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Auf der sicheren Seite

Areca sichert Ihre Dateien

14.09.2009
Dank einfach zu bedienender Programme ist es heute leicht, Backups zu erstellen und zu verwalten: Wir stellen das Datensicherungstool Areca vor.

Ob eine defekte Festplatte oder ein kaputtes Dateisystem schuld daran ist, dass der Zugriff auf die persönlichen Daten verwehrt bleibt, spielt letztendlich keine Rolle. Ohne die entsprechenden Vorsorgemaßnahmen müssen Sie wohl oder übel darauf verzichten. Vor diesem Daten-GAU schützen Sie sich, indem Sie regelmäßige alle wichtigen Dateien sichern. Alles, was Sie dafür benötigen, sind ein externer Massenspeicher (z. B. ein USB-Stick) und das Programm Areca [1] (Abbildung 1).

Abbildung 1: Das Java-Programm Areca bietet alle Funktionen, die Sie für eine effiziente Backup-Strategie benötigen.

Vorbereitung

Bevor es daran geht, Daten zu sichern, gilt es zunächst, eine für Sie passende Strategie zu erarbeiten. Die zentrale Frage lautet: Welche Daten gehören in welchem Turnus gesichert? Danach richtet sich auch die Größe des benötigten Massenspeichers. Möchten Sie beispielsweise nur Ihre persönlichen Dokumente und Ihre E-Mails sichern, reicht in der Regel ein USB-Stick mit 4 oder 8 GByte. Den bekommen Sie für wenige Euro in jeder Computerabteilung.

Besondere Aufmerksamkeit sollten Sie Ihrer Bildersammlung widmen. Zum einen handelt es sich nicht selten um unersetzbare Unikate, zum anderen verändert sich der Datenbestand bei vielen Anwendern ständig. Je nach Umfang und Sicherungsintervall benötigen Sie hier eine externe Festplatte. Diese gibt es in den Formaten 2,5 Zoll und 3,5 Zoll. Erstere sind für den Einsatz in Notebooks konzipiert, und damit meist robuster als die 3,5-Zoll-Vertreter. Die besseren Notebook-Platten besitzen sogar eine Sturzerkennung und parken den Schreib-/Lesekopf vor dem Aufprall. Außerdem arbeiten sie ohne separate Stromversorgung, sondern nutzen dafür das USB-Kabel. Die Nachteile sind ein um etwa die Hälfte höherer Preis pro GByte gegenüber den 3,5-Zoll-Platten und eine geringere Transferrate. Letztere spielt bei der Datensicherung jedoch nur eine untergeordnete Rolle. Auch zum Sichern sehr großer Datenbestände eignen sich die Mini-Platten nicht, da es sie derzeit nur mit einer Maximalgröße von etwa 1 TByte (1024 GByte) gibt, während 3,5-Zoll-Platten derzeit bis zu 2 TByte fassen.

In welchem Turnus Sie die Daten sichern, hängt davon ab, wie häufig Sie diese verändern oder neue erzeugen. Von Ihren eigenen Dateien sollten Sie mindestens einmal die Woche ein Backup anlegen, bei der meist relativ statischen Musiksammlung reicht es hingegen, diese einmal im Monat zu sichern. Jedes bessere Backup-Programm stellt dafür drei Methoden bereit.

  • Während die Vollsicherung alle Daten sichert,
  • berücksichtigt die inkrementelle Sicherung lediglich die seit der letzten Vollsicherung veränderten oder neu hinzugekommen Dateien.
  • Die differenzielle Datensicherung bezieht als platzsparendste Methode lediglich die Daten seit der letzten differenziellen Sicherung mit ein.

Eine ausführlichere Beschreibung finden Sie im Artikel Rettungsring für Ihre Daten in dieser Ausgabe.

Areca installieren

Da es sich bei Areca um ein Java-Programm handelt, läuft die Installation ohne Unterstützung der Paketverwaltung Ihrer Distribution ab. Kopieren Sie das Archiv areca-7.1.4-linux-gtk-32.tar.gz aus dem Heft-DVD-Verzeichnis programme/andere/areca/ in Ihr Home-Verzeichnis und entpacken Sie es dort. Beachten Sie, dass Areca zum Betrieb das Java Runtime Environment benötigt, das sich ebenfalls auf der Heft-DVD befindet. Sie installieren es mit dem Paketmanager Ihrer Distribution.

Um Areca zu starten, klicken Sie im Verzeichnis areca auf areca.sh. Sollte das wider Erwarten nicht funktionieren, öffnen Sie mit [F4] eine Konsole in diesem Verzeichnis und geben darin bash areca.sh ein. Wollen Sie überprüfen, ob es eine neuere Version des Programms gibt, klicken Sie auf areca_check_version.sh.

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    Im Quartalsrhythmus erscheinen viele Programme in neuer Version. Eine Auswahl stellen wir regelmäßig vor, und auf der Heft-DVD finden Sie die passenden Paket e und Installationshinweise.
Kommentare
Inkrementell, Differentiell
FehlerGefunden (unangemeldet), Dienstag, 02. November 2010 17:48:46
Ein/Ausklappen

Inkrementell: bezieht als platzsparendste Methode lediglich die Daten seit der letzten inkrementellen Sicherung mit ein

Differentiell: lediglich die seit der letzten Vollsicherung veränderten oder neu hinzugekommen Dateien


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