Tipp: Ubuntu: Synaptic als Geschichtsschreiber

Synaptic bietet über das Menü Datei / Chronik eine nach Datum und Uhrzeit sortierte Auflistung der installierten, aktualisierten und entfernten Pakete. Klappen Sie einfach die jeweiligen Monate auf, um zu einem bestimmten Tag zu springen und rechts die in diesem Zeitraum erledigten Aktionen anzuzeigen.

Praktischerweise bietet die Chronikansicht auch eine Suchfunktion, mit der Sie gezielt nach Paketnamen fahnden. Die Treffer hebt Synaptic im rechten Bereich farblich hervor (Abbildung 3).

Abbildung 3: Synaptic entfernt aufgrund von Abhängigkeiten automatisch installierte Pakete nicht selbstständig. Die Chronik gibt aber Aufschluss, was wann auf dem System geschah.

Tipp: Ubuntu: Informative Logfiles

Wenn Sie außer mit Synaptic ab und zu mit apt-get auf der Kommandozeile arbeiten, einzelne Pakete mit dpkg oder GDebi installieren oder sogar zu aptitude greifen, finden Sie in der Synaptic-Chronik keine Informationen dazu. Angaben dazu gibt es aber in den systemweiten Logfiles unter /var/log/. So fahnden Sie auf der Shell nach weiteren Informationen, die APT und dpkg (und damit auch alle Synaptic-Aktionen und GDebi) betreffen:

  1. Öffnen Sie ein Terminalfenster, zum Beispiel über [Alt]+[F2] und Eingabe von gnome-terminal oder konsole.
  2. Geben Sie am Prompt den Befehl sudo less /var/log/apt/term.log ein und nennen Sie auf Anfrage Ihr Kennwort. Beachten Sie, dass keine Sternchen als visuelles Feedback erscheinen, Sie das Passwort also "blind" eingeben.
  3. Mit [Pfeil runter] und [Pfeil hoch] blättern Sie zeilenweise, mit [Bild runter] und [Bild hoch] seitenweise. [Umschalt]+[G] bringt Sie direkt ans Ende der Datei, [G] an den Anfang. Über [Umschalt]+[7] (also "/") suchen Sie vorwärts nach einem Begriff und mit [Umschalt]+[ß] (also "?") rückwärts. Ein Druck auf [Q] beendet den Dateibetrachter less.

Wenn Sie in der Datei term.log nicht fündig werden, schauen Sie im Verzeichnis /var/log/apt/ nach, ob dort ältere Dateien der Art term.log.1.gz, term.log.2.gz und so weiter sind. Auch diese können Sie auf die gleiche Art betrachten. Ersetzen Sie im Shell-Befehl einfach less durch zless; die Bedienung ist gleich.

Benutzer, die auf Aptitude setzen, werden in diesen Logfiles nicht fündig. Sie werfen stattdessen einen Blick nach /var/log/aptitude beziehungsweise /var/log/aptitude.1.gz, /var/log/aptitude.2.gz und so weiter. Auch hier gilt: Die mit gzip komprimierten Protokolldateien (Endung .gz) betrachten Sie mit zless statt less.

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