Die kleinsten MP3-Player sind inzwischen so winzig, dass darauf nicht mal mehr Platz für Bedienelemente bleibt. Auch die hier vorgestellten drei Player verzichten weitgehend auf Knöpfe am Gehäuse, bringen dafür aber ein berührungsempfindliches Display mit. Eine weitere Gemeinsamkeit der drei Testgeräte: Der verbaute Speicher lässt ist über SD- (Cowon) bzw. Micro-SD-Karten (Iriver) erweiterbar, so dass Sie zum Beispiel die Fotos von der digitalen Kamera für das Betrachten nicht auf den Player kopieren müssen.
P7 von Iriver
Der P7 von Iriver [1] sieht nicht nur sehr gut aus, sondern punktet auch mit einem ebenso guten Preisleistungsverhältnis. Für rund 130 Euro bietet er einen 4,3-Zoll-Touchscreen (11 cm Diagonale), 8 GByte Flash-Speicher und einen zusätzlichen Speicherkartenslot für Micro-SD-Karten. Wer das Modell mit 16 GByte vorzieht, muss dafür rund 150 Euro ausgeben.
Das Menü des P7 gleicht einer einfachen Website oder der MIE-Oberfläche des HP-Mini-Netbooks. Für sämtliche Features gibt es eine kleine Vorschau, die sich der Player selbständig aus den vorhandenen Bildern, Musik- und Videostücken zusammenstellt. Jede Funktion ist somit mit einem einzigen Tastendruck erreichbar, was die Navigation sehr schnell und einfach macht, wenn man das Bedienkonzept einmal verstanden hat.
Der P7 verhält sich in der Grundeinstellung wie ein gewöhnlicher USB-Massenspeicher. Musik und Videos kopieren Sie per Drag & Drop auf den Player. Alternativ unterstützt der P7 auch den Datentransfer über das Media Transfer Protocol von Microsoft.
An der Geräteoberseite befinden sich neben dem Einschaltknopf zwei Buttons für die Lautstärkesteuerung und den direkten Zugriff auf das Menü. Betätigt man die Lock-Funktion am rechten Rand, bleiben zwar der Touchscreen und der Einschaltknopf deaktiviert, die Lautstärkeregelung funktioniert aber praktischerweise nach wie vor.
Das Testfeld
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| Modell | P7 | D2+ | O2PMP |
| Hersteller | Iriver | Cowon | Cowon |
| Speicher | 8/16 GByte | 4/8/16 GByte | 16/32 GByte |
| Speichererweiterung | MicroSD-Slot | SD-Slot | SD-Slot |
| Display | 4,3 Zoll, 480 x 272 Pixel | 2,5 Zoll, 320 x 240 Pixel | 4,3 Zoll, 480 x 272 Pixel |
| Touchscreen | Ja | Ja | Ja |
| Audioformate | MP3, WMA, OGG, APE, ASF, FLAC, WAV | MP3, WMA, OGG, FLAC, WAV | MP3, WMA, AC3, FLAC, OGG, APE, WAV |
| Videoformate | AVI, MPEG4 | AVI, MPEG4, WMV | AVI, MPEG4, MKV, OGM, WMV |
| Akkulaufzeit* (Audio/Video) | 50h/7h | 52h/10h | 18h/8h |
| Besonderes | Intuitives Menü | Flash-Player für Spiele, USB-to-go-Schnittstelle | Zusätzliches Ladegerät, USB-to-go-Schnittstelle |
| Abmessungen (ca.) | 10 x 7 x 1,3 cm | 8 x 5,5 x 1,7 cm | 12 x 7 x 1,8 cm |
| Gewicht | 175g | 86g | 203g |
| Preis (ca.) | 130/150 Euro | 125/130/160 Euro | 240/340 Euro |
| *) Herstellerangaben |
In den Tests überzeugt der P7 durch eine sehr gute Soundausgabe, die auch über die Stereoanlage sehr satt tönt. Dies gilt für MP3-, OGG-Vorbis- und Flac-Dateien gleichermaßen. Dank des internen Lautsprechers können Sie den P7 zur Not auch ohne Kopfhörer nutzen. Beim Video-Playback gibt sich der P7 relativ wählerisch, so dass Sie die meisten Clips zunächst in ein passendes Format konvertieren müssen. Ein mit x264 kodiertes Video herzustellen, das der P7 abspielt, gelang in den Tests nicht, der Player spielte lediglich mit XviD kodierte Filme ab.
Kritikpunkte
Neben OGG-Vorbis-Dateien spielt der Iriver-Player auch das verlustfreie Flac-Format ab, allerdings wertet er bei OGG- und Flac-Dateien keine Metainformationen aus, so dass sämtliche Stücke in der Kategorie unknown landen. Immerhin können Sie sehr leicht zwischen der Ordner- und der Metadatenansicht wechseln, so dass Sie, wenn Sie Ihre Sammlung sauber in Ordnern sortiert haben, die Lieblingsstücke leicht finden.
Ebenfalls nicht funktioniert hat in den Tests die Coververwaltung: Weder über eine Datei namens cover.jpg noch über direkt in die Metadaten von MP3-Dateien integrierte Albumbilder wollte der P7 in den Tests anzeigen.
Der Touchscreen reagierte in unseren Tests sehr träge. Das muss nicht unbedingt ein Kritikpunkt sein, da manche Benutzer einen strengen Druckpunkt bevorzugen, allerdings fällt im direkten Vergleich mit dem D2+ und dem O2PMP von Cowon auf, dass sich die Cowon-Player deutlich flotter bedienen lassen. Für alle, die zu Hause keine Windows-Rechner mehr betreiben, stellt das Firmware-Update ein Problem dar: Es lässt sich nur über eine Windows-Anwendung einspielen.



