Mandriva-Update

Mandriva Linux 2009.1 auf Heft-DVD

09.07.2009
,
Auf den Heft-DVDs finden Sie in dieser Ausgabe auch Mandriva Linux 2009.1, die April-Aktualisierung der Version 2009. Hier beschreiben wir die Einrichtung und stellen einige Neuerungen vor.

Mandriva Linux hat in EasyLinux als eine der unterstützten Distributionen eine lange Tradition. Mit dieser Ausgabe bieten wir Ihnen Version 2009.1 zum Update an. Sie enthält neben den neuesten Versionen von KDE (4.2.2), Gnome (2.26.1), Firefox, OpenOffice, Gimp und vielen anderen Programmen auch einen neuen Kernel (2.6.29), der im Vergleich zur Vorgängerversion 2009.0 einige Verbesserungen und Erweiterungen aufweist. Der PC-Emulator Virtualbox ist in der Version 2.2.0 enthalten, OpenOffice jedoch "nur" in Version 3.0.1, da die neueste Release für Mandriva zu spät erschien. Außerdem führt Mandriva mit Speedboot eine Technik ein, die den Bootvorgang beschleunigt.

Mandriva-Editionen

Mandriva Linux 2009 Spring steht in den von dieser Distribution bereits bekannten Editionen bereit: Die als "PowerPack" etikettierte kommerzielle Variante gibt es im Mandriva Store als Box, im Slimcase sowie als Download-Version und im Abonnement. Die "Free"-DVD, die Sie auch auf der Heft-DVD finden, steht als ISO-Image zum Download zur Verfügung und enthält ausschließlich Open-Source-Software.

Die "One"-Edition enthält ein Live-System inklusive proprietären Treibern, das Sie auch installieren können. Hier gibt es eine weitere Aufspaltung in Sprachgruppen, um mehr Sprachen als bisher zu unterstützen. Die deutsche Lokalisierung finden Sie in den Versionen GNOME-europe beziehungsweise KDE4-europe1.

Die Installation

Um Mandriva 2009.1 zu installieren, legen Sie Seite 2 der zweiten Heft-DVD ein und starten den Rechner neu. Beachten Sie dabei, dass der PC nur von der DVD booten wird, wenn im BIOS die richtige Bootreihenfolge eingestellt ist.

Mandrive bringt ein neues Tool mit, das die Entwickler in die Installationsmedien integriert haben: HDT ist ein einfaches, aber umfassendes Hardware-Erkennungswerkzeug, das Sie über den gleichnamigen Punkt aus dem Bootmenü starten (Abbildung 1). In mehreren Abschnitten gibt es detaillierte Informationen über alle Hardwarekomponenten des Computers sowie Hinweise, welches Modul Mandriva für die jeweilige Komponente verwenden wird.

Abbildung 1: Mandriva Linux 2009.1 bringt das neue "Hardware-Erkennungswerkzeug" mit, das Sie über das Bootmenü der DVD starten können.

Nach dem Start des Systems vom Installationsmedium erscheint ein grafisch überarbeitetes Installationsprogramm. Sie beantworten die Frage nach der Sprache, akzeptieren die Lizenzhinweise und wählen die gewünschte Desktopumgebung aus. Danach läuft alles automatisch ab – vorausgesetzt, Sie geben sich mit der Standardinstallation eines umfassenden Linux-Systems zufrieden.

Erfahrene Linux-Benutzer haben in jedem Schritt auch die Möglichkeit, das System an Sonderwünsche anzupassen, etwa über eine benutzerdefinierte Partitionierung oder die sehr detaillierte Auswahl der Softwarepakete.

Am Ende der Systemeinrichtung präsentiert der Installer eine Zusammenfassung, die alle Komponenten (Land, Uhrzeit, Netzwerk, Grafik, Maus, Sicherheitsstufe, etc.) anzeigt (Abbildung 2). Konnte die Routine eine der Komponenten nicht einrichten oder entspricht die automatische Einstellung nicht Ihren Wünschen, können Sie einzelne Einstellungen an dieser Stelle korrigieren, und zwar mit den gleichen grafischen Werkzeugen, die Sie später im Mandriva-Kontrollzentrum MCC wiederfinden.

Abbildung 2: Nach der Installation zeigt der Mandriva-Installer eine Zusammenfassung der Konfiguration an.

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Kommentare
Lieber bei Mandriva Free 2009 bleiben.
Alessandro (unangemeldet), Freitag, 10. Juli 2009 04:51:51
Ein/Ausklappen

Sofort nach Veröffentlichung habe ich die 2009.1 Sping Edition
(One und Free) installiert und ausprobiert. Was für eine Enttäuschung. Wollte ich hier alle darin enthaltene Bugs auf-
listen, würde dies womöglich einem Roman gleichkommen.
Und dabei ist Mandriva Free 2009 ein wahres Meisterstück: schnell und läuft so ziemlich mit jeder Hardware. Für die Installation auf einem USB-Stick ist es das beste System. Zu-
mindest wenn ich den USB-Stick als "Festplatte" benutzen will.
Also keine Unetbootin Installation. Denn damit kann man ein
Betriebssystem nicht persistent installien. Selbst wenn man, wie das bei Fedora oder Ubuntu möglich ist, das System persistent
installiert, ist es doch nicht passwort geschützt.
Hier mein Tipp:
Zuerst nehme ich Festplatte aus dem Laptop, schliesse den USB-Stick (min. 25 MB/s Lesegeschwindigkeit) an den Laptop,
und installiere Mandriva Free 2009 genauso wie auf eine Fest-
platte. Und zwar mit Passwörter. Als Live-System eignet sich
PCLinuxOS am besten. Denn da sind bereits alle wichtigen Codecs vorinstalliert.


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Re: Lieber bei Mandriva Free 2009 bleiben.
Gygax (unangemeldet), Dienstag, 28. Juli 2009 13:23:31
Ein/Ausklappen

> Wollte ich hier alle darin enthaltene Bugs auf-
listen, würde dies womöglich einem Roman gleichkommen.

Die schlimmsten deiner Bugs würden mir schon reichen. Denn ohne irgendwelche Angaben deinerseits kann man zum Beispiel nicht nachvollziehen, ob es sich bei den Bugs um PEBCAK, Hardwareprobleme, FUD, tatsächlich noch vorhandene oder vielleicht schon geschlossen Bugs handelt. Seit der Veröffentlichung gab es ja schon das eine oder andere Update. Eventuell verwende ich aber auch einfach nicht die problematischen Pakete / Funktionen. Von daher müsste man eben wissen, was bei dir denn so klemmt. Also bei Mandriva 2009.1 ;-)

Ich kann für mich nur sagen, dass ich mit der aktuellen Version 2009.1 bis auf ein paar Kleinigkeiten sehr zufrieden bin und mich auf Version 2010 freue.




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