Schöner Auftritt
Ubuntus KDE-Variante installieren
Benutzer einrichten
Über Vor gelangen Sie einen Dialog weiter und legen dort den Standardbenutzer an. Dieser erhält unter Kubuntu auch automatisch Root-Rechte: Über die Eingabe des Passworts dieses Users erledigen Sie also Aufgaben, die unter OpenSuse gewöhnlich der Root-User und unter Windows der Administrator bewältigen. Das liegt am Rechtemodell: OpenSuse und Windows kennen einen (oder mehrere) normalen Nutzer und einen Administrator. Als letzterer dürfen Sie alle wichtigen Verwaltungsaufgaben erledigen und in alle Verzeichnisse schreiben. Unter Ubuntu und Kubuntu stellen Sie Ihren Kommandos hingegen einen speziellen Befehl voran, um sie mit administrativen Rechten auszuführen. So öffnen Sie über sudo nano einen Editor auf der Kommandozeile, der auf alle Dateien zugreifen darf. Mit [Alt-F2] und die Eingabe von kdesu dolphin starten Sie unter KDE den Dateimanager Dolphin mit Systemverwaltungsrechten, unter Gnome lautet das voranzustellende Kommando gksu statt kdesu. Ihr Benutzerpasswort sollte also nicht in falsche Hände fallen.
Zum Abschluss, im sechsten Schritt, fasst Kubuntu die bisher getroffenen Einstellungen noch einmal zusammen: Klicken Sie nun auf Installieren, kopiert es die Dateien auf die Festplatte. Das dauert je nach Geschwindigkeit Ihres Rechners eine Weile, am Schluss erscheint das Fenster Installation abgeschlossen, über das Sie den Rechner neu starten.
Netzwerkeln
Bootet der Desktop mitsamt der grafischen Oberfläche wie gewünscht (Abbildung 7), richten Sie nun ein paar Feinheiten von Kubuntu ein. Der wichtigste Schritt besteht meist darin, Anschluss an ein Netzwerk zu finden. Ohne Umstände schaffen Sie das, wenn Sie einen Router besitzen, den Sie per Netzwerkkabel mit Ihrem Rechner verbinden. Der Router muss dabei IP-Adressen per DHCP – das heißt automatisch – vergeben, was aber meist der Standardeinstellung entspricht. Verwenden Sie diese Konstellation beim Installieren, brauchen Sie nach dem ersten Start lediglich den Browser Konqueror aufzurufen ([Alt-F2] und konqueror eingeben) und besuchen dann Ihre Lieblingswebseiten. Vorher empfiehlt es sich aber, Ihr System auf den neuesten Stand zu bringen. Dazu klicken Sie einmal mit der linken Maustaste auf das kleine Icon mit dem Zahnrad in der Systemleiste. Der Paketmanager startet und zeigt vorhandene Softwareupdates an. Klicken Sie auf Aktualisieren, damit Kubuntu die Paketliste auf den neuesten Stand bringt. Wählen Sie dann Apply available updates (verfügbare Updates einspielen) und geben Sie Ihr Passwort ein, um die Aktualisierungen zu installieren. Das kann einen Augenblick dauern, macht Ihr System aber sicherer, stabiler und aktueller. Nach der Installation verschwindet das Icon: Taucht das Zahnrad später erneut auf, warten neue Updates auf Sie.
DHCP: Über das Dynamic Host Configuration Protocol verteilt ein Router automatisch IP-Adressen an die angeschlossenen Computer.
Benutzen Sie eine WLAN-Karte, hilft ebenfalls der Networkmanager. Er zeigt per Mausklick auf das Networkmanager-Icon im Systemabschnitt die verfügbaren Netze an: Wählen Sie eines davon aus und melden Sie sich an diesem an. Erscheinen keine WLAN-Netze, hat Kubuntu unter Umständen keinen Treiber für Ihre Karte. Für die Karte ist vielleicht ein Treiber nötig, der aus rechtlichen oder anderen Gründen nicht Teil von Kubuntu ist, etwa ein Modell von Broadcom. Um den Treiber zu installieren, wechseln Sie in das Startmenü, wählen Programme / System / Hardware Drivers und schauen, ob in dem sich öffnenden Fenster Ihre WLAN-Karte erscheint. Ist das der Fall, wählen Sie die Karte aus und klicken auf Aktivieren: Kubuntu durchforstet dann den Paketmanager nach dem passenden Treiber und schlägt dessen Installation vor. Auf dieselbe Weise installieren Sie übrigens auch die Grafikkartentreiber für Karten der Firmen Nvidia und ATI (Abbildung 8).
Zum Feintuning für kabellose Verbindungen gelangen Sie, indem Sie mit der rechten Maustaste auf das Icon des Networkmanagers klicken und Manage connections (Verbindungen bearbeiten) wählen. Hier richten Sie DSL-Modems, VPN- und Breitbandverbindungen, wie etwa UMTS, ein. Feste IP-Adressen weisen Sie auf diesem Weg ebenfalls zu. Erscheint Ihr Gerät nicht im Networkmanager-Applet, finden Sie heraus, welche WLAN- oder UMTS-Karte Sie verwenden und werfen einen Blick in das Wiki von Ubuntuusers.de [2] oder fragen auf der Easylinux-Mailingliste [3] nach.



