Neue Software
Wohnungen virtuell einrichten mit SweetHome3D
Wem ist das noch nicht passiert: Eben einen Schrank im Kaufhaus erstanden und zu Hause festgestellt, dass er das Wohnzimmer förmlich erschlägt. Um vorher einen Eindruck zu bekommen, behalfen sich viele früher damit, einen Grundriss aufzuzeichnen und das Inventar in Form von Papierschnipseln darauf zu platzieren. Im IT-Zeitalter verwenden Computer-Nutzer dafür allerdings deutlich fortschrittlichere Methoden in Form von Wohnraumdesignern.
Das Javaprogramm SweetHome3D (Abbildung 3) erledigt diesen Job mit Bravour. Mit wenigen Mausklicks ziehen Sie Wände und setzen Türen oder Fenster. Zum Einrichten des virtuellen Raums stehen Ihnen vom Kugelaquarium bis zum Wohnzimmerschrank alle wichtigen Utensilien zur Verfügung. Reichen Ihnen diese nicht aus, laden Sie von der Projektseite (http://www.sweethome3d.eu/de/) weitere Einrichtungsgegenstände herunter. Sie platzieren diese via Drag & Drop am gewünschten Ort. Alle Änderungen, die Sie im Plan vornehmen, übernimmt das Programm sofort in die 3D-Ansicht. In der Grundeinstellung erscheint die Luftansicht, bei Bedarf können Sie die Räume aber auch virtuell begehen. Sowohl die Größe des Betrachters als auch der Blickwinkel sind dabei frei wählbar.
FTP-Transfer mit Filezilla
Wer öfter Daten auf einen FTP-Server hochlädt, braucht dafür das passende Werkzeug. Allerdings sind komfortable FTP-Clients mit grafischer Oberfläche in der Linux-Welt dünn gesäht. Der beste Vertreter seiner Art heißt Filezilla (Abbildung 4), kommt aber nicht aus der Softwareschmide von Mozilla sondern vom deutschen Entwickler Tim Kosse. In seiner Ausstattungsvielfalt steht die Software kommerziellen Vertretern aus der Windows-Welt nur marginal nach. So bietet sie einen Servermangager, der ähnlich wie eine Bookmarkverwaltung beim Klick auf die Einträge die Verbindung zum gewählten Server herstellt. Als Transferprotokoll unterstützt die Software neben FTP auch FTPS und SFTP, so dasst Sie auch SSH-Server erreichen. Das Server-to-Server-Protokoll FXP fehlt jedoch bislang.
Dafür trumpft die Applikation mit ausgefeilten Einstellungsmöglichkeiten des Transferverhaltens auf. Sie legen darin nicht nur fest, wie viele Up- und Downloads gleichzeitig laufen dürfen, sondern regeln auch bitgenau die Übertragungsgeschwindigkeit. Auch für den Fall, dass Sie die Daten über Proxy-Server übertragen möchten, bietet das Programm umfangreiche Konfigurationsmöglichkeiten. Darüber hinaus verfügt Filezilla über eine Online-Editierfunktion. Dabei lädt der Client die Datei im Hintergrund herunter und öffnet sie im Texteditor. Wenn Sie den Editor verlassen, lädt er sie direkt wieder hoch.
Ein altbekanntes Problem löst allerdings auch die aktuelle Version von Filezilla nicht: Der Servermanager speichert die Passwörter nach wie vor im Klartext in einer XML-Datei im Home-Verzeichnis des Anwenders. (Thomas Leichtenstern/tle)



