Mandriva Linux hat in EasyLinux als eine der unterstützten Distributionen eine lange Tradition. Mit dieser Ausgabe bieten wir Ihnen Version 2009.1 zum Update an. Sie enthält neben den neuesten Versionen von KDE (4.2.2), Gnome (2.26.1), Firefox, OpenOffice, Gimp und vielen anderen Programmen auch einen neuen Kernel (2.6.29), der im Vergleich zur Vorgängerversion 2009.0 einige Verbesserungen und Erweiterungen aufweist. Der PC-Emulator Virtualbox ist in der Version 2.2.0 enthalten, OpenOffice jedoch "nur" in Version 3.0.1, da die neueste Release für Mandriva zu spät erschien. Außerdem führt Mandriva mit Speedboot eine Technik ein, die den Bootvorgang beschleunigt.
Mandriva-Editionen
Mandriva Linux 2009 Spring steht in den von dieser Distribution bereits bekannten Editionen bereit: Die als "PowerPack" etikettierte kommerzielle Variante gibt es im Mandriva Store als Box, im Slimcase sowie als Download-Version und im Abonnement. Die "Free"-DVD, die Sie auch auf der Heft-DVD finden, steht als ISO-Image zum Download zur Verfügung und enthält ausschließlich Open-Source-Software.
Die "One"-Edition enthält ein Live-System inklusive proprietären Treibern, das Sie auch installieren können. Hier gibt es eine weitere Aufspaltung in Sprachgruppen, um mehr Sprachen als bisher zu unterstützen. Die deutsche Lokalisierung finden Sie in den Versionen GNOME-europe beziehungsweise KDE4-europe1.
Die Installation
Um Mandriva 2009.1 zu installieren, legen Sie Seite 2 der zweiten Heft-DVD ein und starten den Rechner neu. Beachten Sie dabei, dass der PC nur von der DVD booten wird, wenn im BIOS die richtige Bootreihenfolge eingestellt ist.
Mandrive bringt ein neues Tool mit, das die Entwickler in die Installationsmedien integriert haben: HDT ist ein einfaches, aber umfassendes Hardware-Erkennungswerkzeug, das Sie über den gleichnamigen Punkt aus dem Bootmenü starten (Abbildung 1). In mehreren Abschnitten gibt es detaillierte Informationen über alle Hardwarekomponenten des Computers sowie Hinweise, welches Modul Mandriva für die jeweilige Komponente verwenden wird.
Nach dem Start des Systems vom Installationsmedium erscheint ein grafisch überarbeitetes Installationsprogramm. Sie beantworten die Frage nach der Sprache, akzeptieren die Lizenzhinweise und wählen die gewünschte Desktopumgebung aus. Danach läuft alles automatisch ab – vorausgesetzt, Sie geben sich mit der Standardinstallation eines umfassenden Linux-Systems zufrieden.
Erfahrene Linux-Benutzer haben in jedem Schritt auch die Möglichkeit, das System an Sonderwünsche anzupassen, etwa über eine benutzerdefinierte Partitionierung oder die sehr detaillierte Auswahl der Softwarepakete.
Am Ende der Systemeinrichtung präsentiert der Installer eine Zusammenfassung, die alle Komponenten (Land, Uhrzeit, Netzwerk, Grafik, Maus, Sicherheitsstufe, etc.) anzeigt (Abbildung 2). Konnte die Routine eine der Komponenten nicht einrichten oder entspricht die automatische Einstellung nicht Ihren Wünschen, können Sie einzelne Einstellungen an dieser Stelle korrigieren, und zwar mit den gleichen grafischen Werkzeugen, die Sie später im Mandriva-Kontrollzentrum MCC wiederfinden.



