Schöner Auftritt
Ubuntus KDE-Variante installieren
Sprung ins kalte Wasser
Um Kubuntu zu testen und/oder zu installieren, legen Sie die DVD in das Laufwerk und starten den Rechner neu. Erscheint kein großes Menü, das Sie zur Auswahl einer Sprache auffordert, bootet Ihr Rechner nicht von der DVD. Damit er das doch tut, ändern Sie die Bootreihenfolge im BIOS. Dorthin gelangen Sie meist, indem Sie kurz nach dem Neustart [ESC],[Entf] oder [F1] drücken – das variiert von Rechner zu Rechner. Suchen Sie im BIOS nach einer Option, welche die Bootreihenfolge für die Geräte festlegt, wobei Sie die Priorität eines bootfähigen Geräts meist über [+]/[-] oder [F5]/[F6] ändern. Als bootfähig betrachten aktuelle Geräte neben der Festplatte und dem CD-/DVD-Laufwerk inzwischen oft auch USB-Sticks, -Festplatten oder ZIP-Laufwerke. Speichern Sie die Einstellungen und booten Sie erneut – nun sollte das Sprachmenü erscheinen, aus dem Sie Deutsch als Sprache wählen.
Sie sehen im nächsten Schritt ein Menü, das Ihnen verschiedene Optionen anbietet (Abbildung 4): Über die Option Kubuntu ausprobieren nutzen Sie Kubuntu zunächst als Live-System, um es dann über ein Icon auf dem Desktop auf die Platte zu spielen. Alternativ wählen Sie die zweite Option Kubuntu installieren. Entscheiden Sie sich für diese, landen Sie ohne Umweg über den Desktop beim Installationsassistenten. Scheitert das Booten des Live-Systems oder die Installation von Kubuntu, überprüfen Sie mit Hilfe der Option CD/DVD auf Fehler überprüfen, ob das eingelegte Medium defekt ist – das kommt in Einzelfällen vor.
Wählen Sie die erste Option, ruft ein Klick auf das Icon Installieren im Live-System den Assistenten auf, der Sie in sechs Schritten durch den Installationsprozess führt. Im ersten Schritt wählen Sie die Sprache aus (Deutsch), im nächsten die Zeitzone, in der Sie sich befinden. Hier stimmen in der Regel die Voreinstellungen Region: Europe und Stadt: Berlin (Abbildung 5). Über Vor gelangen Sie zum nächsten Konfigurationsschritt, in dem Sie die Tastaturbelegung auswählen. Um zu prüfen, ob Sonderzeichen wie ä, ü, ß usw. funktionieren, finden Sie auf der linken Seite ein Testfeld, in das Sie die entsprechenden Buchstaben eingeben.
Plattenbauten
Im vierten Schritt gehen Sie dazu über, dem System Platz auf der Festplatte zuzuweisen. Hier gibt es mehrere Optionen. Befindet sich bereits ein System auf der Platte, bietet der Installer Ihnen an, dessen Platz zu reduzieren, um Raum für Kubuntu zu schaffen. Schieben Sie den vertikalen Regler im Bereich After Resize auf der farbigen Leiste so hin und her, bis Ihnen die Aufteilung zusagt. Den Platzverbrauch zeigen die Zahlen darunter an (Abbildung 6).
Während der Installer von Ubuntu die anderen Systeme noch identifiziert, zeigt Kubuntu lediglich die belegten Partitionen an (etwa /dev/sda1), was unpraktisch ist. Sie sollten also wissen, auf welchen Partitionen sich welche Betriebssysteme befinden. Um dem neuen System Ihre gesamte Festplatte zu spendieren, wählen Sie Die gesamte Festplatte verwenden. Einen Bug gibt es auch noch: Existieren im Installer die Optionen Nebeneinander installieren… und Den größten, zusammenhängenden Platz…, zeigt Kubuntu bei der Auswahl der zweiten Option die Größe der zusammenhängenden Partition falsch an. Hierbei handelt es sich um ein Darstellungsproblem, die Funktion arbeitet korrekt, und Kubuntu installiert sich in den größten, zusammenhängenden freien Speicherplatz. Ein zweites Problem: Die eingerichtete Swap-Partition muss größer sein als der Arbeitsspeicher, andernfalls lässt sich der Rechner nicht in den Suspend-Modus versetzen.
Swap: Geht Linux mal der Hauptspeicher aus, weil das System viel zu tun hat, lagert es vorübergehend Daten in die Swap-Partition der Festplatte aus.
Fortgeschrittene Nutzer suchen das Untermenü Partitionen manuell festlegen auf, um diese dort von Hand einzurichten. Das ist etwa dann sinnvoll, wenn Sie ein fortgeschrittenes Festplattenlayout mit sehr vielen Partitionen erzeugen möchten. Die manuelle Einstellung gibt Ihnen zudem die Möglichkeit, als Dateisystem das neue Ext4 einzustellen, während Kubuntu 9.04 standardmäßig Ext3 verwendet. Bedenken Sie dabei aber, dass Ext4 zwar als stabil gilt, aber nicht so ausführlich getestet wurde, wie das Vorgängersystem Ext3.



