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Effizienter arbeiten mit GIMP

Anwender-Tipps und kleine Kniffe zu Gimp

23.09.2009
Unsere Tipps und Tricks bringen Ihnen Funktionen und Arbeitstechniken der Gimp-Version 2.6 näher. Wir zeigen, wie Sie eigene Pinselspitzen erstellen und damit Abrisskanten für Fotomontagen erzeugen, mit Bildern in verschiedenen Ebenen arbeiten und die rechteckige Auswahl sinnvoll nutzen.

Tipp: Abrisskanten erstellen

Mit einer eigens erstellten Pinselspitze und ein paar zusätzlichen Effekten können Sie eine Abrisskante erzeugen:

  1. Erstellen Sie ein neues Bild ([Strg]+[N]) in der Größe 300 x 100 Pixel mit weißer Hintergrundfarbe.
  2. Über das Bildmenü Bild / Modus / Graustufen wandeln Sie das Bild in ein Graustufenfoto um.
  3. Zum Erstellen der Pinselspitze wählen Sie aus dem Werkzeugkasten das Pinselwerkzeug und eine Pinselspitze mit weichem Randverlauf aus. Circle Fuzzy mit einer Skalierung von 0,50 ist hierfür gut geeignet.
  4. Malen Sie mit dieser Pinselspitze, wie in Abbildung 1 zu sehen, in schwarzer Farbe unterschiedlich lange Pinselstriche.

    Abbildung 1: Mit Gimp können Sie eigene Pinselspitzen erzeugen. Im Beispiel erstellen Sie einen individuellen Pinsel für die geplante Abrisskante.
  5. Anschließend sichern Sie das Graustufenbild als Gimp-Pinsel mit der Endung .gbr im Verzeichnis brushes Ihres Gimp-Ordners. In der Regel sollten Sie den Pinseldialog aktualisieren, damit Gimp neu hinzugekommene Pinselspitzen anzeigt.
  6. Aktivieren Sie das Pinselwerkzeug und rufen Sie mit einem Doppelklick auf das Icon die Pinseleigenschaften auf. Klicken Sie auf das Bild für die Pinselspitzen, um den Pinselauswahldialog über das Icon am unteren Ende aufzurufen (Abbildung 2). Über das Icon Pinsel neu laden lassen Sie Gimp die für den Kantenabriss eben erstellte Pinselspitze neu einlesen. Diese steht Ihnen nun für die weiteren Arbeitsschritte in der Pinselauswahlliste zur Verfügung.

    Abbildung 2: Um die eigenen Pinselspitzen zu verwenden, aktualisieren Sie den Pinseldialog, nachdem Sie diese im Gimp-Verzeichnis abgelegt haben.

Die Vorbereitungen für die Abrisskante sind nun abgeschlossen. Erstellen Sie abermals ein neues Bild in der gewünschten Größe und füllen Sie es mit einer Farbe Ihrer Wahl. Aktivieren Sie die Hintergrundebene und öffnen Sie das Kontextmenü der Ebene mit einem rechten Mausklick. Wählen Sie den Punkt Alphakanal hinzufügen aus, um der Ebene einen transparenten Hintergrund zu geben.

Als Nächstes setzen Sie das Radierer-Werkzeug ([Umschalt]+[E]) ein: Aktivieren Sie das Werkzeug und wählen Sie die erstellte Pinselspitze für die Abrisskante aus. Sie können diese in der Originalgröße verwenden oder auf Wunsch verkleinern, um die Abrissecken dezenter darzustellen. Egal, wie Sie sich entscheiden, malen Sie mit dem Werkzeug eine entsprechende Abrisskante ins Bild. Die nicht benötigten, farbigen Bildbereiche unterhalb der Kante werden ebenfalls entfernt. In unserem Bildbeispiel (Abbildung 3) haben wir die Abrisskante mit Hilfe des Schlagschatteneffekts besser hervorgehoben.

Abbildung 3: Mit dem Schlagschatteneffekt heben Sie die Abrisskante optisch hervor.

Aktivieren Sie das Zauberstab-Werkzeug ([U]), um den farbigen Bildbereich auszuwählen. Danach öffnen Sie über den Menüpunkt Filter / Licht und Schatten / Schlagschatten das Dialogfenster Skript-Fu: Schlagschatten. Die Standardeinstellungen können Sie übernehmen. Soll der Effekt stärker hervortreten, belassen Sie den Regler für die Deckkraft auf 80 Prozent, ansonsten reduzieren Sie die Deckkraft auf einen Wert zwischen 20 und 30 Prozent.

Tipp: Verschiedene Bildformate in eine Datei einbinden

Vielleicht möchten Sie früher oder später in einer Bilddatei mehrere Bilder mit unterschiedlichen Dateiendungen öffnen. Dann ist die folgende Option mit Sicherheit ein hilfreicher Tipp für Sie.

Öffnen Sie das Basisbild, das Gimp automatisch in der Hintergrund-Ebene anlegt. Rufen Sie den Menüpunkt Datei / Als Ebene öffnen ([Strg]+[Alt]+[O]) auf und wählen Sie aus dem Dateidialog ein weiteres Bild aus, das eine neue Ebene in der bereits bestehenden Bilddatei werden soll. Idealerweise sollte es das gleiche Format wie das Hintergrundbild aufweisen; Gimp schneidet fehlende Bereiche einfach ab, wenn das Bild zu groß ist. Es ist möglich, Bilder mit unterschiedlichen Dateiendungen auf diese Art zu öffnen. Die Reihenfolge der erzeugten Ebenen können Sie jederzeit anders positionieren. Hierfür gibt es zwei Möglichkeiten: entweder mittels Drag & Drop oder über die beiden Icons mit den Richtungspfeilen. Auch sonst stehen Ihnen alle Vorteile des Ebenendialogs wie Deckkraft oder Modus wie gewohnt zur Verfügung.

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