Home / EasyLinux / 2009 / 03 / Spaß mit 140 Zeichen

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Mandriva gibt Distribution in die Hände der Community
(268 Punkte bei 24 Stimmen)
Neues vom Systemd
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Mandriva in Nöten
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.
AA_kreuzwort.jpg

© Margaret M. Stewart, Fotolia.de

Spaß mit 140 Zeichen

Twitter-Client für Linux

16.06.2009 Twittern unter Linux? Klar doch: Es gibt sogar zahlreiche Clients, mit denen Sie die beliebten Kurzmitteilungen verschicken können. Wir werfen einen Blick auf das recht komfortable Programm Qwit.

Eine Nachricht mit 140 Zeichen? Twitter. So könnte inzwischen eine typische Frage in einem Kreuzworträtsel lauten, denn das Mikroblogging und der damit verbundene Internetdienst Twitter kamen 2008 ganz groß raus. Beschränkt auf 140 Zeichen senden sich Nutzer weltweit gegenseitig Nachrichten zu, die von "Ich mag blaue Schuhe!" bis zu "Hilfe, mein Haus brennt!" reichen. Die Nachrichten gehen dabei häufig an die ganze Welt, getreu dem Motto: Wen es interessiert, der wird sie schon lesen. Inzwischen verschicken Politiker, Filmstars und Ottonormalverbraucher gleichermaßen Kurzbeiträge in die Weiten des Internet, die irgendwo zwischen banal und witzig rangieren, wobei Twitter-Dialoge selten über einen Party-Smalltalk hinauswachsen.

Anwender schützen ihre als Tweets bezeichneten Nachrichten, indem sie diese in Twitters Grundeinstellungen als privat kennzeichnen oder so genannte "direkte Nachrichten" an Bekannte verschicken. Andernfalls kann jeder die Konversationen mitlesen (Abbildung 1). Um regelmäßig die Tweets eines bestimmten Autors zu lesen, melden Sie sich als dessen "Follower" an (von follow = folgen), umgekehrt verfolgen andere Twitterer auf demselben Weg Ihre Neuigkeiten.

Abbildung 1: Ein endloser Strom neuer Nachrichten fließt vorbei, wenn Sie die öffentlichen Tweets mitlesen. Interessant sind vermutlich nur die wenigsten.

Um nun nicht ständig die Twitter-Webseite aufzusuchen, benutzen Sie Twitter-Anwendungen wie Qwit. Über diese schicken und empfangen Sie Nachrichten direkt von Ihrem Desktop aus. Qwit zeigt zudem die an Sie gerichteten Tweets übersichtlich an. Um die Software zu verwenden, benötigen Sie allerdings einen Twitter-Account. Unter [1] melden Sie sich kostenlos bei dem Kurzmitteilungsdienst an. Das funktioniert leider nicht aus Qwit heraus, es gibt nicht einmal einen Link auf die Anmeldeseite von Twitter – ein Manko der Software.

Fröhlich zwitschernd

Unter OpenSuse 11.1 und Kubuntu 9.04 (aber auch Ubuntu 9.04) installieren Sie Qwit, indem Sie die Heft-DVD als Paketquelle einbinden. Dann spielen Sie Qwit wie gewohnt über den Paketmanager ein. Nach der Installation der Software, die in der aktuellen Version 0.8 vorliegt, drücken Sie [Alt]+[F2] und geben qwit ein. Beim Start öffnen sich dabei gleich zwei Fenster (Abbildung 2), das Hauptfenster und der Konfigurationsbereich von Qwit.

Abbildung 2: Qwit ist zwar eher eine KDE-Anwendung, läuft aber auch unter Gnome, wie hier unter Ubuntu 9.04 mit dem aktuellen Gnome-Desktop.

Die Software gibt es nur in englischer Sprache, die wenigen Einstellungen lassen sich aber auch so ausfüllen. Zunächst tragen Sie Ihre Anmeldedaten für Twitter ein. Dazu wechseln Sie im Konfigurationsfenster zum Reiter Authentication, geben Ihren Usernamen und das Passwort ein und klicken dann auf Save Options. Um das Passwort zukünftig nicht ständig neu einzugeben, setzen Sie noch ein Häkchen bei save password.

Im Reiter General (zu deutsch: Allgemein) modifizieren Sie auf Wunsch in der ersten Zeile die Begrüßungsnachricht (Greeting message). Die Zeilen Service base URL und Service API URL lassen Sie hingegen unberührt. Hier tragen Sie auf Wunsch eine Alternative zu Twitter ein, etwa den Dienst Identi.ca. Der bringt ähnliche Fähigkeiten mit und beruht sogar auf Open-Source-Software. Allerdings nutzen bislang deutlich weniger Menschen Identi.ca.

Den Aktualisierungszeitraum (Update interval) verändern Sie, wenn Ihnen das Abholintervall für die Tweets zu lang erscheint. Gewöhnlich schaut Qwit alle 300 Sekunden nach neuen Nachrichten. Die darunter befindlichen Zahlen (Number of messages) legen fest, wie viele Tweets die Software im Qwit-Fenster und im Systemabschnitt anzeigt. In der letzten Zeile (Retweeting tag) geben Sie zudem an, wie die Syntax bei einem Retweet aussehen soll. Es folgen noch ein paar Optionen zur Darstellung und zum Umgang mit Updates, die Sie am besten beibehalten.

Nicht zuletzt gibt es den Reiter Connection, den Sie aber nur ausfüllen, wenn Sie einen Proxy für die Software verwenden – was in der Regel nicht der Fall ist. Mehr Optionen bietet Qwit nicht an: Schließen Sie also die Konfiguration und schicken Sie fröhlich Tweets an die Welt.

Happy Tweeting

Die Qwit-Oberfläche verfügt über mehrere Bereiche, die Sie über Reiter erreichen (Abbildung 1). Das Register Home versammelt zum Beispiel alle Tweets von Twitter-Anwendern, denen Sie offiziell folgen.

Um einem User eine Nachricht zu schicken, schreiben Sie diese oben in das Feld und beginnen mit einem @username. Sie ersetzen username durch den Twitter-Namen des Adressaten, fügen eine Leerstelle ein und tippen dann die Nachricht, also @username Heute Kino? Wollen Sie Ihre Nachricht nicht der ganzen Welt zeigen, verschicken Sie eine direkte Nachricht: d username Heute Kino? Sie ersetzen also das @ durch ein d gefolgt von einem Leerzeichen. Dazu muss der Twitter-User, an den Sie die Nachricht senden, allerdings in der Liste Ihrer Follower stehen.

Alle gesendeten und empfangenen Nachrichten erscheinen zugleich in einem Kasten unterhalb des Qwit-Icons im Systemabschnitt. Schließen Sie also das Hauptfenster, empfangen Sie trotzdem noch Twitter-Updates, wobei der angezeigte Inhalt davon abhängt, welchen Reiter Sie im Qwit-Hauptfenster wählen, etwa Home oder Replies.

Schicken Ihnen andere Nutzer eine direkte Nachricht, wandern diese in die Inbox, Ihre selbst verfassten direkten Nachrichten landen hingegen in der Outbox. Über das Register Search durchsuchen Sie die Tweets nach einem bestimmten Begriff. Der zweite Reiter von links mit der Beschriftung Public listet sämtliche öffentlich einsehbaren Tweets auf – das sind eine Menge. Die meisten von ihnen dürften Sie nicht interessieren, es sei denn, Sie wollen wissen, was irgendein Mensch aus Jakarta zum Mittag einkauft. Interessanter ist der Reiter Replies, der Beiträge vereint, die andere über @username an Sie richten. Dort sammeln sich auch Tweets an, in denen andere Anwender über Sie schreiben, indem sie Ihren Benutzernamen über @username in ihre Twitter-Nachricht einbinden. Schließlich gibt es noch den Reiter Custom: Geben Sie hier den Twitter-Namen eines beliebigen Benutzers ein und drücken [Eingabe], erscheinen die letzten von ihm verfassten Beiträge.

Nicht zuletzt gibt es unterhalb der Benutzeroberfläche von Qwit noch vier Knöpfchen: Über das linke aktualisieren Sie die Tweets, rechts daneben gelangen Sie zum Konfigurationsfenster. Der dritte Knopf öffnet eine Log-Datei, die alle Aktionen von Qwit mitprotokolliert, und mit dem Knopf ganz rechts verlassen Sie die Anwendung.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

706 Hits
Wertung: 0 Punkte (0 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zum Autor

Kristian Kißling

Kristian Kißling

Wenn Kristian Kißling nicht gerade für die LinuxCommunity schreibt, arbeitet er als Redakteur bei der Zeitschrift EasyLinux und als Chefredakteur für den Ubuntu User. Am liebsten beschäftigt er sich mit Multimedia- und Unterhaltungssoftware im weiteren Sinne und mit neuer Open-Source-Software, die überraschende Fähigkeiten zeigt.

Zum Blog von Kristian Kißling →


Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

title_2012_02

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

EasyLinux erscheint vierteljährlich und kostet EUR 9,80. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der EasyLinux-Homepage.

Das EasyLinux-Jahresabo kostet EUR 33,30. Details zum EasyLinux-Jahresabo finden Sie im LNM-Shop.

Tipp der Woche

Adobe AIR
Adobe-AIR-Programme installieren und (manuell) starten
Tim Schürmann, 14.05.2012 13:09, 0 Kommentare

Es gibt sie noch: neue Anwendungen, die Adobes Integrated Runtime voraussetzen. Aktuellstes und vermutlich auch größtes Beispiel ist das Adventure Botanicula

Aktuelle Fragen

gibt es ein Kommandozeilen Tool, um ein X11-Fenster in ein Anderes einzubetten?
GoaSkin , 21.05.2012 16:44, 0 Antworten
Das XEmbed-Protokoll ist u.A. dazu gedacht, dass man eine X11-Anwendung in eine andere wie ein Wi...
Apache2, Options -Indexes geht nicht
no no, 12.05.2012 19:01, 8 Antworten
Habe in apache2.conf folgendes stehen: Options -Indexes ...
LInux auf Dell LS H500
Andreas Endresl, 09.05.2012 08:54, 2 Antworten
Habe einen alten Dell Latitude LS H500 nur mit ext. Floppy und CD es geht nur immer eines von den...
Datenwiederherstellung unter Ubuntu 12.04 mit "Simple Backup" nach Umzug von Linux Mint
Christian Lottmann, 07.05.2012 13:33, 0 Antworten
Vor dem Umzug auf Ubuntu 12.04 habe ich unter Linux MInt mit "Simple Backup" voll (15.4.2012) und...
DKMS für den propritären NVIDIA-Treiber
Commander Data, 26.04.2012 22:02, 2 Antworten
Hallo an die Gemeinde. Ich habe hier ein interessantes Stück openSuSE gefunden. http://forums.op...