Linux-Tipps

Kniffe, die Sie kennen sollten

24.09.2009
Die Linux-Tipps beschäftigen sich in dieser Ausgabe unter anderem mit den Webbrowsern Firefox und Opera und helfen bei Problemen mit Copy & Paste.

Tipp: Probleme beim Copy & Paste beheben

Manchmal scheitert der Versuch, Text per Copy & Paste von einer Anwendung in eine andere zu kopieren – das hängt von vielen Faktoren ab: der eingesetzten Desktop-Umgebung (KDE, Gnome, andere) und den beiden Programmen, zwischen denen Sie Daten austauschen wollen. Tritt dieses Problem auf, hilft es oft, ein zusätzliches Programm als "Vermittler" zu verwenden: Starten Sie dann z. B. unter KDE den Editor Kate oder unter Gnome das Programm GEdit. Versuchen Sie nun, den markierten Text zunächst von der ersten Anwendung in den Editor und von dort (nach erneutem Markieren und Kopieren) in das zweite Programm zu übertragen.

Für das Kopieren und Einfügen gibt es zudem meist zwei unterschiedliche Methoden: Häufig reicht es aus, Text im Quellprogramm mit der Maus zu markieren und dann im Zielprogramm die mittlere Maustaste zu drücken. Als zweite Methode können Sie die Zwischenablage oft über ein spezielles Kommando im Bearbeiten-Menü oder eine Tastenkombination wie [Strg]+[C] füllen und den Inhalt anschließend auf ähnliche Weise (Bearbeiten / Einfügen oder [Strg]+[V]) in der Zielanwendungen einfügen. Dass eine dieser beiden Methoden versagt, muss nicht automatisch bedeuten, dass auch die zweite scheitert. Probieren Sie darum stets beide Mechanismen aus und kombinieren Sie, wenn es nicht klappt, beide mit dem zusätzlichen Editor als Vermittler.

Relativ häufig treten solche Kopierprobleme übrigens auf, wenn eines der beteiligten Programme nicht direkt auf Ihrem Linux-System läuft, sondern z. B. in einem Emulator (VMware, Virtual Box etc.) oder über Netzwerkprotokolle wie NX [1] oder VNC [2] auf einem entfernten Rechner.

Tipp: Opera: Gemeinsame Bookmark-Liste auf mehreren PCs

Der alternative Webbrowser Opera bietet ein nützliches Feature für Anwender, die mehrere PCs nutzen, z. B. zu Hause und im Büro: Wenn Sie sich bei Opera mit einem Benutzernamen und Passwort registrieren, können Sie Ihre Bookmark-Liste (also die Lesezeichen) über alle PCs synchronisieren. Tragen Sie dann im Büro ein neues Lesezeichen in die Liste ein, erscheint es beim nächsten Opera-Start am heimischen Computer auch dort in der Bookmark-Übersicht.

Zunächst müssen Sie diese Funktion, die der Browser-Hersteller "Opera Link" nennt, auf allen PCs einrichten. Beim ersten Mal ist es dazu notwendig, einen neuen Account einzurichten.

Rufen Sie den Menüpunkt Extras / Opera Link Synchronisierung / Synchronisierung aktivieren auf – es startet ein Setup-Assistent. Die erste Seite erklärt nur, worum es geht: Klicken Sie auf Weiter. Im nächsten Dialog (Abbildung 1) können Sie einen neuen Account erstellen; Sie benötigen nur einen Benutzernamen, ein Passwort (zweifach einzugeben) und eine (gültige) Mailadresse. Geben Sie diese Daten ein und klicken Sie auf Weiter.

Abbildung 1: Opera Link hält u. a. Ihre Bookmark-Sammlung auf mehreren Opera-Installationen synchron.

Im nächsten Dialog wählen Sie, welche Daten Opera Link synchronisieren soll; im Zweifelsfall übernehmen Sie die Vorgabe (alle möglichen Inhalte) – Passwörter bleiben in jedem Fall lokal auf eine Opera-Installation beschränkt und wandern nicht auf den Opera-Server. Klicken Sie auf Fertig.

Links unten in der Browserstatuszeile erscheint erscheint jetzt ein grünes Icon mit zwei weißen Pfeilen (Opera Link ist aktiviert).

Starten Sie Opera jetzt auf einem anderen Computer und gehen Sie dort genau wie beschrieben vor – mit einer Abweichung: Bei der Angabe der Benutzerdaten klicken Sie auf Ich habe bereits ein Konto – dann verschwinden einige Eingabefelder, und Sie geben nur noch den Benutzernamen und das Passwort ein. Ab sofort sind diese beiden Rechner synchronisiert.

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