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Grenzüberschreitend

Windows-Emulator CrossOver 8.0 im Test

27.08.2009 Der Windows-Emulator CrossOver unterstützt in der neuen Version 8.0 mehr Windows-Programme und -Spiele. Viele alte Windows-Anwendungen können Linux-Anwender damit weiter verwenden. Wir haben uns die Neuerungen angesehen.

Mit einem Windows-Emulator können Sie Windows-Programme auch unter Linux nutzen. Spiele, welche die Hersteller nicht auf Linux portiert haben, funktionieren damit auf dem fremden Betriebssystem, sie laufen direkt in der Emulatorumgebung. Dafür müssen Sie kein Windows installieren: Der Emulator bringt die unter Windows übliche Verzeichnisstruktur und die für die Programme benötigten Bibliotheken mit. Er gaukelt der Anwendung vor, unter Windows zu laufen.

CrossOver ist ein solcher Windows-Emulator. Das Programm ist kommerziell, basiert aber auf dem freien Programm Wine [1]. Die Liste der unterstützten Spiele [2] ist lang. Der Hersteller Codeweavers [3] pflegt das Programm und entwickelt es ständig weiter. Die gut besuchte Community-Seite zeigt, dass CrossOver bei vielen Linux-Anwendern beliebt ist.

Versionsvielfalt

CrossOver gibt es als günstige Standard- und als Professional-Version. Die Standardversion für 37 Euro unterstützt Windows-Anwendungen und Browser-Plug-ins. Käufer können sechs Monate lang Updates installieren. Bei der Professional-Version gibt es zwölf Monate lang Aktualisierungen. Sie bietet zusätzlich einen Multi-User-Support und Runtime-Pakete für einzelne Anwendungen. Schulen, Firmen und andere Einrichtungen profitieren von günstigen Rabatten. Sie können einen vorhandenen Lizenz-Key verlängern lassen. Dadurch erhalten Sie mit einem Update die neueste Version des Emulators.

Für 64 Euro gibt es CrossOver Professional inklusive CrossOver Games. Neben Anwendungsprogrammen können Sie hier auch viele Windows-Spiele verwenden. Auch hier gibt es die Möglichkeit, den Lizenz-Key zu verlängern. Die Verlängerung der Professional-Version kostet 51 Euro. Ist die verwendete Version noch aktiv, ist eine Verlängerung für günstigere 32 Euro möglich. Warten Sie nicht, bis die Lizenz abgelaufen ist, sondern verlängern Sie diese rechtzeitig. Die Verlängerung der Standardversion kostet 33,30 Euro. Die CrossOver-Versionen gibt es als Download-Versionen, der Kauf ist so recht schnell und problemlos. Für knapp 6 Euro können Sie eine Backup-CD Ihrer CrossOver-Version anfordern.

Übrigens: Auch eine installierte CrossOver-Version, deren Lizenz abgelaufen ist, können Sie weiter verwenden. Es gibt dann lediglich keine Updates und Supportleistunngen mehr. Wenn die Lieblingsspiele und Anwendungen mit der alten Version laufen, ist ein Verlängern des Keys nicht nötig.

Um das Programm zu testen, können Sie eine aktuelle Demoversion herunterladen. Sie läuft 30 Tage und ist in ihrem Funktionsumfang nicht eingeschränkt. Sind Sie mit dem Programm zufrieden, kaufen Sie es.

CrossOver installieren

Nach dem Kauf erhalten Sie per E-Mail einen Downloadlink für die Software. Das Paket ist nur etwa 25 MByte groß und enthält ein Installationsskript. Öffnen Sie ein Terminalfenster, wechseln Sie in das Verzeichnis, das CrossOver enthält, und geben Sie den Befehl

sh ./install-crossover-pro-8.0.0.sh

ein. Achten Sie hier auf den korrekten Dateinamen, der je nach Version von obigem Beispiel abweichen kann. Wenn Sie möchten, können Sie den vorgegebenen Installationspfad anpassen. CrossOver verwendet standardmäßig /home/benutzer/cxoffice, so dass Sie für die Einrichtung keine Root-Rechte benötigen. Die Installation benötigt 85 MByte Plattenplatz. Die Windows-Anwendungen und -Spiele, die Sie später installieren möchten, verbrauchen weiteren Platz. Achten Sie darauf, dass dafür genügend Platz auf der Platte vorhanden ist. Klicken Sie auf die Schaltfläche Beginne Installation und starten Sie anschließend die grafische Oberfläche neu. Danach können Sie CrossOver bequem über das KDE-Menü aufrufen (Abbildung 1), die Software legt hier Einträge an, über die Sie CrossOver starten, einen Windows-Befehl in der Eingabeaufforderung ausführen, einen Blick in die Dokumentation werfen und Windows-Programme installieren können.

Abbildung 1

Abbildung 1: Nach der Installation finden Sie im KDE-Menü neue Einträge für CrossOver. Darüber können Sie unter anderem neue Windows-Programme installieren.

Das Handling hat sich im Vergleich zur Vorgängerversion nicht geändert. Auch bei CrossOver 8 müssen Sie einen Support-Account beib Hersteller Codeweavers anlegen. Die URL zum Registrierformular und die Registriernummer finden Sie in Ihrem E-Mail-Postfach.

Spiele und Anwendungen legt der Emulator in Containern ("Bottles", Flaschen) ab. Sie installieren sie über den Menüpunkt Windows-Software installieren. Details finden Sie in einem älteren Artikel in Ausgabe 02/2009 [4]. Er enthält auch eine Beschreibung des Konkurrenzprodukts Cedega, das nur für Spieler interessant ist.

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Kommentare
Windows?
Torsten (unangemeldet), Donnerstag, 27. August 2009 15:47:04
Ein/Ausklappen

Wollte ich unbedingt Windows-Programme, dann wäre ich doch wohl nie zu Linux gewechselt! Irgentwie sinnlos, so etwas.
Gerade weil auf meinem Linux kein M$-Schrott mehr drauf ist, bin ich vor Jahren gewechselt, sonst hätte ich auch gleich bei Kleinweich bleiben können.



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Ja, Windows
Marcel Hilzinger, Donnerstag, 27. August 2009 18:31:12
Ein/Ausklappen

Stell dir mal vor, du benötigst für deine Arbeit genau ein einziges Programm, das es nur als Windows-Version gibt. Solltest du deshalb mit Windows arbeiten, nur um dieses eine Programm zu nutzen? Dann doch lieber die Vorteile von Linux genießen und für das eine Programm wine oder halt eben Crossover Office nutzen. Das finde ich immer noch besser als Windows nutzen...


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