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Kreatives Schreiben

Mit Scribus eigene Karten, Prospekte oder Zeitschriften gestalten

23.06.2009
Scribus ist eine Open-Source-Alternative zu den DTP-Programmen Adobe InDesign und Quark XPress. Dieser Workshop stellt Ihnen die wichtigsten Scribus-Funktionen vor und zeigt, wie Sie Ihre Dokumente auf Papier bringen oder als PDF-Datei speichern.

Der Bruder wird 40, die Eltern ziehen um, die Schwester heiratet: es gibt zahlreiche Anlässe, für die man gerne etwas drucken möchte, das nicht bereits auf den ersten Blick wie ein schlechtes Word-Dokument aussieht. Unter Linux eignet sich dafür das Desktop-Publishing-Programm Scribus [1].

Woher nehmen?

Scribus gehört bei den meisten EasyLinux-Distributionen zum Standardumfang, so dass Sie das Programm einfach über den Paketmanager installieren können. Aktuell ist Version 1.3.3 für KDE 3, die KDE-4-Version 1.4 befindet sich noch in Entwicklung (aktuell Version 1.3.5rc2). Dieser Artikel beschreibt die Entwicklerversion 1.3.5rc2, da hoffentlich bis zum Erscheinen des Hefts bereits Version 1.4 zum Download bereitsteht. Die meisten Arbeitsschritte funktionieren aber unter der Version 1.3.3 genau gleich, so dass sich der Workshop auch mit Version 1.3.3 nachvollziehen lässt.

Neues Dokument

Beim ersten Start öffnet Scribus einen Dialog mit sehr vielen Einstellungsmöglichkeiten. Möchten Sie Ihr Dokument komplett von Hand erstellen oder nur ein wenig in Scribus herumspielen, klicken Sie hier einfach auf OK, um ein einseitiges Dokument im A4-Format anzulegen. Haben Sie bereits eine Vorstellung, was Sie mit Scribus erstellen möchten, wählen Sie das gewünschte Dokumentenlayout aus (Abbildung 1) und stellen die Größe, Ausrichtung und Seitenränder ein. Über die Optionen richten Sie zudem die Anzahl der Seiten und die gewünschten Textrahmen ein. Für eine klassische Zeitschrift mit drei Spalten markieren Sie dazu die Checkbox Automatische Textrahmen und wählen anschließend die gewünschte Anzahl Spalten aus. Den voreingestellten Abstand von 11 Punkt können Sie später noch ändern.

Abbildung 1: Beim Start von Scribus geben Sie an, welche Art von Dokument Sie erstellen möchten.

Über den Reiter Neu von Vorlage bietet Scribus vier Dokumententypen als Vorlagen an. Die mitgelieferten Templates sind aber ziemlich veraltet, aktuellere und in vielen Bereichen besser aussehende Vorlagen sowie freie Schriften finden Sie auf Scribusstuff.org [2]. Arbeiten Sie häufiger mit Scribus, werden Sie vermutlich den Reiter Dokument aus dem Verlauf öffnen schätzen lernen: Hier listet das DTP-Programm die Dokumente auf, die Sie bereits verwendet haben. Über die Checkbox in der unteren linken Ecke schalten Sie den Dialog für weitere Scribus-Starts aus. Um ihn nachträglich wieder einzuschalten, wählen Sie Datei / Allgemeine Einstellungen und markieren unter Allgemein / Benutzeroberfläche die Checkbox Start-Dialog zu Beginn anzeigen. (Bei älteren Scribus-Versionen befindet sich die Checkbox unter Verschiedenes.)

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