. Nachdem Netbooks immer populärer werden, gab es die Vorgängerversion 9.04 erstmals als "Ubuntu Netbook Remix", den es aber nur mit Gnome-Desktop gab. Wer lieber KDE verwendet, bekommt mit Karmic Koala auch eine Netbook-Version von Kubuntu. Der Netbook-Remix ist im Wesentlichen ein verkleinertes Ubuntu-System, das einige spezielle Tools für den Einsatz auf Netbooks bietet und mit einer einheitlichen Oberfläche daherkommt. Diese soll den Zugriff auf die meistgenutzten Programme einfacher und intuitiver gestalten – der Ansatz ähnelt der Oberfläche von Linpus, der Linux-Distribution des Acer-Netbooks Aspire One. Der Ubuntu Netbook Remix ist nicht an spezifische Hardware gekoppelt, lässt sich also auf verschiedenen Netbooks verwenden.

Ubuntus One-Filesharing

Ein weiteres "Killerfeature" der neuen Ubuntu-Version dürfte Ubuntu One sein – zumindest, wenn es nach dem Distributor geht. Ubuntu One ist eine Synchronisierungslösung, die an Apples iDisk erinnert. Bei iDisk mietet der Kunde Speicherplatz auf einem Apple-Server, den er anschließend vom System aus wie eine lokal vorhandene Festplatte einsetzen kann. Auch bei Ubuntu One bekommen Benutzer Nutzer Speicherplatz auf Canonical-Servern: Wahlweise stehen 2 GByte umsonst oder 10 GByte für acht Euro pro Monat zur Verfügung. Der Speicherplatz ermöglicht es Ubuntu-Usern, Dateien bei Ubuntu One abzuspeichern und anschließend von einem anderen Rechner aus auf genau diese Dateien zuzugreifen; ein zu Hause bearbeitetes Textdokument ist zum Beispiel im Büro in genau der Version verfügbar, die daheim zuletzt benutzt wurde. Alternativ eignet sich Ubuntu One auch als Quasi-Webspace: Neben dem privaten Zugriff besteht die Möglichkeit, öffentliche Verzeichnisse anzulegen, auf die prinzipiell jeder zugreifen darf. Ubuntu One konnten Sie bereits unter Version 9.04 verwenden, wenn Sie das Universe-Archiv aktivierten; in Ubuntu 9.10 hält es offiziellen Einzug in die Distribution. Nähere Details zum Service finden Sie auf einer separaten Webseite [2].

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